Ich glaube unter heinevetter.de findest du ganz viel zu Reichen. Ich selber habe mir vor ca. 10 Jahren seine Literatur kopiert, finde sie nicht so ansprechend, dass ich sie benutzt habe. Es gab schon mal einen Post, wo ich genau beschrieben habe, wie ich den Schriftspracherwerb mittlerweile angehe.
Die reine Reichenmethode habe ich im Ref kennengelernt. Er geht davon aus, dass die Kinder einen natürlichen Drang haben, das Lesen und Schreiben zu lernen. Er beginnt mit dem Schreiben und macht keine direkten Syntheseübungen. In der Klasse, die ich damals begleiten durfte, konnten Ende Klasse 1 sechs Kinder nicht lesen, was ich bei den meisten auf die MEthode schiebe.
Ich würde mich nie nur auf eine MEthode verlassen, da die Geschichte gelehrt hat, dass es die Methode nie gab und wahrscheinlich nicht geben wird. Von daher ist ein kluger Methodenmix angesagt.
Mir hat ein Aufsatz aus dem Buch Monika Dräger, Am Anfang steht der eigene Text (habe es leider im Moment verliehen, so dass ich dir den Artikel genau nicht nennen kann) sehr geholfen: Zu Beginn gehe ich über die NAmen der Kinder und mache viele Übungen zur Schulung der phonologischen Bewusstheit (Petra Küspert: Hören lauschen lernen), Jedes Kind hört seinen Anlaut (schwierig bei vielen ausländischen NAmen, u.U. nehmen wir dann den Namen der Mutter, NAchnamen), kennt weitere Nomen, die genauso anfangen wie der eigene NAme. Da jedes Kind Übungen macht, merken die Kinder, aha, andere Wörter fangen anders an. Dann erst (nach 4 Wochen) führe ich einen Anlautbogen ein. Anlautbilder kennenlernen, Laute lernen (Reichen würde das nie so systematisch machen)., Wörter verschlüsseln, entschlüsseln. ...., dann Wörter selber mit Hilfe der Anlauttabelle aufschreiben (im Anfang nur lautgetreue Wörter, wer schon weiter ist, darf natürlich schreiben, was das Zeug hält). Literatur: Konfetti Lehrerband, Dieckverlag: Schreiben lernen, Literatur (oder so ähnlich, habe auch das Buch verliehen), http://www.rechtschreib-werkstatt.de von Sommer-Stumpenhorst bietet auch viele method. Hinweise.
Danach erarbeiten wir in Buchstabenwochen die einzelnen Buchstaben ähnlich wie in Fibeln, wobei eher Stationenlauf mit Arbeitsplan nach dem Konzept: Lesen lernen mit allen Sinnen /Lesen lernen mit HAnd und Fuß. HAben wir mehrere Buchstaben, so achte ich auf das Lesen von Silben, mit Silbenlesemaschinen, Silbenklatschen,...., um den Leseprozess anzuregen (bilde mich im Bereich LRS/LEgasthenie fort und habe gelernt, wie wichtig die Silbenuntergliederungen für Kinder mit Schwierigkeiten sind).
Daneben gibt es immer wieder Schreibanlässe,einerseits gebundene (Lautgetreue Wörter) oder eben wirkliches freies Schreiben. Gut ist der Computereinsatz: Medienwerkstatt Mühlacker: Schreiblabor.
Nach den Osterferien fange ich an, Lernwörter zu erarbeiten und seltene Buchstaben/-kombinationen zu erarbeiten.
Weíß nicht, ob ich alles verständlich aufgeschrieben habe, sonst frage nach!!!!
flip