Beiträge von Einer

    Ich bin A14 am BK in NRW und wenn irgendwann mal Düsseldorf auf die Idee kommt "A14 für alle am BK" dann ist das der letzte Tag an dem ich meine Mehraufgaben ausführe. Wer mehr Aufgaben übernimmt MUSS auch mehr entlohnt werden und zwar nicht mir irgendwelchen Entlastungsstunden.

    Aber trotzdem bin ich absolut gegen A13 für alle. Für Lehrer an Grundschulen passt das nicht

    Ich halte mich an einen einfachen Ablauf bei meinen Klassen am BK.

    • Ich frage die Schüler ob sie eine Fahrt machen möchten. Dabei nenne ich zwei oder drei Ziele meiner Wahl. Wenn mehr als 10 % der Schüler keine Fahrt machen wollen machen wir keine Fahrt.
    • Dann werden die Eltern gefragt unter Nennung der gleichen Ziele. Kostenrahmen ist an unserer Schule festgelegt (max. 400 Euro). Lehnen mehr als 10 % der Eltern ab, wird keine Fahrt gemacht.
    • Dann beginnt ich mit der Planung und sammele das Geld ein.
    • Gebucht wird erst wenn 90 % gezahlt haben.

      Bei Anbietern schließe ich immer eine Reiserücktritt ab. Wenn es keinen Anbieter gibt lasse ich die Eltern vorher unterschreiben, dass es bei Nicht-Teilnahme kein Geld zurückgibt. Die Fahrt ist für x-Schüler kalkuliert und wenn nun weniger Schüler mitfahren erhöhen sich die Kosten für alle anderen. Das ist nicht fair und führt nur zu Unsicherheiten. Nach der Fahrt erfolgt eine Abrechnung und überschüssiges Geld wird ausgezahlt.

      Auf diese Weise bleibe ich nicht auf Kosten sitzen und es ist für alle Schüler und Eltern transparent.

    Ich finde die Gründe dafür, dass Klassenfahrten unbedingt Pflicht sein müssen, ehrlich gesagt nicht besonders überzeugend. Man kann auch freiwillige Schulfahrten anbieten, die dann je nach Interessenslage entweder wahrgenommen werden oder nicht. Da fahren dann sowohl Lehrer als auch Schüler mit, die das wollen und auch Spaß an der Sache haben.

    Wir sollten als Gesellschaft grundsätzlich besser aufpassen, wo wir die Grenze ziehen was Pflicht ist und was nicht und das was Pflicht ist dann auch wirklich durchsetzen und nicht irgendwie drum herum eiern und am Ende es doch irgendwie tolerieren, wenn Wege um die Pflicht herum gesucht und gefunden werden, denn so untergräbt man das Gemeinwesen ebenfalls.

    Immer wieder wird von Elter, Medien und Gesellschaft angemahnt, dass Schule auch persönliche Kompetenzen fördern soll und Klassenfahrten bieten dafür die besten Gelegenheiten.

    Laut Auskunft der SL kümmert sich auch die BR nicht wirklich um das Problem, so dass es allmählich droht, als Werkzeug völlig leerzulaufen...

    Wenn ich als Lehrer eine Nicht-Teilnahme nur akzeptieren kann/darf/muss, wenn ein Attest vorliegt, dann ist es ein Problem der Eltern und nicht mein Problem. Können sie ein Attest vorlegen ist alles klar, der Schüler darf/kann/muss nicht mitfahren. Können sie kein Attest vorlegen ist auch alles klar, der Schüler darf/kann/muss mitfahren. Ist doch eine klare Sache. Welche Diskussion die Eltern mit ihrem Hausarzt führen, ist nicht mein Problem. Und ich mache es auch nicht zu meinem Problem.

    Die Forderung nach einem Attest stößt inzwischen meist an die Grenze, dass Praxen sich zunehmend wegen bürokratischer Überlastung grundsätzlich weigern, welche auszustellen.

    Die Überlastung der Arztpraxen ist aber nicht mein Problem als Klassenlehrer, sondern das Problem der Eltern, die ein Attest benötigen. Deshalb kümmere ich mich um fies Problem nicht.

    Es ist schwer zu glauben. Man hat studiert und eine Masterarbeit geschrieben und dachte es war mordsmäßig viel Stress. Dann kommt das Ref, damals bei mir noch mit schriftlicher Abschlussarbeit, und man dachte das war der Oberhammer an Stress - mehr geht einfach nicht.

    Und dann kommt das erste Jahr. Bei mir neue Schule in anderer Stadt (weit weg von Frau und Kindern), und man weiß nicht mehr wo oben und unten ist.

