Beiträge von MadameProf

    Hallo liebe KuK,

    kürzlich habe ich mein Referendariat am Gymnasium erfolgreich abgeschlossen. Meine Erfahrungen sind sehr durchwachsen: Während meines Referendariats lief alles soweit gut, insbesondere auf schulischer Ebene. Meine Schule hatte mir eine Planstelle angeboten, was auch daran lag, dass die Schule im Brennpunkt liegt und einen großen Bedarf in einem meiner Fächer hat. Meine Fachleiter waren sehr anspruchsvoll und natürlich gab es ordentlich Kritik in den Besuchen. Sie haben allerdings keine grundsätzlichen Zweifel oder Bedenken geäußert. Insgesamt habe ich mein Referendariat daher als anstrengend empfunden, aber mehr auch nicht.

    Nun ja, ich hatte von Anfang an nicht vor, im Anschluss an meiner Ausbildungsschule zu bleiben. Die Gründe dafür sind vielfältig. Meine Pädagogikleiterin erwähnte jedoch immer wieder, dass meine Schule mich ja gerne behalten wolle. Im Prüfungshalbjahr fragte sie mich schließlich direkt danach.

    Meine Prüfungsstunden am Ende waren dann sehr einschneidend für mich. Ich habe in beiden Fächern nur knapp bestanden. Mein Schulgutachten dagegen war ausgesprochen positiv. Mein Eindruck war, dass meine Pädagogikleiterin mit meiner Entscheidung, nicht an der Schule zu bleiben, nicht einverstanden war. Die Benotung der Stunden habe ich als sehr willkürlich empfunden. Ich habe nun befriedigend bestanden, was auch in Ordnung für mich ist. Trotzdem fühle ich mich sehr bescheiden aufgrund der Prüfungen. Zur Zeit befinde ich mich in einer Auszeit im Ausland und bewerbe mich für den Schuldienst.

    Ich weiß gar nicht, was ich mir nun konkret erhoffe von diesem Post. Jedenfalls zweifele ich gerade stark an mir und meinen Fähigkeiten, ich schlafe teilweise schlecht und denke noch viel über die Prüfungen nach. Ging es jemandem von Euch auch so? Wieviel Aussagekraft haben diese Prüfungsstunden aus Eurer Sicht? Achten die Schulleitungen sehr darauf?

    Danke und liebe Grüße!

Werbung