Beiträge von deivukas50

    Hallo,

    das ist ein klassisches Missverständnis (oder manchmal auch ein kleines Schauermärchen), das leider oft verbreitet wird. Lass dich davon nicht verunsichern!

    Es stimmt zwar im ersten Schritt, dass dein zu versteuerndes Einkommen steigt, aber du hast am Ende des Monats definitiv mehr Geld auf dem Konto.

    Hier ist die Erklärung dahinter: Die gezahlte Kirchensteuer darf man in der Steuererklärung als sogenannte "Sonderausgabe" absetzen. Das mindert dein zu versteuerndes Einkommen. Wenn du nun austrittst, fällt diese Sonderausgabe weg. Dein zu versteuerndes Einkommen ist also minimal höher, weshalb du etwas mehr reguläre Lohn- bzw. Einkommensteuer zahlen musst.

    Aber der entscheidende Punkt ist: Diese zusätzliche Steuer entspricht nur deinem persönlichen Grenzsteuersatz auf die gesparte Kirchensteuer. Ein vereinfachtes Rechenbeispiel: Angenommen, du hast bisher 1.000 Euro Kirchensteuer im Jahr gezahlt und dein Steuersatz liegt bei 35 %. Wenn du austrittst, sparst du die vollen 1.000 Euro. Da dir nun diese 1.000 Euro als Sonderausgaben fehlen, zahlst du darauf 35 % Steuern (also 350 Euro) mehr. Unterm Strich machst du aber immer noch 650 Euro reinen Gewinn (1.000 € Ersparnis minus 350 € höhere Einkommensteuer).

    Es ist mathematisch in unserem Steuersystem schlichtweg unmöglich, dass die minimal höhere Einkommensteuer die gesparte Kirchensteuer komplett auffrisst. Der erhoffte Spareffekt tritt also in jedem Fall ein!

    Wenn du noch einmal genau nachlesen möchtest, wie sich das mit den Sonderausgaben und der Steuererklärung verhält, ist das hier ganz gut und verständlich zusammengefasst: Link wurde ersetzt

    Lass dich also nicht entmutigen, an dem Argument ist nichts dran. 😉

    Viele Grüße

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