Beiträge von treasure

    Bei mir ist das Zauberwort "Balance".

    Work-Life-Balance ist zwar schon fast ein Unwort, aber ich meine auch eher die seelische Balance. Wenn in dir ein Defizit entsteht, saugt sich das drinnen fest und es geht dir immer schlechter. Wenn dieses Defizit mit deiner Schule zusammenhängt, kannst du schauen, welche Bereiche änderbar sind und welche nicht. Das, was änderbar ist, angehen, das, was nicht änderbar ist, akzeptieren.

    Zudem das eigene sonstige Leben durchgucken, ob du für dich selbst und in dir gut balanciert bist. Fühlst du dich glücklich? Kannst du Situationen und Momente herstellen, die dich glücklich machen?

    Ich hole mir aus jedem kleine positiven "Pups" Motivation, egal, ob in der Schule oder im Alltag. Alles, was irgendwie in den Positiv-Eimer kann, kommt da rein. Das stärkt die Batterie. Wenn du dich in dir drin gut fühlst, gehen auch unangenehmere Sachen oder nervende Sachen besser. Wenn die Batterie leer ist, ist das schwer.

    Zudem ist die eigene Stärkung für mich persönlich wichtig. Wo stehe ich? Will ich da stehen? Wenn ja, supi, wenn nein, was muss ich ändern, damit es mir gut geht? Dinge, die mir querschlagen, gehe ich an und ich entledige mich auch der Menschen, der Situationen, die mir nicht gut tun. Wenn dir Schule insgesamt nicht gut tut, fände ich es wichtig, genau drauf zu schauen, WAS dir nicht gut tut. Es zu benennen und klar auf den Tisch zu legen, hilft der Beseitigung. Das, was man kennt und fassen kann, ist leichter zu verabschieden.

    Weißt du denn, was genau dich so in diese Aufgeb-Laune versetzt?

    Ein allgemeines "die Belastungen nehmen zu" hilft ja nicht wirklich. Welche denn? Was stört dich so, dass es weg muss? Was kannst du ertragen, wenn es dafür positive Gegenströme gibt, die du nutzen kannst? Und was macht dich glücklich, so dass du diese Bereiche verstärken kannst?

    Aber ist das nicht sowieso logisch, dass die Auslagerung von Eigenleistung zur Schwächung ebendieser führt?

    Ich denke nur ans Navi. Früher Kartenlesen, gesehen, was wo ist, Himmelsrichtungen gewusst, zuordnen können, gesehen, was noch an Städten und Gebieten rund um das Ziel ist...heute "Strich nach oben mit Pfeil dran und im rechten Moment ne Abbiegehilfe."

    Oder sowas wie:

    Fährt man in Paris oder in Wien nur Metro und steigt an den Sehenswürdigkeiten aus, hat man danach kein gescheites Bild der Stadt. Erläuft man sie sich, erschließt sich plötzlich alles viel mehr und man lernt Gesamtzusammenhänge.

    Muss sich der eigene Kopf nicht mehr so anstrengen, sondern kriegt's vorgesetzt...wie soll er's lernen? Ist wie beim Kochen.

    Wofür nutze ich Lehrer-iPads...

    Irgendjemand schrieb "ipads sind für mich irgendwie komische Geräte" oder so ähnlich.

    Genauso geht es mir auch.

    Ich nutze sie total ungerne, habe eins, nie benutzt...ich hätte lieber gerne einen kleinen Laptop, den ich an jede unserer Tafeln anstöpseln könnte, statt mit dauernden Registrierungsanfragen überhäuft zu werden, wie das bei Kolleginnen und Kollegen der Fall ist. Wenn ich zuschaue, wie lange es dauert, zB ein Bild eines Textes vom iPad auf die Tafel zu übertragen, nur damit ein Kind das dann mit einem e-Pen farbig unterstreichen kann, hab ich das derweil angeschrieben und die Kinder abgeschrieben.

    Auch Schüler-iPads halte ich persönlich für nicht zielführend. Die Kinder gucken eh schon zu viel auf Bildschirme.

