Beiträge von Hall037

    Hallo zusammen,

    ich habe eine Frage im Hinblick auf meinen nächsten Unterrichtsbesuch im Fach Geschichte (11. Klasse, Thema: Französische Revolution – Sturm auf die Bastille).

    Meine Leitfrage für die Stunde lautet:
    „Der Sturm auf die Bastille – ein Tag zum Feiern?“

    Als Einstieg plane ich, zwei kontrastierende Bilddarstellungen zu zeigen:
    Eines stellt den Sturm auf die Bastille als brutales und gewaltsames Ereignis dar (mit verletzten bzw. getöteten Menschen), ein anderes zeigt eine eher positive, feierliche bzw. heroische Darstellung. Auf dieser Grundlage möchte ich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Problemfrage entwickeln.

    Ergänzend überlege ich, zwei kurze Zitate einzublenden und diese von den Lernenden zuordnen zu lassen:

    Zitat 1: „Der Sturm auf die Bastille wurde zu einem kraftvollen Symbol dafür, dass gewöhnliche Menschen politische Macht beanspruchen können.“
    Zitat 2: „Ein Nationalfeiertag, der auf einem blutigen Volksaufstand basiert, sollte nicht unkritisch gefeiert werden.“

    In der anschließenden Arbeitsphase sollen die Schülerinnen und Schüler arbeitsteilig in Tandems mit zwei zeitgenössischen Quellen arbeiten:
    – Quelle 1: Brief von Camille Desmoulins
    – Quelle 2: Bericht von Antoine de Rivarol

    Jeweils eine Person im Tandem bearbeitet eine Quelle, anschließend tauschen sich die Partner aus und vergleichen ihre Ergebnisse. Zur Strukturierung möchte ich eine Vergleichstabelle einsetzen. Bisher habe ich folgende Kategorien vorgesehen:
    • ⁠Bewertung des Sturms (positiv / negativ)
    • ⁠Legitimität der Gewalt bzw. des Handelns des Volkes

    Zur Sicherung plane ich, ausgewählte Tandems ihre Ergebnisse mithilfe der Dokumentenkamera vorstellen zu lassen. Daran anschließend soll – sofern es die Zeit erlaubt – eine Urteilsphase folgen mit der Frage:
    „Ist der Sturm auf die Bastille als Nationalfeiertag gerechtfertigt?“

    Die Schülerinnen und Schüler könnten ihre Argumente auf Post-its festhalten und diese an einer Argumentationslinie („Ja“ / „Nein“) positionieren und anschließend begründen.

    In vorangegangenen Stunden wurden bereits zentrale Ursachen der Revolution (z. B. Ständegesellschaft, Absolutismus, Ideen der Aufklärung, Finanzkrise) in Form einer Mindmap erarbeitet, auf die ich zu Beginn der Stunde kurz zurückgreifen würde.

    Meine offenen Fragen sind nun:

    ⁠Sind die gewählten Kategorien für die Quellenanalyse aus Ihrer Sicht sinnvoll und ausreichend oder sollte ich noch eine weitere Kategorie ergänzen (z. B. Bedeutung bzw. Symbolwirkung des Ereignisses)?
    • ⁠Wäre es didaktisch sinnvoll, zusätzlich eine dritte Quelle einzubringen, oder ist eine klare Gegenüberstellung von zwei Positionen eher zielführend?
    • ⁠Sollte ich im Hinblick auf die Leitfrage mit den Schülerinnen und Schülern zuvor Kriterien dafür entwickeln, was ein Nationalfeiertag leisten bzw. erfüllen muss, um anschließend ein begründetes Urteil zu ermöglichen?

    Ich freue mich sehr über Rückmeldungen und Anregungen.

    Vielen Dank :)


    Hallo zusammen,

    noch einmal vielen Dank für das ausführliche Feedback. Ich habe mir Ihre Hinweise zu Herzen genommen und meinen Stundenplan entsprechend überarbeitet.

    Wie vorgeschlagen, möchte ich nun das Thema „Sturm auf die Bastille – ein Tag zum Feiern?“ behandeln.
    Als Einstieg plane ich, zwei kontrastierende Bilder zu zeigen: eines, das den Sturm auf die Bastille als brutales und gewaltsames Ereignis darstellt (mit verletzten bzw. getöteten Menschen), und ein anderes, das eine eher positive und feierliche Darstellung zeigt.

    Auf dieser Grundlage möchte ich gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern die Problemfrage entwickeln. Ergänzend überlege ich, zwei Zitate einzublenden und diese von den Lernenden zuordnen zu lassen:

    Zitat 1: „Der Sturm auf die Bastille wurde zu einem kraftvollen Symbol dafür, dass gewöhnliche Menschen politische Macht beanspruchen können.“
    Zitat 2: „Ein Nationalfeiertag, der auf einem blutigen Volksaufstand basiert, sollte nicht unkritisch gefeiert werden.“

    In der anschließenden Arbeitsphase sollen die Schülerinnen und Schüler in Tandems mit zwei unterschiedlichen Quellen arbeiten:
    – Quelle 1: Brief von Camille Desmoulins
    – Quelle 2: Bericht von Antoine de Rivarol

    Jeweils eine Person liest eine Quelle, anschließend tauschen sich die Tandempartner aus. Dazu möchte ich eine Vergleichstabelle mit folgenden Kategorien einsetzen:

    • Bewertung des Sturms (positiv / negativ)
    • Legitimität der Gewalt
    • Bedeutung als nationales Symbol bzw. als möglicher Feiertag

    Unter den Kategorien sollen Leitfragen beantwortet und Textbelege gesammelt werden.

