Beiträge von elefantenflip

    Die gleiche Erfahrung habe ich auch gemacht, zumal manche Rechenwege sehr anfällig für Fehler sind. (z.B. 52-29: 50-20,2-9)

    Ich mache es jetzt umgekehrt - ich gebe einen Rechenweg vor, der wird eingeübt. Wenn das sicher sitzt, werden andere Rechenwege thematisiert...

    flip

    Da dir noch niemand gepostet hat, versuche ich mal eine Antwort. Es gibt nicht die Fibel/das Sprachbuch.

    M.E. muss man sich vorher einen Kriterienkatalog entwickeln:
    Was ist uns wichtig? (z.B. Identifikationsfigur...)
    Welches Klientel haben wir?
    Soll es ein Verbundsystem sein?

    Dann würde ich Schulbuchverlage aufsuchen und anhand der Kriterien eine Vorauswahl treffen. Oft bekommt man auch Ansichtsexemplare mit.

    Die meisten Fibeln ermöglichen die Arbeit mit einer Anlauttabelle.
    Du schränkst ja ein, dass die Fibel weiter in ein Buch münden soll.
    Mittlerweile kenne ich mich nicht mehr ganz so aus (d.h. ganz, ganz neue Werke kenne ich nicht mehr)doch, was ich so verfolgt habe, gibt es gar nicht so viele Werke, die weitergeführt werdne.

    Relativ neuer Ansatz, basierend auf dem Spracherfahrungsansatz, neues Sprachbuch, das aufgebaut wird bis Klasse 4: Tinto. In Klasse 1n gibt es Figuren, ob die in den anderen Büchern auftauchen ????

    Älterer Ansatz: Lollipop: Identifikationsfiguren Lolli und Pop, schau mal bei Wolfgang Metze auf der Homepage. Dieses Buch ist ein Verbundsystem, d.h. es geht von Sachthemen aus. So viel Freiarbeitsmaterial dazu kenne ich nicht.

    Ein Baukastensystem ist Pusteblume, Sachunterricht, Deutsch, man kann aber nicht die einzelnen Themen Seite für Seite abarbeiten, sondern muss das Werk genau kennen. ich habe die älteren Auflagen,
    d a findet nicht unbedingt Stationenlernen statt. eine Identifikationsfigur gibt es glaube ich nur in Klasse 1.

    Ein älterer Buch ist Bausteine, das wohl auch als Neuauflage kommt. Es ist auch fachübergreifend, ob in der Neuauflage Stationenlernen ist???? Dort gab es Quiesel in der älteren Auflage.

    Dann fällt mir noch die Kunterbuntfibel ein. ist aber auch eher eine traditionelle Fibel, wobei ich nicht weiß, ob es eine Identifikationsfigur gibt.


    Da ich ohne Fibel und Sprachbuch arbeite, kann ich dir keine Fibel empfehlen. Ich würde mir immer mein Ding basteln. Eine Identifikationsfigur lässt sich leicht finden....

    flip

    Kannst du zu dieser Methode noch etwas schreiben, evt. linktipps? Habe noch nie etwas darüber gehört.

    Wir haben mal an der Schule eine Fortbildung bei einem Rechenwschäche Institut gemacht. Dort haben sie auch eher zu Fingern geraten, aber zu planvollem Gebrauch. Argument dafür, die Finger sind immer dabei, die Plättchen nicht, man kann sie nicht verlieren, sie haben genauso eine Fünferstruktur. Man muss nur lernen sie richtig zu gebrauchen. Sie sind dort über Fingerbilder, negative Fingerbilder, Zerlegungen u.s.w. gegangen.

    Ich würde es nicht so verteufeln, was ich verteufeln würde, wäre das zählende Rechnen. Das kannst du aber mit jeder Methode und ich finde, gerade Plättchen laden dazu ein...
    flip

    Gibt es bei dem einen oder anderen von euch die Neuauflage des RU Werkes Ich bin da? Wenn ja, hat sich der Inhalt und die Aufmachung stark verändert?
    Ich habe die alte Auflage, habe aber gesehen, dass ein mir bekannter Fachleiter dort mitgewirkt hat. Komme aber in der nächsten Zeit nicht in ein Schulbuchzentrum und habe schon oft "ins Klo" gegriffen.

    flip

    Ich mische, es wie gesagt.

    Es gibt freie Schreibaufgaben und gelenkte.

    Zu Beginn gebe ich Wörterbilder vor und die Kinder versuchen sie zu schreiben . Bei Kindern, die Schwierigkeiten haben, schreibe ich unter die Wörter die Anlautbilder , so dass die Kinder quasi nur entschlüsseln.