    Also eine völlig "normale" Erfahrung. Nimm nicht alles so ernst wie es scheint. In unserem Job stirbt niemand bei einer "falschen" (besser: anderen) Entscheidung. Achte auf genügend Auszeiten! Mit aus meine ich wirklich ausschalten von eMail, Handy und Läppi!

    Haben wir wieder nichts was noch wichtiger ist als Bundesjugendspiele? Sind alle echten Probleme in Schule schon gelöst und ich habe es verpasst? So ein Mist. Bitte bringt mich schnell auf den neusten Stand. Wie viel Lehrer werden eingestellt? Teamteaching in 25er-Klassem oder durchgehend 15er-Klassen? Sind die Klimaanlagen im September schon eingebaut? Die Büros für jeden Lehrer dann auch fertig eingerichtet?

    Aus meiner Sicht bietest du den Unternehmen folgende Dinge an:

    • perfekte Englischkenntnisse in Wort und Schrift.
    • Durch das Studium hast du bewiesen, dass du belastbar bist und dir schnell Wissen/Kenntnisse aneignen kannst

    Das ist nicht nichts! Aber damit in der Wirtschaft ein Einkommen zu generieren, was dem Lehramt entspricht, ist schwer. Lehramt Gym heißt immerhin mindestens A13. In NRW also ein Einstieg mit ca. 5.300 Euro + eventuell Familienzulage.

    Bevor ich an deiner Stelle nun weiter irgendwelche Kurse mache, würde ich erstmal versuchen mit den oben genannten Punkten bei mittleren Unternehmen zu landen. Große Unternehmen haben häufig feste Strukturen. Mittlere Unternehmen (< 500/600 Angestellte) sind da noch nicht so steif.

    Du bietet den Unternehmen natürlich auch deine Persönlichkeit an. Damit kann man auch sehr viel machen.

    Hast du mal über einen Wechsel an berufliche Schulen gedacht?

    Der Lehrer hat ebenso gereinigt. Also ist es keine Strafe sondern Herstellung des vorherigen Zustandes. Die Schüler lernen aus Konsequenzen. Man kann ruhig Scheiße bauen, aber man muss es auch wegräumen.

    Wenn die Schüler mit dem Ball eine Scheibe zerschossen hätten, hätten sie auch die Scherben wegräumen müssen.

    Mein Sohn musste (vor 20 Jahren) auch mit seinen Mitschülern die Toilette mit Wasser ausspritzen und flitschen, weil irgendwer von ihnen sehr schlecht zielen konnte. Obwohl über die Hälfte Lehrerkonder waren, hat sich nicht ein Elternteil beschwert. Verhalten hat Konsequenzen.

    Nette Kollegen, die ich immer ansprechen kann. Wir helfen uns gegenseitig. Hören uns unser Gemecker über Schüler an. Helfen uns mit Material oder Klassenarbeiten aus. Teilen Wissen und Tipps. Können immer Fragen stellen bei Problemen.

    Mit den Kollegen macht Schule richtig Spaß

    Hallo,

    Hat zufällig jemand Erfahrungen mit der Freischaltung von Single Sign-on für WebUntis bei MS Office 365?

    Zur Situation: Ich bin bei uns WebUntis-Admin und möchte gerne das sich unsere Schüler zusätzlich zum WebUntis-Login bei WebUntis auch mit ihrem Office 365-Lopgin anmelden können. Die entsprechenden Userdaten sind bereits bei WebUntis hinterlegt. Es scheint aber eine Fehlermeldung, dass bei Office 365 etwas freigegeben werden muss. Der WebUntis-Support konnte mir erklären welche Bedeutung die Meldung hat. WebUntis benötigt quasi bei Office 365 die Berechtigung Userdaten abzufragen. Dies Recht muss in Office 365 explizit für WebUntis eingetragen werden. Ansonsten könnte ja jede Anwendung einfach Userdaten an Office 365 schicken bis einmal korrekte Daten dabei sind. Wenn dies Recht nicht eingetragen ist, werden entsprechende Abfragen nicht beachtet. Wenn das Recht eingetragen ist, prüft Office 365 ob die angebotenen Userdaten korrekt sind.

    Wo und wie dies Recht im Office 365 Admin-Center eingetragen wird konnte der WebUntis-Support auch nicht sagen.

    Kennt sich da zufällig jemand aus?

    Ich habe außerdem einige Rückmeldungen bekommen, dass manche Eltern schon das Anmelden bei WebUntis und das Prüfen der Nachrichten vom Lehrer als Hürde empfinden. Meine Idee wäre daher: QR-Code -> sofortige Unterschrift -> kommt ab Lehrer unterschrieben. Eventuell später auch eine kurze Zusammenfassung und Übersetzung des Elternbriefes für beschäftigte Eltern bzw. Eltern mit Migrationshintergrund.

