Ich liebe meinen Beruf immer noch und würde ihn immer wieder wählen.
Du schreibst:
"die wachsende Heterogenität und damit verbunden die zunehmende Differenzierungsarbeit". --> natürlich ändern sich die Bedingungen,
aber was macht es dir sicher, dass sich
auch in deinem Ausbildungsberuf nicht viel ändert? Es
könnte ja auch besser werden oder du findest eine Schule, die zu dir passt
- die Ungewissheit, wo man später eine Stelle bekommt bzw. dass man später z.B. evtl. an eine Brennpunktschule kommt => nie gab es
bessere Chancen auf eine Stelle
und deren Auswahl
, wer sagt dir, dass es nicht gut ist, an einer Brennpunktschule zu arbeiten?
Jedes Einzugsgebiet ist anders - es gibt Vor- und Nachteile.
- das Referendariat, wovon man immer hört, dass es sehr hart und anstrengend sein soll => Prüfungszeiten sind immer hart - aber man
muss einfach da durch. Ich bin /war kein
Prüfungsmensch - aber ich habe auch nie vergessen, dass mir das nicht liegt - auch
meine SchülerInnen müssen zahlreiche Prüfungen bestehen - ich kann sie stark
dafür machen - und sie ihn ihr=> in fast jeder Ausbildung muss man sich bewähren
- dass man womöglich nie abschalten kann, da man keine festen Arbeitszeiten hat und theoretisch immer noch mehr für die Schule machen könnte => manchmal wünsche ich mir auch feste Arbeitszeiten, aber es hat auch Vorteile, sich einen Teil
der Arbeit so legen zu können, wie man möchte. Wenn man ein Mensch ist, der schwer von der
Arbeit abschalten kann, wird man auch in anderen Arbeitsfeldern an sich arbeiten müssen, um
nicht einen Burnout zu bekommen.
Der Mensch wächst mit seinen Aufgaben und du wirst deinen Weg finden, wenn nicht, wirst du Alternativen im Nachhinein finden - noch nie war es leichter, eine Ausbildung zu finden. Die meisten von euch sind so jung, dass man auch nach de Studium etwas anderes aufsatteln kann.
Was mir fehlt an deinen Überlegungen: Findest du einen Draht zu Kindern? Hast du schon (auch außerhalb der Schule) Erfahrungen im Umgang?
flip