Beiträge von elefantenflip

    Anna Havanna: Ich kenne, das was du schreibst auch. Eigentlich war GSLehrer immer mein Traumjob, mit Kindern konnte ich gut umgehen, das hatte ich gemerkt, als ich in der Freizeit war, Jugendgruppen leitete u.ä.. Dann kam das erste Praktikum, eine Woche schlief ich vor Aufregung nicht, als ich meine erste Stunde halten sollte. Jeden morgen hatte ich solche Angst, das Lehrerzimmer zu betreten (all die schlechten Schulerlebnisse mit Lehrern kamen hoch, weil auch die meisten Lehrer dort typisch waren). Dann habe ich mich jeden Tag dem Druck ausgesetzt, indem ich jeden Morgen vor der Uni mindestens 2 Stunden in die Schule ging - allmählich gewöhnte ich mich daran (ich hatte aber das Glück, dass es um nichts ging, nur um meine eigene Sicherheit).
    Im Ref war es nicht viel anders, große Angst vor Besuchen, vor Unterricht ging es, denn ich hatte eine sehr menschliche Ausbildunglehrerin, die zwar fachlich nicht so viel auf dem "Kasten" hatte, aber mir das Gefühl gab, gut zu sein.
    Das Ref geschafft, dann erste eigene Klasse, irre Angst vor dem Elternabend, doch geschafft. Weil einige Eltern merkten, die ist unsicher, waren sie nicht nett, gerade die Eltern, die Problemkinder hatten, gingen in die Offensive. Ebenso Kolleginnen, die Angst vor meinen neuen Methoden hatten, nützen die Schwäche aus. Trotzdem hielt ich durch - ich wollte ja immer ein "menschlicherer" Lehrer werden, als ich sie kennengelernt hatte.
    Mittlerweile habe ich mich ziemlich fortgebildet - ich merke, je mehr Gefühl ich von Kompetenz ich habe, desto sicherer bin ich. Das Bauchweh ist weg, vor Elternabenden bin ich sogar ziemlich locker, nachdem ich jeden Durchgang 2 mal gemacht habe. Ich habe meine Angst nicht vergessen, und ich glaube, das ist mittlerweile meine Stärke - die anderen haben meist genauso viel davon , nur können sie sie besser kompensieren, nicht zeigen, verdrängen.
    Ich kann die Angst vieler Eltern vor den Lehrern verstehen und habe (fast) keine Probleme mit Eltern, weil ich nicht Unnahbarkeit suggeriere, wohl aber Kompetenz.

    Ich weiß nicht, ob dir meine Schilderungen weiter helfen. Wenn du zu starke Angst hast, würde ich mir wirklich eine psychologische Betreuung suchen, die übernimmt die Krankenkasse. Denn das, was du im Moment durch machst, wirst du in anderen Bereichen ebenso durch machen. Ich weiß nichts darüber, warum du Lehrer werden wolltest - wenn es dein Traumberuf ist, wirst du Wege finden, Sicherheit zu erlangen - und wenn es eine Auszeit ist, in der du auf unbewertetem Terrain dich erst einmal in deine Rolle einfinden kannst. Wenn nicht, es gibt noch andere Traumjobs - wichtig bist nur du!!!!!
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    Über ein an den Kieler Leseaufbau angelehntes Verfahren versuche ich es auch bei meinem Kind (den Kieler Leseaufbau habe ich nur in Ausschnitten, ich benutze außerdem nur Großbuchstaben).
    Insgesamt habe ich gute Erfahrungen gemacht mit Lautgebärden (darüber fängt meine Schülerin nun an, die Synthese zu verstehen) und Silbenfangen , Hüpfen und Lesen.
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    Ich habe einfach Spiegelfolie gekauft und sie auf Pappe geklebt.

    Dann funktioniert das Spiegeln mit farbigen CD Hüllen - selber Effekt wie bei Miraspiegeln. So habe ich Hälfte von farbigen CD Hüllen und durchsichtigen genommen, die durchsichtigen beklebt und immer eine durchsichtige mit einer farbigen kombiniert.
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    robischon: Fördermüde beinhaltet, dass das Kind bereits Förderung bekommen hat, hat meine Schülerin leider erst seitdem sie in der Schule ist. Vorher ist alles auf ihr "Nicht-deutsch- Können" geschoben worden, die Eltern schoben ihr Stillsein auf Schüchternheit und ließen sie auch in Ruhe.
    Wenn das Kind mir als Kommunikationsform einen Brief malen würde oder irgendeine Regung zukommen lassen würde, wäre ich froh.