    Das Ziel ist dabei, den administrativen Aufwand für Lehrkräfte zu verringern – nicht durch „mehr Digitalisierung“, sondern durch eine Vereinfachung der Prozesse für alle Seiten. Das hat für mich oberste Priorität.

    QR-Code auf den Papierbrief ändert nichts an der mehr oder weniger vorhandenen Zuverlässigkeit der Schüler diesen Brief abzuliefern. QR-Code ändert auf Papier ändert auch nichts an den Verständnisproblemen.

    Egal wie man es dreht und wendet - Elternbriefe sind immer eine Zusatzbelastung. Und diese Belastung wird minimiert durch Papier: Ich gebe Papierbriefe aus und Frage in den folgenden Tagen nach dem Rücklauf. Dafür habe ich eine Papierliste zum ankreuzen. Und fertig. Ich bin Informatiker und mache nahezu alles was geht digital, aber hier macht es keinen Sinn. Papier ist einfach einfacher und schneller

    Wieder jemand, der meint er könne das Rad neu erfinden und hier mit Umfragen nervt.

    Mal anders: Wenn du meinst mit deiner Idee kannst ein gutes Ding erstellen, dann mach es einfach. Rückläufer verwalten ist keine Raketenwissenschaft. Wenn dein Ding gut ist wird es genutzt, wenn nicht dann nicht. Dafür zahlen wird niemand. Ich als nutzende Lehrkraft zahle mit Sicherheit nicht. Das eine ganze Schule ein Progrämmchen einführt, was irgendjemand in den Ferien mal so gebastelt hat, wird auch nicht stattfinden. Was sollte man auch zahlen? 10 Cent pro Elternbrief? 1 Euro pro Lehrer? Alles keine Summen von denen irgendwer leben kann.

    Mach es oder lass es.

    Ich bin an einem Berufskolleg. Mit der Grundschule wäre ich gnadenlos überfordert. Diese kleinen Zwerge sind laut und wild und bringen auch Probleme von Zuhause mit. Das könnte ich nicht von mir fernhalten. Das würde mich zu sehr mitnehmen.

    An einer Sek. I hätte ich keinen Spaß. Die sind dumm, frech und stinken. Nein, danke.

    In der Sek. II am Gym wäre ich nicht glücklich. Lauter Kollegen in ihrem Elfenbeinturm, die nie etwas anderes als Schule gesehen haben. Vielleicht haben sie mal ein Praktikum oder Ferienjob in einem echten Unternehmen gemacht, aber haben nie das echte Arbeitsleben kennengelernt. Halten die Schule und das Abi für das wichtigste im Leben. Würde mich echt ankotzen.

    Am Berufskolleg bin ich glücklich. Die Schüler haben auch ihre Probleme und ich helfe ihnen dabei. Aber es sind ihre Probleme. Viele Schüler wissen noch nicht in welche Richtung ihr Leben gehen soll. Einige sind schon sehr geplant. Ich mache die Probleme der Schüler nicht zu meinen, weil die Schüler fast erwachsen sind. Viele Schüler sind erwachsen und mit denen kann/muss/darf ich auch so reden und sie auch so behandeln. Nicht selten haben diese Schüler auch schon Frau und Kinder. Die Kollegen haben alle eine richtige Ausbildung und fast immer Berufserfahrung in ihrem Ursprungsberuf. Die wissen, dass es ein Berufsleben ausserhalb der Schule gibt und die wissen auch, dass von unseren Entscheidungen kein Leben abhängt. Wir beeinflussen natürlich unsere Schüler, aber niemand stirbt bei einer falschen Entscheidung; kein Kunde springt ab und kein Unternehmen muss Insolvenz anmelden.

    Ich wäre also aus meiner Sicht für alle anderen Schulformen, außer dem Berufskolleg, absolut ungeeignet.


    P.S.: Bestimmt sind einige meiner Annahmen ein "kleines" bißchen von Vorurteilen geprägt. Ich möchte aber grundsätzlich niemanden beleidigen. Bitte nicht alles ernst nehmen. Es geht ja nur um die Gründe der eigenen Schulwahl und diese Gründe sind stark subjektiv.

    Für mich ist die Vorstellung einer Zeilzeit-Schulleitung völlig undenkbar. Schlicht und einfach wegen dem Bild nach Außen.

    Schulleitung ist ein Job mit viel Arbeit und großer Verantwortung. Den Gedanken den Job in TZ zu machen finde ich absurd. Auch wenn es rechtlich OK wäre, verbietet es sich einfach. SL geht nur in Vollzeit. Wenn jemand TZ machen möchte kann er/sie keine TZ arbeiten und sollte diese Stelle auch nicht besetzen.

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