Hat nichts mit der ADO zu tun, aber durchaus mit dem Thema.
Uns wurde in der Lehrerkonferenz eröffnet, dass Unterrichtsstunden von Klassen im Praktikum ab diesem Schuljahr Ausfallstunden sind, die dann nachgearbeitet werden müssen. Eine Anrechnung von Praktikumsaufgaben wie Betreuung bei der Suche nach einem Platz, während des Praktikums und dann die Kontrolle der Praktikumsaufgabe erfolgt künftig nicht mehr, da das ein sonstiges Dienstgeschäft sei. Heißt also, wer viele Praktikanten betreut, darf viel nacharbeiten, aber eben auch viel Zeit in die Betreuung stecken. Das ist auch unfassbar.
Soweit ich weiß sind alle Stunden, die entfallen, weil die Schule den Unterricht so plant, wie sie ihn plant keine Ausfallstunden. Beispiel: Die Schule legt die Termine für Abschlussprüfungen fest und wann die Abschlussklassen nicht mehr in der Schule sind. Dadurch fällt natürlich Unterricht aus. Diesen Ausfall hast du als Lehrer aber nicht zu verantworten, sondern die Schule. Also darf so etwas nicht als Ausfallstunde gezählt werden. Leider habe ich dazu keine Quelle. Es stand irgendwann mal in dem Heftchen vom VLW.
Bei Praktikum ist es meiner Meinung nach genauso. Die Schule/Bildungsgangkonferenz legt den Termin fest. Die Grundlage für das Praktikum kommt aus dem Lehrplan/Bildungsplan, also aus dem Ministerium. Damit bist du als Lehrer völlig raus aus den Entscheidungen.
Außerdem bietest du doch deine Arbeitskraft an. Der Stundenplaner könnte dich doch in dieser Zeit für Vertretungen einsetzen. Das es in dieser Zeit mehr Vertretungslehrer als Vertretungsstunden gibt ist auch nicht dein Problem.
Wenn ich mal für mich überlege: Bei mir sind durch das 3-wöchige Praktikum im letzten Schuljahr ca 60 Stunden ausgefallen. Ich hätte also ein Minus von ca. 1,5 Wochenstunden. In diesem Jahr werden es ca. 40 Stunden ausfallen aufgrund des Praktikums. Wodurch auch wieder eine Wochenstunde im Soll steht.
Ich würde einfach mal beim Personalrat anfragen.