    Dann gibt es immer wieder Anregungen. Karneval war es ein Bild, Bilderbücher, antzizipierendes Schreiben. Das ganze Schuljahr durch ziehen sich die Loni Geschichten (von der kleinen weißen Ente). Wir gestalten immer eine Seite und schreiben etwas dazu. Manchen Kindern helfe ich, indem ich die Wörter lautiere, die meisten schreiben aber alleine. Ich tippe dann die "ÜBersetzung" ab.

    Parallel dazu gibt es vorgegebene Wörter, die geschrieben werden. z.B. von Leßmann aus dem Diekverlag gibt es ein kleines gelbes Heft (das 3. Heft). Die Kinder arbeiten auch mit dem Schreiblabor.

    Allerdings habe ich mir abgewöhnt, die Texte mit nach Hause zu geben. Die Eltern geraten in Panik. Ich klebe alles in eine "Eigenfibel" und die Kinder bekommen diese nach zwei Jahren mit nach Hause (wir haben eine Schuleingangsklasse). Damit wissen die Eltern, dass es geklappt hat.

    Ich habe mir einen Fundus viele Methoden angeeignet, die ich einfach mische.
    Ich nehme aber auch viel Zeit für Deutsch - für mich ist ein Grund der schlechten Leistungen eben auch, dass wir einfach zu wenig Zeit haben. Da ich Klassenlehrerin bin, kann ich die Gestaltung des Bildes zur Loni Geschichte eben auch dem Kunstunterricht zuschieben.

    flip

    Für das reine Symptomtraining hilft auch:

    linke Hand und Daumen hoch halten: man kann das kleine b zeigen.


    Entweder: Merke dir, das ist die Hand, mit der du nicht schreibst.
    (Rechthänder)
    das ist die Hand, mit der du schreibst.
    (Linkshänder)


    flip

    Hätte dir auch den Lernserver empfohlen, ansonsten noch das "Gut" Rechtschreibprogramm für den PC. Schau mal unter der Adresse : http://www.commundlern. de . Die Frage ist, woher rühren die Fehler. Der Lernserver schaut anhand von Lupenstellen, welche Rechtschreibphänomene nicht gesichert sind, stellt Übungen und Modellwörter zur Sicherung bereit. Das ist gut erklärt.

    Rechtschreibschwierigkeiten können eben noch andere Ursachen haben. Manchmal machen Kinder einen enormen Sprung, wenn man die Wörter in Silben unterteilt (Silbenschwingen, u.a. Buschmann/Fresch).


    Zum Training von Lernwörtern würde ich das Gut-Programm empfehlen - Das können Eltern gut zu Hause übernehmen. Eine Zeit motiviert es von allein, danach muss man es dann verstärken.


    alias: Ich sehe auch S-St. nicht unkritisch, wie auch alle anderen Methoden. Siehe auch die Lilo Diskussion. Problematisch ist, wenn man es nicht schafft, dass ein Kind die "Kurve" bekommt, wenn es Probleme gibt.

    flip

    Ich arbeite nicht mit der Fibel, sondern mit einer etwas modifizierten Form der Konzeptes von Sommer-Stumpenhorst. Ich arbeite einer jahrgangsübergreifenden Eingangzklasse, d.h ich habe 12 Erstklässler, 13 Zweitklässler. Ein Erstklässler hat die Zweiten eingeholt.
    So dass ich jetzt beschreibe, was meine Ersties so können.
    2 Überflieger habe ich, die lesen alles und schreiben alles und sind eigentlich auch halbe Zweitklässler (überspringen geht nur nicht, weil sie so jung sind).
    Dann habe ich 4 ganz junge Kinder, die alle Buchstaben können, alles erlesen, 2 brauchen aber noch viel Zeit und Hilfe, bei zweien gehen kurze Texte. Sie schreiben alles auf, wobei sie noch Vokale weglassen.
    Ein Mädchen ist unmotiviert, sie steht auf der Stufe mit den ganz jungen Kindern, was aber eher eine Einstellungssache ist. Die übrigen Kinder lesen schon gut, schreiben alles, aber natürlich nicht rechtschriftlich, sie sind aber in der Lage, die meisten Laute herauszuhören und aufzuschreiben, wenn ich ihnen vorspreche, können sie alle Laute diskriminieren und identifizieren.

