Beiträge von nichtmehrwirklich

    Hallo,

    ich habe mich hier neu angemeldet, um von euch vielleicht Informationen oder Solidarität bei meiner bevorstehenden Dienstunfähigkeit zu bekommen.

    Vorweg ganz kurz zur Info: Bin seit Jahren schon schwerbehindert, habe schon viele Jahre Psychotherapie hinter mir, auch Klinikaufenthalt, hatte die Strategie "Teilzeit hilft mir mich über Wasser zu halten", aber nun bin ich wegen heftiger Probleme (die ich nicht weiter konkretisieren möchte) seit mehreren Monaten krank geschrieben und werde wohl demnächst die Einladung zum Amtsarzt bekommen. Ursache meiner Krankheiten ist nicht nur die Schule.

    Das Ganze ist sehr belastend für mich, ich fühle mich als wäre ich gescheitert. Gleichzeitig komme ich immer mehr zu dem Schluss, dass es wohl richtig für mich sein könnte, die Dienstunfähigkeit zu akzeptieren. Dies zu äußern, scheint aber ein Tabu zu sein, in meinen Gesprächen mit Personalvertretern kam das nicht gut an. Darum schreibe ich euch hier in der Anonymität des Forums.

    Mit dem Versorgungsrechner (Niedersachsen) habe ich versucht, mir meine Bezüge im Ruhestand ausrechnen zu lassen. Da ich es sowieso gewohnt bin, nur Teilzeit bezahlt zu bekommen, scheint der dort errechnete Betrag für mich hoch genug zu sein, dass ich davon leben kann. (Ich hoffe so sehr, dass ich keine Fehler gemacht habe...!) Ich bin Mitte 50 und natürlich dankbar für meinen Beamtenstatus. (Noch ein Tabu bzw. das darf ich nirgends laut sagen, dann werde ich sofort wie ein Schmarotzer behandelt, der nur das System ausnutzt.)

    Nun meine Fragen an euch:

    Welche Konsequenzen hätte die Dienstunfähigkeit für mich? Gibt es dazu eine Übersicht? Ich meine mit "Konsequenzen" alle Folgen jenseits von "du kriegst weniger Geld und musst nicht arbeiten", oder anders gefragt: Was darf ich alles machen, wenn ich dienstunfähig geschrieben bin? Was darf ich nicht machen? (Ich gebe jetzt bewusst keine konkreten Beispiele an, um die Frage nicht darauf einzugrenzen.)

    Wie läuft das dann mit der späteren erneuten Überprüfung der Dienstfähigkeit? Wie lange dauert es wohl, bis ich wieder eingeladen werde? Und wieviel Druck wird da gemacht, dass ich wirklich wieder dienstfähig werden "muss"?

    Soweit erstmal, ich kann jetzt gerade nicht mehr... Wie macht ihr das denn alles innerlich mit euch aus? (Gefragt sind die, die vorzeitig dienstunfähig geworden sind. Laut Statistik muss es euch ja geben. Auch hier im Forum?) Habt ihr es irgendwann geschafft, eure Krankheit und Dienstunfähigkeit zu akzeptieren und guten Gewissens im Ruhestand weiter zu leben?

    Viele Grüße

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