    Zur Sicherung plane ich, einige Tandems ihre Ergebnisse mithilfe der Dokumentenkamera vorstellen zu lassen. Falls noch Zeit bleibt, möchte ich eine Urteilsphase anschließen mit der Frage:
    „Ist der Sturm auf die Bastille als Nationalfeiertag gerechtfertigt?“

    Die Lernenden könnten ihre Argumente auf Post-its notieren und an einer Argumentationslinie („Ja“ / „Nein“) anbringen und anschließend begründen.

    Im Vorfeld der Stunde wurde bereits eine Mindmap zu den Ursachen der Revolution (Ständegesellschaft, Absolutismus, Aufklärung, Finanzkrise usw.) erarbeitet, auf die ich kurz zurückgreifen würde.

    Meine zentrale Frage ist nun:
    Sind die gewählten Kategorien für die Quellenarbeit sinnvoll und ausreichend, oder sollte ich noch eine weitere Kategorie ergänzen?

    Ich freue mich sehr über Rückmeldungen und Verbesserungsvorschläge.

    Vielen Dank und viele Grüße

    Hallo zusammen,

    ich bin Referendar*in und habe in zwei Wochen meinen Unterrichtsbesuch im Fach Geschichte (Klasse 11, Gymnasium) zur Französischen Revolution.
    Aktuell überarbeite ich meine Planung noch einmal grundlegend und bin mir total unsicher ob das alles so passt.

    Ich würde mich sehr über eure Einschätzungen freuen.

    Hinzu kommt, dass mir bis zum UB nur noch drei Unterrichtsstundenzur Vorbereitung bleiben.
    Diese Zeit möchte ich nutzen, um noch einmal stärker inhaltliche Tiefe aufzubauen.


    Geplante Struktur der Stunden vor dem UB:

    Zunächst möchte ich den Absolutismus noch einmal vertiefend aufgreifen, insbesondere im Spannungsfeld von Theorie und Praxis absoluter Herrschaft.
    Dabei plane ich auch einen Vergleich mit dem aufgeklärten Absolutismus in Preußen, um unterschiedliche Reformansätze herausarbeiten zu lassen.

    Darauf aufbauend möchte ich anschließend bereits zu den Ursachen der Französischen Revolution überleiten.
    In diesem Zusammenhang überlege ich, die Einberufung der Generalstände thematisch einzuführen und mit der Leitfrage zu arbeiten:
    „Ein Brief des Königs – eine Chance für das Volk?“
    Ziel wäre es, zunächst Erwartungen und Reformhoffnungen der Bevölkerung sichtbar zu machen.

    Idee für die UB-Stunde 45 MIn:

    Im Unterrichtsbesuch selbst plane ich, mit Auszügen aus den Cahiers de doléances zu arbeiten, um die unterschiedlichen politischen Interessen von Adel, Klerus und Drittem Stand herauszuarbeiten.
    Die Schüler*innen sollen arbeitsteilig Forderungen analysieren und anschließend vergleichen.

    Als mögliche Problemfrage denke ich derzeit an:
    1789: Reform oder Revolution – war die Krise der Monarchie noch lösbar?

    Am Ende der Stunde sollen die Lernenden ein historisches Urteil formulieren, z. B. indem sie die Reformchancen bzw. Konfliktintensität begründet einschätzen.

    Unsicherheiten:

    Wie kann ich einen problemorientierten Einstieg gestalten, der die Leitfrage der Stunde klar eröffnet?
    Ist eine klassische arbeitsteilige Gruppenarbeit (2 Gruppen) mit strukturierter Sicherung im Plenum sinnvoller als ein stärkerals ein Gruppenpuzzle?
    Alternativ überlege ich eine Urteilsphase über eine Argumentenwippe (z. B. auf Tablets) mit anschließendem Gallery Walk.
    Ist ein solches Setting im UB eher gewinnbringend oder methodisch zu riskant?
    Reicht es als Transferleistung, wenn die Schüler*innen aus den Forderungen der Stände auf die Stabilität bzw. Krise der Monarchie schließen?
    Sollte der Kompetenzschwerpunkt klar auf der historischen Urteilskompetenz iegen? Würdet ihr bereits ein Werturteil bzw. einen Gegenwartsbezug anbahnen oder zunächst beim historischen Sachurteil bleiben?


    Für ehrliches Feedback und praktische Hinweise wäre ich sehr dankbar.

    Vielen Dank euch!

    Liebe Grüße

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