Ich habe mir den Beihilfe-Buddy mal angeschaut. Layout ist wirklich toll!
Aber für die Dinge, die Lehrer im Normalfall benötigen, absolut überdimensioniert. Wir (Paar mit zwei Kindern, die jetzt fast alle aus der Schule raus sind) hatten in 20 Jahren Arztrechnungen von ungefähr 20.000 bis 25.000 Euro pro Jahr. Relativ konstant. Dabei waren zwei Schwangerschaften meiner Frau, eine davon mit starken Komplikationen, mehrere akute Notfälle mit wochenlangen Krankenhausaufenthalten, verschiedene chronische Krankheiten, Zahnbehandlungen, Zahnschienen bei Jugendlichen und Erwachsenen und auch natürlich auch "normale" geplante OPs. Die Private würde in Jubel ausbrechen, wenn sie uns los wäre! In diesem Jahr haben wir bisher Rechnungen in Höhe von 9.500 Euro und Abzüge in Höhe von 50 Euro. Das sind extrem wenig Abzüge. Normalerweise sind es 5 -10 % pro Jahr.
Natürlich haben wir auch Widersprüche. Aber 95 % aller Wiedersprüche ließen sich immer in einem Telefonat mit der Beihilfe und den Ärzten klären. Dann haben die Ärzte die Rechnung nochmal schriftlich erläutert und sogar mal geändert. Wieso sollte ich dann bei jeder Rechnung die gesamten Daten des Arztes/Rechnungsstellers aufnehmen? Da bin ich doch stundenlang mit diesem Mist beschäftigt. Ich habe auch noch andere Hobbys als die doofen Arztrechnungen. Der Krempel soll mich einfach nicht belasten.
Es sei denn, ich könnte die Rechnung scannen und der Beihilfe-Buddy holt sich alle Daten (Name und Anschrift des Arztes) aus dem Scan. Dazu dann bitte noch die abgerechneten Termine, damit die einzelnen Fahren zu Ärzten (stehen in der Rechnung als Behandlungsdatum dabei) in der Steuer berücksichtigt werden können.
Alles händisch eintragen nach keinen Sinn.
Bevor die Frage aufkommt wie wir unsere Arztrechnungen finanzieren: Wir haben ein extra Beihilfekonto bei der Bank. Darüber werden alle Arztrechnungen gezahlt. Ich warte stumpf bis die Beihilfe gezahlt hat, aber ich habe auch eine tolle Sachbearbeiterin in der Bezirksregierung. Eigentlich müssen wir extrem selten länger 25 Tage auf die Beihilfe warten. Alle paar Jahre, wenn das Beihilfekonto leer ist, kommen einfach 2.000 Euro aus der Steuerrückzahlung drauf. Zweimal mussten wir bisher Arztrechnungen vom normalen Konto zahlen, weil die Beihilfe doch länger dauerte. Da wir dann später das Geld vom Beihilfekonto wieder zurück auf das normale Bankkonto überwiesen. So haben wir die Kosten im Blick und es belastet nicht unsere normalen Geldgeschäfte.