    Den Brief von Max hätte ich tatsächlich so gelesen, da ich das d als "verkehrtrumes" b gewertet hätte. Das Vokale weggelassen werden ist normal bei Schulanfängern.
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    Lieber Robischon,
    nein ich bin nicht sauer. Wenn du mir als Antwort auf ein Kind, was ich beschreibe, ein anderes Kind beschreibst, dass fördermüde ist, verstehe ich das als Andeutung darauf, dass auch mein besagtes Kind fördermüde sein könnte???
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    NRW
    Wo ihr gerade beim Lehrplan seid. Ich bekomme ihn nicht heruntergeladen (es gibt über learnline einen Hinweis zu dem Verlag, wo sie kostenfrei herunterzuladen sind). Wisst ihr genau, ab wann die neuen Richtlinien verbindlich sind. Ich meine ab Sommer, meine Schulleiterin meint, dass sie erst ein Jahr später verbindlich sind.
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    #Ich habe so mein Problem mit Freiarbeitsmaterial, das nicht in Unterrichtsprojekte eingebunden ist. Wenn ich z.B. das Thema Dinosaurier mache, dann versuche ich Aufgaben zusätzlich zu diesem Thema bereit zu stellen. Guter Linktipp eben: [URL=http://www.lesa21.de,]http://www.lesa21.de,[/URL] http://www.roesa.de

    Ansonsten habe ich meist kleinere Arbeitshefte kopiert, z.B. kurze Leseaufgaben, Zusammenfassung zum Kleinen Einmaleins. Dazu nehme ich aus vielen HEften Anregungen und bastele mir meine eigenen Kopiervorlagen.

    Hilft dir wahrscheinlich nicht viel weiter. Viele tolle Sachen (fand ich damals) liegen bei mir in der Ecke herum (z.B. im ersten Schljahr Leseröllchen), weil sie durch unaufmerksamen Gebrauch (leider habe ich viele Kinder, die es nicht it der ORdnung haben) beschädigt wurden. Deswegen würde ich nie mehr so viele Kleinteile dazunehmen.
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    Wollte euch nur meine Erfahrungen mit meiner schwächsten Schülerin weiter berichten. Ich habe jetzt das VO-SF durch - musste mich zuerst sehr gegen meine Rektorin durchsetzen (Kind hat nicht wiederholt, war nicht im Schulkiga), danach gegen das Schulamt (musste meinen Antrag mit einem kompletten Förderplan im Hinblick auf die zu erwartenden Förderschwerpunkte (!!!!) einreichen, dann wurde ich von der mir zugewiesenen Sonderschulkollegin angemacht, weil ich nicht so erfreut war, Mittwochs um 12.30 Uhr ein Elterngespräch zu führen (ich habe nur eine halbe Stelle, um 10.00 Mittwochs frei, aber an zwei anderen Tagen bis Ende 4. Stunde). Aber das nur am Rande.

    Nun stellt sich während des Verfahrens heraus, dass das Mädchen, Frühgeburt in der 32. Schwangerschaftswoche , niemals nur irgendeine Förderung erhalten hat. Wofür gibt es die U Untersuchungen, an denen die Eltern teilnahmen? Das Mädchen war im Kiga wegen seiner Schüchternheit aufgefallen - warum checkt man da nicht ab, woher das extreme Verhalten kommt?

    Das Gesundheitsamt attestierte, eine Geistige Behinderung ist nicht auszuschließen. Das das Mädchen Lernschwierigkeiten hat, ist offensichtlich, aber so extrem hätten sie nicht werden müssen. Wenn Eltern dahinter gestanden hätten, die sich mehr in ihren Rechten auskennen....

    Das Mädchen wird nach den Sommerferien in eine Sonderschule für Lernbehinderte wechseln. Der Förderaufwand war so massiv, dass er kaum zu leisten wäre. Im Moment sind da in Klasse 1 und 2 so wenige Kinder, dass es ihr gut tun wird. Mehr kann ich leider nicht tun....

    Der Kommentar einer Kollegin, nachdem ich erzählte, was die Eröffnung des Verfahrens für mich für einen Aufwand bedeutete (s.o.): Jetzt hast wohl auch du gelernt. Es ist wohl dein letztes Verfahren dieser Art.

