Ich absolviere gerade das Fernstudium dort. Es kostet ziemlich viel Geld - zwar gibt es noch wesentlich viel teurere, aber so richtig empfehlen kann ich es auch nicht. Trotzdem war es für mich richtig, mich auf den Weg dorthin gemacht zu haben.
Ich war im Erziehungsurlaub, wollte eine Fortbildung von zu Hause aus machen, mich mit dem Thema Rechtschreibung noch weiter auseinandersetzen und dies auch nachweisen können. Das ist das Gute an besagtem Fernstudium. Es fehlt mir aber sehr viel, die Unterlagen finde ich oft sehr unstrukturiert und wenn ich nicht mein Studium und meine Berufserfahrung als Grundlage hätte, würden mir die dort vermittelten Dinge nicht ausreichen. Durch die Beschäftigung dort habe ich aber einige nette Leute kennen gelernt und Literaturhinweise bekommen. Auch wenn ich nun wieder als Lehrerin arbeite, spricht es sich herum, dass ich etwas Ahnung habe und so werde ich öfter angerufen.
Über Volkshochschulen könntest du vielleicht Kurse für betroffene Eltern anbieten, um sie fit für ihre Kinder zu machen. Du könntest Vorträge in Büchereien anbieten (bei uns macht das ärgerlicherweise ein ansässiges Institut, das daraus sein Klientel wiederum bezieht). . . . Wenn du klein anfangen kannst, wird sich es herumsprechen, wenn du Erfolge hast. Aber ich glaube, man braucht ein gutes Konzept.
Und an dem Konzept scheitert unsere "Rechtschreibvermittlung". Man muss SchülerInnen zumindest helfen, dass sie wissen, was und wie sie sich verbessern können. Gerade in Rechtschreibung ist es schwer, Erfolge zu haben und die sind als Motivation wichtig.
Ich glaube, dass die wenigsten Schüler Legasthenie haben. Wenn man richtig aufbaut und übt, bekommt man die meisten Rechtschreibprobleme in den Griff.
Ich habe gerade nicht so viel Zeit zu schreiben, deswegen nur kurz.
Ich empfehle Rechtschreibschwachen Schülern das GUT Programm, weil es ihnen vorgibt, was sie üben können und Eltern entlastet. Dann gibt es ein gutes Buch von R . Dürre, Legasthenie, er beschreibt die Technik des Syllabierenden Mitsprechens. Es gibt auch aus dem Verlag an der Ruhr eine Mappe dazu.