    Ich bin nicht gegen Digitalisierung, habe meine Unterrichtsvorbereitungen weitestgehend digital auf dem Rechner (erspart Regale im Büro), aber meiner Wahrnehmung nach digitalisiert sich das Leben der Kinder schon im Alter von zwei Jahren, wogegen sie auch mit 8/9 Jahren immer noch nicht gescheit mit der Hand schreiben können. In der Grundschule lernen sie die Basics, sowohl fachlich als auch methodisch. In allem werden die Grundlagen gelegt, natürlich auch digital, dafür machen wir den Computerführerschein, eine Einheit, in dem die Kinder den Umgang mit dem PC erlernen und Basiswissen erlangen (von Arbeiten mit Word und Paint bis zum Erstellen von Ordnern, Abspeichern derselben, Abspeichern von Dateien in den Ordnern etc., dazu das Internet-ABC mit den Fachworten und dem Umgang damit), aber sonst finde ich es unglaublich wichtig, dass die Kinder das ursprüngliche Lesen und Schreiben erlernen. Umgang mit nem Tablet haben sie schon viel früher - und das durch die Bank. Und ja, es gibt Kinder, die davor bewahrt werden, während andere schon im Kindergartenalter behend damit umgehen, daher ist bei iPad-Nutzung eine größere Schere als sonst.

    Zudem ist das Schreiben mit Pencil auf diesen Pads so unglaublich mühsam...es fehlt jegliche Haptik eines Stiftes, der über Papier fährt, zudem braucht die Software immer ewig, die Linien auch wirklich gut abzubilden, die gezeichnet, gemalt oder geschrieben wurden. Nervt mich bei Pads als auch beim Smart-Board. Ich nutze bei unseren Smart-Boards zum Schreiben kein Programm mit e-Stift, sondern die beiden White-Board-Außenseiten. Geht schneller, sieht besser aus und ich stehe nicht viel zu nah an einem Bildschirm. Mag sein, dass es ein wenig mehr Müll produziert - wobei wir so spezielle Wachsmalstifte haben, die toll schreiben, gut abwaschbar sind und nachfüllbar - aber für die Kinder ist die Erfahrung des wahrhaftigen Schreibens total wichtig - und auch wenn es Spaß macht, irgenwelche interaktiven Bildchen zu schieben oder Grafiken anzuklicken, die sich dann bewegen...oder ein mechanisches "gut gemacht!" erklingt.

    Ab und an mache ich mit der ganzen Klasse solche Sachen am Smartboard, dann schieben sie da fröhlich hin und her...und sonst schreiben sie, malen sie, zeichnen sie - und ich mache das auch so. Wenn ich nur von Erwachsenen höre: "Meine Handschrift ist ne Katastrophe, ich schreibe seit sooo langer Zeit überhaupt nix mehr per Hand, sondern nur noch am Tablet/Handy/PC...", dann ist das für mich echt traurig zu hören.

    Daher meine persönliche Ansicht: Lehrer-iPad für mich weg, Schüler-iPads nur für Sonderaktionen und sonst Fokussieren lernen auf das, das vor einem liegt.

    Ich glaube, für Schulleitungen ist es manchmal schwer, eine Rolle zu finden, was Teil oder nicht Teil des Kollegiums zu sein anbelangt.

    Absolute Zustimmung. Und das IST auch echt schwer. Ich sehe es bei unserer. Sie möchte schon irgendwie nah bleiben und ansprechbar, muss dann aber in bestimmten Situationen auf die Glocke hauen...und das ist mit Sicherheit echt ein Balance-Akt, der, so denke ich mir das jedenfalls, auch misslingen kann, ist bei uns auch so ab und an. Das fühlt sich dann schnell unprofessionell an, wenn man erst die Wahrnehmung "gleiche Ebene - du kannst mit mir reden/ich stelle mich mal zur Kaffeegruppe dazu" hat und danach mit der SL-Ebene konfrontiert wird. Ist aber echt verzeihbar, weil die Grenzen so verschwimmen. Unsere SL ist zumindest in einem Vier-Augen-Gespräch dann recht offen, wenn man das anspricht.

    Ich denke, die Aufgabe liegt auf beiden Seiten, damit das gelingt.

    Die SL sollte Erreichbarkeit signalisieren und es ist mit Sicherheit nichts gegen persönliche Gespräche, Kaffeepausengequatsche oder sonstiges einzuwenden. Dies sollte sie aber dann trennen vom Amt (also wenn das stimmt, dass sie aus Kaffeepausengesprächen Gründe und neue Ideen unkommuniziert für Schul-Infos zieht, die dann diese Themen betreffen). Natürlich kann das LZ nicht "amtsfreie Zone" sein, denn das, was man hört, arbeitet in einem ja weiter.

