Bluetenzauber:
Für mich gibt es nicht d i e Methoden, sondern mehrere Anreize, die ich geben kann. Verfechtern nur einer Methode entgegene ich immer, dass es sonst nicht immer wieder neue, modifizierte Methoden gibt, und dass auch jede Methode mit dem Umfeld und der Lehrerpersönlichkeit korrelieren muss.
Der Leseaufbau, den du beschreibst, ist ein Weg.
Diese Koch´schen Lautgebärden werden oft im Legatraining und in Schulen mit sprachauffälligen Kindern benutzt - oft helfen sie weiter, deswegen wird bei mir jeder Buchstabe auch auf diese Weise eingeführt. Manche Kinder können erst Lautgebärden lesen, bevor sie zum Lesenkommen.
Manchmal hilft es, Wörter zu verschlüsseln - wenn du mit Anlauten arbeitest, könntest du Rätselwörter erstellen - manchmal habe ich damit Erfolg gehabt.
Manchmal hilft Silbenlesen, du legst einzelne Buchstaben auf den Boden, die Kinder hüpfen und beim Hüpfen nennen sie den anderen Buchstaben, ziehen Silben zusammen: m - o . Bei einigen Kindern hilft es, erst nur Silben zu lesen und dann Wörter (auch wenn mich damit wieder Didaktiker angreifen, die meinen, es müsse der Sinn hinter einem Wort stehen, habe ich damit gute Erfahrungen gemacht).
Manchmal hilft es die Wörter zweisilbig aufzuschreiben (wie in der Mildenberg Fibel ABC derTiere). Hase (Ha rot,se blau).
Um schneller zu werden, hilft es manchmal aufbauende Sätze aufzugeben:
Am
Am Montag
Am Montag habe
Am Montag habe ich
Am Montag habe ich Schule.
Die Sätze können eingeschnitten sein, dann sehen die Kinder nicht sofort, dass es länger wird - ist bei einigen auch wieder wichtig.
Einige Kinder können leichter mit dem Compi lesen - Caesar lesen, LEsetrainer aus der Medienwerkstatt Mühlacker helfen.
Bei einigen Kindern hilft das Leseprogramm von Horst Fröhler, Lesetraining, aol Verlag, das sind einzelne Karteikarten.
Bleiben trotz vieler Maßnahmen die Schwierigkeiten, so würde ich versuchen, dass Kind in einer Außenstelle des Blicklabors vorstellig werden zu lassen, es könnten Blicksprünge oder ähnliche Störungen vorliegen.
Hoffe, dir praxisorientiert geholfen zu haben - ich denke, eine theoretische Auseinandersetzung mit Lernmethoden oder sonstigen persönlichen Außenandersetzungen wolltest du nicht anzetteln.
Liebe Grüße
(und viel Erfolg)
flip
Für mich ist lesen lernen harte Arbeit - gerade Kinder, denen es nicht zufällt, brauchen viel Ermunterung, viel Zuspruch und Erfolgserlebnisse.