    Beim Lesen ergänze ich die Arbeit mit dem Lesekonditionstraining.
    Von daher : Ist es nicht denkbar, den Ansatz Fröhlers umgekehrt mit der Anlauttabelle zu verbinden? Vorab einen 5 wöchigen Vorkurs, in dem das Abhören von Wörtern geübt wird...., meine Name fängt mit z.B. E an, was noch alles? dann andere Namen fange n mit anderen lauten an, dann Einführung der Anlauttabelle und Übungen zum Auswendiglernen. Danach Verschlüsselung und Entschlüsselug von Lauten. Danach Fibelunterricht , zwischendurch einzelne Angebote zum Verschriftlichen lautgetreuer Wörter/eigener Geschichten.?????

    flip

    Und was lerne ich aus dem Ganzen????

    Traue keiner Studie, die du nicht selbst angelegt hast. Jeder hat seine Interessen und es gibt anscheinend viele Seilschaften.

    Meine Erfahrungen:
    LDS bedeutet ziemlichen Lehrereinsatz.

    Migrantenkinder und Kinder, die aus einem spracharmen Umfeld kommen, sind benachteiligt, während sprachlich weit entwickelte Kinder deutlich profitieren, wenn nicht zu spät mit dem Erwerb orthografischen Wissens begonnen wird. - Dies finde ich nicht verwunderlich, denn das Ganze basiert ja auf Spracherfahrungen....

    Meine größten Erfolge erziele ich, wenn ich mir jedes Kind anschaue und einen Methodenmix durchführe. Phonologische Bewusstheit, Schreiblabor und andere PC PRogramme, Lautgebärden, Silbenlesen und Schreiben in Silben und ein gezieltes Lesetraining parallel zum Einführen der Anlauttabelle.... Wenn ich "spracharme" Kinder habe, Kinder mit Sprachauffälligkeiten, Teilleistungsstörungen muss ich lenken und viel früher anfangen, Lernwörter zu erarbeiten und feste Satzstrukturen einzuüben.

    Diese Erfahrungen habe ich in 16 Jahren gemacht und im Nachhinein denke ich, dass ich bei meiner ersten Klasse viele Dinge gemacht habe, die ich heute nie und nimmer mehr so machen würde.

    flip

    Wenn ich mir die Ausschnitte der Studie von MC Kinsey anschaue, kommt es nicht auf die Methode, sondern auf die Lehrerpersönlichkeit an, und das macht mir auch etwas Bauchschmerzen. Damit wird alles sehr zufällig und beliebig.

    Liebe biene, danke für deine Antwort. Arbeitest du mit alleder Rechtschreibwerkstatt?
    Bei "erklärt" bin ich der Meinung, dass man das "ä" bei uns nicht gut hört, weil wir eher breit sprechen. Wenn ich nicht das Wort vor Augen habe, weiß ich nicht, dass ich die Stelle offener "als ä" sprechen muss. Auch einige Wörter des LD Bereiches finde ich schwer zu sprechen, von daher würde ich sie eher richtig üben.

    Ich versuche einige Bereiche der Werkstatt im Moment etwas lehrerzentrierter bzw. straffender durchzuführen. Wenn ich mal nur die 14 Zweitklässler habe, benutze ich Wörterlisten. Dazu habe ich die Wörter abgetippt und wir können Suchübungen an der Wörterliste viel schneller durchführen als im großen Karteikasten- gerade schwächeren Kindern scheint das entgegenzukommen. Ich finde es sehr zeitaufwändig, die paar LD Wörter aus der ganzen Kiste herauszusuchen.
    Meine auch in LB Diktaten (als Diagnoseuen ) schwächeren Kinder haben in der HSP alle Lupenstellen für die alphaber tische Strategie korrekt geschrieben. Somit glaube ich fast, dass ich sie weiterschicke.


    Zur Studie: Wobei ich gehört habe von einer Bekannten, dass der große Meister zu dieser Studie gesagt haben soll, dass das Ziel gewesen sei, nachzuforschen, inwieweit sich die Lehrerausbildung /Moderatoren positiv auf Lernerfolge auswirkt.

    Nun wird die Studie doch genommen, um die Methoden zu bewerten.

    Ich frage mich aber, wenn es nach den Mc Kinsey Ergebnissen, relativ egal ist, nach welcher Methode die Schüler lernen: Warum mache ich dann solche Handstände...

    Es ist so ein Wirrwarr und Gegensätzliches wird mit Studien belegt, so dass man gar nicht mehr weiß, was man glauben soll. Der Text , die Wörter müssen für die Kinder bedeutsam sein versus gestuftes Rechtschreiblernen . Für alles gibt es Argumente.


    flip

Werbung