Schön, dass ihr euch Gedanken macht und nach einem Ansatz sucht, nach dem man helfen kann. Ein Problem bei der Rechtschreibung besteht m.E., dass wir in der GS oft nach einem System arbeiten, das davon ausgeht, dass der Rechtschreiblehrgang erst nach der 6. Klasse abgeschossen ist. Hingegen war der Rechtschreibunterricht bei meinen Söhnen so wenig umfangreich, dass ich dachte, dass bereits fertig ausgebildete Rechtschreiben erwartet wären.....
Ich würde euch den Lernserver empfehlen - es ist recht unkompliziert.
Wir bekommen an unserer Schule vergünstigte Konditionen - ich weiß nicht, warum. Auf alle Fälle kann man es probeweise probieren. Der Lernserver hat neuerdings auch Materialien für die weiterführende Schule entwickelt....
Du diktierst den Schülern einen Lückentext in der Klasse und gibst dann die Fehlerstellen in das Diagnoseprogramm ein.
Kostenlos kannst du es screenen lassen (ich glaube, das kann jede Institution, da eine Kooperation mit ??? besteht). Dann hast du eine schnelle , recht oberflächliche Einordnung in ein Ampelsystem (grün, gelb, rot). Die roten Kinder könnte man z.B. in eine Fördergruppe stecken - man kann z.B. Gruppenförderungen kaufen oder aber man entwickelt aufgrund der Erkenntnisse eigene Übungen.
Den Eltern der Gelben könnte man anbieten, dass sie sich oder Ihr zusammen (damit man in der Schule das Fördermaterial nutzen kann) eine Förder CD herunterlädt - dann haben die Eltern Material, mit dem die Schüler üben können. Ich halte es für machbar, dass schlechte Rechtschreiben eine Fördermappe haben, in der sie arbeiten, wenn es Vertretungsstunden gibt oder das man den Kids eine Vierteljahresaufgabe gibt - bis dahin.... so viele Aufgaben bearbeitet haben - vielleicht findet man ja Kids aus der 10 , die es gegen einen kleinen Obolus korrigieren - man könnte die Bearbeitung dann in irgendeiner Weise belohnen oder durch einen Satz auf dem Zeugnis honorieren....
Ich halte dieses System für gut machbar, bin zwar keine Gym Lehrerin, doch habe ich selber Kids auf dem Gymnasium. Ich arbeite so auf der Grundschule und es hilft einigen Eltern. Ich kenne eine Schule, die nach so einem System mit dem Gym zusammenarbeitet und die Diagnostik in der 5 durchführt, nur haben die Eltern dann kein Fördermaterial, auf das sie zurückgreifen können - und mittelschwache Kinder müssen ebenfalls gefördert werden.
flip