    Ein saurer elefantenflip
    8o

    Mit dem Aufladen ist wirklich so eine Sache. Für unser Handy, alcatel und d1 Karte müssen wir alle 10 Monate eine neue Karte kaufen, auch wenn sie nicht abtelefoniert ist, so haben wir mittlerweile 35 Euro Guthaben angesammelt, bald muss eine neue KArte für 15 Euro her.
    flip

    Habe auch noch eine Adresse für die Schablone auf LAger:
    http://www.lernwerkstatt-shop.de/
    Wortarten-Schablone

    Mit Hilfe dieser Schablone können die Kinder schnell und selbständig arbeiten. Auf der Schablone befinden sich 9 vorgestanzte Figuren für die Wortarten (Substantiv, Artikel, Adjektiv, Verb, Adverb, Pronomen, Präposition, Konjunktion und Interjektion) und 5 vorgestanzte Figuren für die Satzzerlegung (Prädikat, Subjekt, Objekt, adverbiale Bestimmungen) mit den entsprechenden Pfeilen. Nicht nur in der Montessori-Pädagogik ist diese Schablone eine große Hilfe, damit die Kinder die Struktur und den Aufbau unserer Sprache entdecken und nachvollziehen können. Auch im Grundschulunterricht und bei der Vorbereitung zum Übergang an eine höhere Schule leistet diese Schablone große Hilfen. Aus der Anleitung können Sie die entsprechenden Farbzuordnungen (nach Montessori) zu den Wortartenschablonen entnehmen. Originalgröße der Schablone: ca 170mm x 80mm Stärke: 3µm
    Mengenstaffel:
    Ab Menge: 15 gilt der folgende Preis: 0,9 EURO
    Ab Menge: 30 gilt der folgende Preis: 0,85 EURO

    Ich finde das Thema sehr schwer, denn viele Materialien sind darauf angelegt, dass man eine Kleingruppe hat, mit der man arbeitet. Wir bekommen im Laufe des Schuljahres immer wieder mal ein Kind aus der GUS. Was tun, sie im Unterricht sinnvoll vorzubereiten, dass sie folgen können? DAS Material habe ich leider noch nicht gefunden.

    Ganz gut finde ich das Computerprogramm Schreiblabor, denn es spricht die Laute und Buchstaben vor und die Schüler lernen recht schnell, wie sie die Wörter lautgetreu aufschreiben.
    Ich habe häufiger eine KArtei benutzt und dazu dann selber ergänzende Arbeitsblätter gemacht: Achtung fertig deutsch, aus dem Westermann Verlag, es wurden die wichtigsten Wörter eingeführt und dann auf einfache Satzbaumuster hingearbeitet - setzt aber voraus, dass die Schüler bereits lesen können.
    Ansonsten gibt es noch aus der Pusteblume - Reihe Lernwerkstatt Deutsch als Zweitsprache, aber das ist eher für Förderkurse geeignet, finde ich.

    flip

    Ich glaube unter heinevetter.de findest du ganz viel zu Reichen. Ich selber habe mir vor ca. 10 Jahren seine Literatur kopiert, finde sie nicht so ansprechend, dass ich sie benutzt habe. Es gab schon mal einen Post, wo ich genau beschrieben habe, wie ich den Schriftspracherwerb mittlerweile angehe.

    Die reine Reichenmethode habe ich im Ref kennengelernt. Er geht davon aus, dass die Kinder einen natürlichen Drang haben, das Lesen und Schreiben zu lernen. Er beginnt mit dem Schreiben und macht keine direkten Syntheseübungen. In der Klasse, die ich damals begleiten durfte, konnten Ende Klasse 1 sechs Kinder nicht lesen, was ich bei den meisten auf die MEthode schiebe.
    Ich würde mich nie nur auf eine MEthode verlassen, da die Geschichte gelehrt hat, dass es die Methode nie gab und wahrscheinlich nicht geben wird. Von daher ist ein kluger Methodenmix angesagt.