    Das Kollegium tut daher gut daran, das, was die SL eben nicht unbedingt mitkriegen soll, nicht groß zum Thema zu machen, wenn diese in der Nähe ist und Problematiken oder anderes dann eben in kleinerem Kreis zu besprechen. Ist doch logisch, dass gehörte Themen den eigenen Denkapparat anschmeißen können.

    Ich für mich finde es besser, eine SL zu haben, die in den Pausen auch mal sichtbar ist, mit einen Kaffee trinkt und sich gern in Gespräche einbringt oder Gesprächsbereitschaft signalisiert als eine, die man nie sieht.

    Da ich auch Fotografin bin, sollte mein Handy auch einiges können.

    Nach einigem Hin und Her hatte ich mich für das S23 Ultra entschieden. Das S24 Ultra ist natürlich noch besser, aber auch um einiges teurer als das 23er. Falls du die nötige Kohle hast, klarer Rat zum S24 Ultra. Aber ich bin mit dem S23 Ultra auch extrem zufrieden und freue mich, was das kann. Besonders schön ist der Portrait-Modus, der sehr sauber das Objekt zusätzlich freistellt. Echt alle Achtung.


    Natürlich ist nichts vergleichbar mit einer Systemkamera mit darauf angepassten Objektiven, aber für ein Handy bin ich echt ziemlich begeistert, was das kann.


    Solltest du noch mehr Spielereien wollen, ist das Google Pixel 9 pro auch ein Anwärter. Die Linsen sollen auch sehr gut sein. Preislich geben sich die alle nix.

    Ja das hoffe ich auch. Ihm wurden im November schon mal 8 Zähne gezogen. Jetzt hat er auf einer Seite nur noch einen. Die Ärztin versteht nicht wieso es nur die Zähne auf einer Seite sind. Der kleine ist erst 8, also ja er hat noch viele Jahre vor sich.

    Nein Anzeichen für Schmerzen hat man nicht gesehen. Er hat wahrscheinlich die Seite mit den schlechten Zähnen einfach nicht mehr benutzt. Der Mundgeruch wurde aber schlimmer.

    Ja, ätzend für ein Tier, wenn einfach Keimbefall vorherrscht, der kaum eindämmbar ist. Es gibt einfach leider solche Exemplare.

    Meine Hündin war ein totaler Mix (alle möglichen Sorten Terrier), also keine Zucht und hatte das Problem trotzdem. Wir mussten ihr sogar zwei ihrer Reißzähne ziehen lassen, so dass sie danach immer etwas schlecht gelaunt aussah. Sie war immer ein total fröhlicher Hund und außer der Anpassung des Fressens, weil das Kauen immer schwieriger wurde, gab es keinerlei Einschränkungen. Das Zahnfleisch verhärtete sich dann auch.

    Ein wenig gälte es drauf zu achten, wenn sich das Maul durch das Fehlen der Zähne etwas verzieht, ob es Missverständnisse mit anderen Hunden gibt, weil sie es als Fletschen auffassen. In der Regel gleichen die Hunde das aber durch Körpersprache aus, so bei meiner jedenfalls.

    Wir sind dann wirklich alle Vierteljahr zum Zahnsteinwegmachen und Säubern des Mundraumes gegangen, das hat es ganz gut eingedämmt und sie hat wenigstens nicht all ihre Zähne verloren.

    Alles Gute für deinen Lütten!

    Sieht alles megagut aus! Die kleinen Änderungen sind leicht einzugewöhnen, das sollte kein Problem sein, danke!

    Eine Frage, die ich habe, stelle ich hier:


    Man sieht nun einen "Daumenabdruck-Button" die komplette Zeit rechts unten. Das ist der Cookie-Präferenz-Button, habe ich festgestellt.

    Man stellt die Cookies ja einmal ein - muss der dann die ganze Zeit dort sein oder ist das noch etwas, das dann abgestellt wird? Er ist ja nicht dauerhaft nötig...

    Ansonsten sieht es toll aus!

    Lieb von euch.

    Das Tierchen war 17 (Kater) und ein sehr besonderes Familienmitglied meiner Partnerin. Einfach freundlich und sehr liebenswert.

    Weiß, mit ein paar schwarzen Fleckchen. Ich bin eigentlich total allergisch auf Katzen, aber wir hatten eine Vereinbarung. Ich bin nicht allergisch, dafür lieben wir uns heiß und innig. Hatte geklappt...

    Es war richtig, dass er gehen durfte und für ihn eine Erlösung (Leber und Nieren versagten), trotzdem fehlt er halt immens.

