Also, auf dem Treffen erzählte eine Schulkindergärtnerin von ihren Erfahrungen - sie arbeitete an einer Schule, an der 2 Schulkindergärtnerinnen angestellt waren, so dass an dem Versuch mit Stundenzahl einer vollständigen Schulkindergärtnerinnenstelle gearbeitet wurde (!!!!, denn das neue Konzept sieht vor, dass die Schulkindergärtnerin für mehrere Schulen zuständig ist). Sie haben die Schulkindergartenkinder mit gutem Erfolg integrativ in den 3 Klassen gefördert. vor Beginn fand eine umfassende Diagnostik statt, so dass sonderschulbedürftige Kinder von vornherein der betreffenden Schule zugeliefert wurden per VosF. Zu Beginn war die Sozialpädagogin jeweils 7 Stunden in Doppelbesetzung in der Klasse, die restlichen Stunden fand Gruppen- bzw. Einzelförderung in den Wahrnehmungsbereichen und Motorik statt. Diese wurde immer stärker ausgebaut, mit welchem Stundenumfang habe ich leider vergessen. Am Ende stand, dass die Sozialpädagogin sich sehr entlastet in ihrer Arbeit fühlte - vorher hatte sie nur Problemkinder, jetzt hätten sich die Kinder nicht so extrem entwickelt, Teamsitzungen wurden mit 1 Entlastungsstunde gefördert. Sie empfand die Zusammenarbeit als sehr befruchtend .
Nur 2 Kinder sind wieder neu eingeschult worden in die erste Klasse, ich glaube 4 Kinder sind sofort ins 2. Schuljahr und zwei weitere Kinder sind probeweise im 2. Schuljahr, bekommen evt. das Zeugnis nach, um ins erste zurückzutreten - ohne dass es als Rücktritt gewertet wird (interne Absprache mit dem Schulamt). Alle Kinder haben lesen gelernt in der Zeit, können im Zahlenraum bis 20 sicher plus und einige sogar relativ sicher minus rechnen.
Hört sich also sehr ermutigend an. Aber eben der PErsonalschlüssel ist nicht vorhanden, um so zu arbeiten. In dem geschilderten Fall fand nun ja noch keine Integration der zweiten Schuljahre statt.
Allgemeiner Tenor war, dass man das vorgestellte Konzept sofort übernehmen würde bei gleichen Bedingungen. Für uns sieht es viel schlechter aus. Frage: Was kann man tun?
Sich weigern, das Konzept zu entwickeln, weil Personenschlüssel nicht da ist und Konzept nicht ausgegoren ist, geht nicht, zieht Disziplinarmaßnahmen nach sich.
Kann man für Unfähigkeit bestraft werden?: Ich kann es nicht, weil ich nicht die Fähgikeit der Umsetzung habe??? Welcher Schulleiter hat so einen breiten Rücken.
Elternmacht, denn sie sind eine größere Zahl. Schulkonferenzbeschluss muss ja zu dem entwickelten Konzept her. Was ist, wenn Eltern dagegen sind???? Zählt die Rektorstimme...
Versuch, klein anzufangen. Man muss den Jahrgangsübergreifenden Unterricht nicht einführen, wenn man ein Konzept entwickelt, wie man jedes Kind individuell fördern kann. Vielleicht große Zahl an Kerngruppen, Förderprogramme, die stattfinden????
Durch die Schilderung einer Schule, die jahrgangsstufenübergreifend arbeitet, fürchte ich, dass es ein Abarbeiten von Programmen wird, d.h. Zettelwirtschaft - wie es bei manchen Lernwerkstätten auch der Fall ist. Diese Extremform ist auch nicht mein Traum von Unterricht. Ich kann mir im Moment nicht vorstellen, wie ich es organisiert bekommen soll. Wir haben sehr schwierige Kinder, obowhl ich im Moment 20 Kinder in der 1. Klasse habe, Traum, ist ein ADS Fall dabei, 5 sehr wibbelige und kribbelige Kinder, 1 Kind ohne Sprachkenntnisse, ein Kind, das nicht redet, woran es liegt, weiß ich noch nicht - insgesamt 14 Jungen und 6 Mädchen. Dass jeder an seinem Programm arbeitet, kann ich mir nicht vorstellen.
Etwas ratlos, lasse mir gerne helfen!!!!!!!!!
flip