    Mir hat ein Aufsatz aus dem Buch Monika Dräger, Am Anfang steht der eigene Text (habe es leider im Moment verliehen, so dass ich dir den Artikel genau nicht nennen kann) sehr geholfen: Zu Beginn gehe ich über die NAmen der Kinder und mache viele Übungen zur Schulung der phonologischen Bewusstheit (Petra Küspert: Hören lauschen lernen), Jedes Kind hört seinen Anlaut (schwierig bei vielen ausländischen NAmen, u.U. nehmen wir dann den Namen der Mutter, NAchnamen), kennt weitere Nomen, die genauso anfangen wie der eigene NAme. Da jedes Kind Übungen macht, merken die Kinder, aha, andere Wörter fangen anders an. Dann erst (nach 4 Wochen) führe ich einen Anlautbogen ein. Anlautbilder kennenlernen, Laute lernen (Reichen würde das nie so systematisch machen)., Wörter verschlüsseln, entschlüsseln. ...., dann Wörter selber mit Hilfe der Anlauttabelle aufschreiben (im Anfang nur lautgetreue Wörter, wer schon weiter ist, darf natürlich schreiben, was das Zeug hält). Literatur: Konfetti Lehrerband, Dieckverlag: Schreiben lernen, Literatur (oder so ähnlich, habe auch das Buch verliehen), http://www.rechtschreib-werkstatt.de von Sommer-Stumpenhorst bietet auch viele method. Hinweise.
    Danach erarbeiten wir in Buchstabenwochen die einzelnen Buchstaben ähnlich wie in Fibeln, wobei eher Stationenlauf mit Arbeitsplan nach dem Konzept: Lesen lernen mit allen Sinnen /Lesen lernen mit HAnd und Fuß. HAben wir mehrere Buchstaben, so achte ich auf das Lesen von Silben, mit Silbenlesemaschinen, Silbenklatschen,...., um den Leseprozess anzuregen (bilde mich im Bereich LRS/LEgasthenie fort und habe gelernt, wie wichtig die Silbenuntergliederungen für Kinder mit Schwierigkeiten sind).
    Daneben gibt es immer wieder Schreibanlässe,einerseits gebundene (Lautgetreue Wörter) oder eben wirkliches freies Schreiben. Gut ist der Computereinsatz: Medienwerkstatt Mühlacker: Schreiblabor.
    Nach den Osterferien fange ich an, Lernwörter zu erarbeiten und seltene Buchstaben/-kombinationen zu erarbeiten.

    Weíß nicht, ob ich alles verständlich aufgeschrieben habe, sonst frage nach!!!!
    flip

    Ich habe in meiner Ausbildungsschule mal Rennmäuse gehalten. Einerseits war es eine positive Erfahrung für die Kinder, es gab viele Lernaspekte (soziale, aber auch in versch. Fächern).
    Bedenkenswert ist auf alle Fälle, das oben genannte. Z.B. hatte ich die Tiere in den Ferien zu versorgen, sie bekamen viele Junge - was einen guten Ansatz für Sexualkunde bot, aber eben auch nicht ganz so angenehm war. In der restlichen Schule war meine Aktion nicht so angesehen, und als die Rennmäuse einmal ausbüxten, als ich meinen Seminarstag hatte, war eine große Aufregung....
    Ich denke, man kann bestimmt eine Menge lernen, muss aber selbst viel Spaß an den Tieren haben, weil sie eben auch Mehrarbeit bedeuten.
    flip

    Übrigens habe ich eine Freundin, die einige peruanische Schulen besucht hat (auch in deinem Bereich). Dort züchten sie Meerschweinchen, aber eben auch noch aus anderen Gründen....

    Ich habe gerade ein Buch zur Jungenerziehung gelesen und fände einen Austausch zu diesem Thema spannend.
    Das Buch finde ich an einigen STellen krass (widerspricht meinem Bild von Emanzipation und vielleicht will ich viele Unterschiede auch gar nicht wahr haben; ich schiebe einiges aber auch darauf, dass der Autor einen australischen Hintergrund hat), aber durch meine Söhne merke ich, dass offenbar doch viele Verhaltensweise in der Natur des männlichen Wesens stecken.

    In dem Buch werden viele Unterschiede auf das Testosteron geschoben, wie auch auf hirnorganische Unterschiede.

    Der Autor plädiert dafür, Jungen ein Jahr später einzuschulen, da ihr Hirn noch nicht so weit entwickelt ist.
    Bis zum Alter von 3 Jahren sollten Jungen nicht in eine Kita, weil sie sehr große Verlustängste hätten - wenn nicht die Mutter die Betreuung übernehmen kann, dann eine feste Bezugsperson.
    Für ihn sind männliche Vorbilder ab einem Alter von 6 Jahren unerlässlich.
    Im Pubertätsalter plädiert er in Sprache für einen getrennten Unterricht, weil sich die Jungen durch die Mädchen blockieren ließen.
    Er führt Inititationsriten an, durch die NAturvölker ihre Jungen in (lenkbare) Gefahrsituationen bringen und durch die die Jungen erwachsen werden und verantwortungsbewusst werden.

    Nur ein kurzer Tipp:
    In einem Handbuch von Müller/Wittmann waren die damaligen Fußballtabellen thematisiert - nun wurde das Ganze ja umgestellt, ob sich die Tabellen immer noch zum Rechnen anbieten, weiß ich nicht genau.
    flip

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