Beiträge von Magellan
-
-
Die Krux: nicht wenige Hochbegabten sitzen im gegliederten Schulsystem in der Hauptschule, weil nicht erkannt, nicht angepasst, nicht gefördert/gefordert.
Meinst du? Kann ich kaum glauben.
-
Im Bereich der Inklusion ist es ja auch nicht selten der Fall, dass Schüler*innen, zum Beispiel mit Förderschwerpunkt Lernen, so motiviert sind an Regelschulen, auch mal normale Noten zu bekommen, dass der Förderschwerpunkt aufgehoben werden kann und diese Schüler*innen einen ganz normalen Abschluss machen.
Ne, also, meine Kolleginnen, die in der Inklusion unterwegs sind, wissen genau, welche Kinder es auf der Grundschule packen und welche dort einfach verloren sind. Und die, die an der Grundschule verbleiben, bekommen auch keinen Förderbedarf Lernen attestiert.
Ein Förderschwerpunkt Lernen, mit erstelltem Gutachten inkl IQ-Test vergeht nicht mal eben schnell, wenn das Kind Bock auf Lernen hat.
Der IQ an sich ist veränderbar, richtig.
-
Da wir uns alle nicht vierteilen können, müssen wir uns immer fragen, was uns im Zweifelsfall als Gesellschaft mehr bringt, die Förderung leistungsschwacher Schüler oder die Forderung leistungsstarker Schüler.
Eine Gesellschaft, die nur die Leistungsstarken fördert, hat eh schon verloren.
Eine Gesellschaft bringt es weiter, wenn sie "Schwache" (for whatever this means, um King Charles zu zitieren) fördert.
-
Berliner Mauer?
-
Wo bist du denn pepe ?
-
-
-
-
meine Schüler
-
-
Vor allem ist es auch völlige Ressourcenverschwendung, 5 Kinder mit Förderbedarf Hören auf 5 verschiedene Schulen zu verteilen, statt diese an einer Schule zu bündeln, an der die von dir beschriebene Ausstattung und Lehrkräfte mit Expertise in Sachen Gebärdensprache vorzufinden sind. Und das in Zeiten knapper Kassen...
Wenn dein Kind gehörlos ist, gibst du es sicher auch gerne auf ein Internat...
PS Die beiden gehörlos geborenen Kinder in meinem Freundeskreis tragen beide seit kurz nach der Geburt ein cochlea-Implantat und gehen aufs örtliche Gymnasium.
-
An meiner Förderschule L (und e und s) werden keine lebenspraktischen Dinge unterrichtet. Wir lehren Schreiben, Rechnen, Lesen und die üblichen Fächer Kunst, Musik, Heimat- und Sachunterricht, ab Klasse 5 auch Kochen, wie an der Mittelschule, etc.
Fahrpläne lesen oder Blumen pflanzen gehört nicht dazu.
Unsere Schüler erleben es oft als Erleichterung, in ein passenderes Setting zu kommen, wo es kleinere Klassen, passend ausgebildete LK, Sozialpädagogen etc gibt.
Oft kommen unsere Schüler massiv frustriert von der Regelschule zu uns, wo wir sie "aufpäppeln".
Würden meine Schüler am der Regelschule sein, wüssten alle, dass sie am unteren Ende der kognitiven Leistung sind. So etwas frustriert.
Um "eine Schule für alle" zu haben, müsste man ... mehr Personal, anderes Personal, andre Räume, mehr Räume etc. Denke, das weiß jeder der anwesenden Lehrer hier selbst.
-
-
Lehrerausflug
-
-
-
Vor 10 Jahren, als das mit der Inklusion, bei uns angefangen war der Widerstand groß. Jetzt sieht das anders aus.
Ich bin Förderschullehrerin und ich habe noch niemanden sagen hören, dass die Inklusion (so, wie sie jetzt ist) Sinn macht.
Magst du mal schreiben, wo genau du deine Erfahrungen sammeln konntest?
-
Du denkst das vielleicht nicht

Aber ja, ich meine auch, dass ich damit manchmal etwas schnell bin.
Mit dem Leidtun: Ist wohl eher so, dass ich mich darüber ärgere und das ist mein persönliches Problem.
-
Hmjanein, ich finde es nicht richtig. Gerade aus Schülersicht.
Werbung