    Vielleicht wäre eine Ausbildung zum Fluglotsen was für dich?

    Weißt du, wie das Auswahlverfahren zur Fluglotsenausbildung ist? Auf einen Platz kommen sehr, sehr viele Runden, in denen die vielen Bewerber und Bewerberinnen ausgesiebt werden. Alle haben massig Grips und sind wirklich sehr gut... Und trotzdem schaffen es von allen nur ein oder zwei zur Ausbildung, mehr sind es nämlich pro Ausbildungsbeginn nicht...

    Vor allem wird das auszuhaltende Stresslevel geprüft, denn Fluglotsen werden zwar irre gut bezahlt, müssen aber manchmal in unglaublich haarigen Situationen die richtige Entscheidung selbständig treffen, von der auch Leben abhängen.

    Nach dem, was ich hier gelesen habe, klar NICHT zu empfehlen...

    Du hast sehr klar festgestellt, wo deine Schwächen liegen.

    Wo liegen denn deine STÄRKEN?

    Das, das du beschreibst, klingt irgendwie etwas durcheinander...viele Ideen der Jobs vor allem, aber was kann wirklich sinnhaft durchgehalten werden? Es ist ja nicht nur die Ausbildung, du arbeitest danach noch viele Jahre in dem Job, daher sollte er dir auf jeden Fall irgendwas geben, somit wäre die Suche nach den Stärken das Erste, das ich angehen würde.

    Was kannst du? Worin bist du gut? Mathe Leistungskurs und Mathe-Studium habe ich jetzt gelesen. Ist Mathematik etwas, das dich wirklich interessiert? Welche Möglichkeiten hättest du da? Was sonst noch liegt in den Bereichen, in denen du deine eigenen Stärken siehst? Wenn das klarer ist, kann man sich vielleicht auch eher was vorstellen. Anscheinend bist du im Theoretischen eindeutig besser als im Praktischen, vielleicht also eher Forschungsbereiche? Es gibt auch total viele Branchen, die Mathematiker brauchen, keine Ahnung, ob da was für dich dabei wäre oder du dich in anderen Sparten siehst. Da wäre halt ein Rundumschlag im Punkt Informationen einholen sehr sinnvoll.


    Viel Erfolg!

    Ich habe gerade kürzlich gelesen, dass die Jugend Tiktok (!) als Suchmaschine nutzt... um die 40% aller Jugendlichen nutzen Google nicht mehr, sondern Tiktok...TIKTOK...aber ich muss ja vieles nicht verstehen.

    Ich danke für den Duck-Tipp, da schaue ich mich mal um, für Amazon sehe tatsächlich auch ich keine Alternative bisher, außer mit viel Zeitinvestition die Sachen von verschiedenen Verkäufer*innen zu kriegen... Bei social medias war ich insgesamt noch nie, von daher ist das für mich kein Verlust.

    Whatsapp muss ich nutzen, weil fast alle meine Klavier-Schülerinnen und -Schüler noch und ausschließlich Whatsapp haben, für alle anderen Kontakte nutze ich Signal.

    Und glaubt nicht, dass Threema oder Signal SO wesentlich verschlüsselter oder sicherer sind...vielleicht einen Bruchteil, aber nicht wesentlich. Es gab mal eine Reportage, in der Whatsapp, Threema, Signal gegeneinander getestet wurden. Die Unterschiede waren SEHR gering, Signal gewann damals aber mit leichtem Vorsprung. Telegram wurde (und da musste ich herzlich lachen) nicht mit hineingenommen, drängte sich während der Reportage als Logo immer wieder mit dazwischen und wurde immer wieder klar rausgeworfen (Nein, Telegram, DU nicht!). :D ZU RECHT.

    Worst Case: Klassenfahrt UND 1.4. gestern.

    Ich habe mit meinen vorher einfach abgesprochen, was ein Aprilscherz dürfen darf und was eher nicht.

    Etwas, das lustig endet und für beide ok ist, ist ok. Etwas, das einen dumm dastehen lässt, verletzt oder verschreckt, ist nicht ok.

    Ein Beispiel brachte ich aus meiner Familie:

    Mein Vater rannte damals, als ich so drei Jahre alt war, zu meiner Mutter und schrie: "das Kind hat sich die Vorderzähne ausgehauen!!!"

    Meine Mutter rannte völlig panisch und weinend hoch...und ich spielte total in Ruhe auf dem Boden.

