Es gibt wohl kaum einen Job, der besser mit Kindern vereinbar ist als der der Lehrkraft.
Dem kann ich nur zum Teil zustimmen. Im Grunde finde ich den Job nur vermeintlich familienfreundlich. Meine Erfahrungen:
+ vorrangig Arbeiten am Vormittag, Arbeitszeit zum Teil flexibel
+ gute Bezahlung für Beamte
- Stundenplanwünsche der TZ Kräfte nicht umsetzbar („Nachmittags liegt nun mal die Oberstufenleiste.“ Da ist mit den Rechten auf nachmittags frei für TZ etwas witzlos.
- Nachmittagstermine durch Konferenzen
- Korrekturen in den Ferien, in denen bei uns die KiTa ebenso häufig geschlossen hat. Die muss ich dann irgendwie in der Schulzeit durchballern - dann, wenn die Kinder schlafen und ich müde bin.
- Bei kindkrank entfällt Unterricht - fühlt sich richtig doof an, auch wenn die KiTa geschlossen ist, muss immer mein Mann einspringen. Der ist mit Home Office nämlich wirklich flexibel
- Ausruhen nach sechs Stunden Tagen? No way. Nicht mal Zeit für Mittagessen. Lässt sich stundenplanerisch halt nicht verhindern…
Insgesamt muss ich sagen, dass bei uns vieles funktioniert eben weil ich Lehrerin bin, sprich nachmittags bin ich überwiegend für die Kinder da, Ferienschliesszeiten bin ich da. Dafür lasse ich aber auch gewaltig Federn.