    Die Kinder haben alle sofort kapiert, dass das NICHT lustig war. Es blieb dann bei "Frau L., guck mal, ein Specht!!!" - und natürlich habe ich mich beim Anblick des total grinsenden Gesichtes gespielt überrascht umgedreht, um den Spaß mitzumachen.

    In älteren Klassen kann das sicher mal anders ausgehen, weil die Wahrnehmung, was witzig ist, doch noch stark variiert...die Kleinen sind da eher harmloser drauf und machen es nur verbal.

    Als es noch Kreidetafeln gab, hatte ich mal ein Stück Schaumstoff-Kreide, die sehr echt aussah. Wir legten sie hin und weideten uns an dem "ÄÄÄÄÄHHHHH!!!!" und dem panischen Fallenlassen der meisten Lehrkräfte, weil sie natürlich so eine Konsistenz der Kreide nicht erwarteten. Das war aber alles, das wir uns erlaubten und die meisten fanden es auch ganz witzig. Schlimmer traf es einen anderen, der zur Tür reinkam, auf der ein Eimer stand. Und genau deshalb rede ich einfach mit den Meinigen vorher über die ART der Scherze.

    Am Anfang ist es wirklich anstrengend. Für mich war es wirklich erst mal total hart.

    Ich kannte kein einziges Kind (normal) und stand vor mehreren völlig fremden Klassen, ohne eine Ahnung von ihrer Dynamik etc. Dazu noch ohne Erfahrung. Dann setzte der eigene Hang zur Perfektion ein, ich stand dauernd selbst neben mir und kritisierte mich tot...ich konnte nicht alle Kinder in den Fokus nehmen, war nicht in der Lage, alle Kinder zu erfassen, habe es aber versucht...und war nach einem Arbeitstag so erledigt, dass ich zu Hause heulend an die Wand starrte. :D So war mein Anfang ohne Erfahrung.

    Das gibt sich aber.

    Meine Wahrnehmung und Erfahrung: die erste Stunde keinen Unterricht machen, sondern die Kinder zusammen holen und erzählen lassen, kann spontanen Menschen helfen. Von sich, von den Ferien, verbunden mit ihren Namen. Sie auch dichbezüglich fragen lassen und humorvoll und ehrlich antworten. Das schafft Bindung und man kann den Fokus etwas beruhigen. So war es jedenfalls bei mir in den darauffolgenden Jahren.

    Wichtig ist, von Anfang an im folgenden Unterrichtsgeschehen eine freundliche Konsequenz zu zeigen und eine klare Sprache zu nutzen. Das hat mir geholfen, recht schnell mit den Kindern warm zu werden. Zusätzlich lerne ich immer die Namen an selben Tag des ersten Unterrichts, indem ich ihnen eine Aufgabe gebe (zB einen kleinen Ferien-Steckbrief, wenn sie gerade aus den Ferien kommen, was ja beim Lehrerwechsel am ehesten die Norm ist oder einen kleinen Kennenlern-Steckbrief über sich selbst), bei der sie am Platz arbeiten müssen. Vorher lasse ich Namenskärtchen basteln und aufstellen und dann lerne ich. Die Kinder wissen, wenn ich sie gerade "anstarre", lerne ich gerade ihren Namen. Danach dürfen sie die Namenskärtchen wegtun und mich "prüfen". Macht ihnen einen Heidenspaß und ich kann gleich noch erklären, dass ich als Lehrkraft NICHT fehlerbefreit bin. In der nächsten Stunde stellen sie die Kärtchen nochmals kurz hin, ich schaue nochmals drauf, dann weg, eine Runde Namen sagen von meiner Seite. Habe ich alles richtig, dürfen die Kinder den Platz tauschen. Große Gaudi, großes Gelächter, wenn ich falsch liege (was dann nur noch selten passiert) und dann wird gearbeitet und die Kinder wissen: "Mist...ich kann keinen Blödsinn machen, sie weiß schon, wie ich heiße" :D

    Diese Menge an Kindern kann am Anfang etwas einschüchtern. Und das darf es auch. Zur Not kann man es den Kindern sogar mitteilen, dass man freudig aufgeregt ist, weil das der erste Tag ist (bei Achtklässern wäre ich damit dann allerdings etwas vorsichtiger, die Oberstufe hat damit dann schon wieder kein Problem).

    Und wichtig: wirklich, es gibt sich. Also keine Angst. =)

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