Es gibt ein Buch von Mechthild Dehn Zeit für Kinder, ZEit für die Schrift, dort ist für das erste Schuljahr ein Konzept integriert. Mit der HSP bin ich zu Beginn nicht so gut klar gekommen - gerade, wenn es nur Wortruinen gab, war es schwer auszuwerten. Ansonsten würde ich wirklich einfach die Bilder, die Konfetti vorgibt, nehmen. Mit demZeitpunkt kann ich dir keinen Rat geben, kommt darauf an, wie du arbeitest und einsteigst. Ich habe zum Beispiel, nachdem ich die Anlauttabele eingeführt hatte, überprüft, ob die Laut- Bildzuordnung klappt. Ich habe auch die Bilder auswendig lernen lassen, obwohl das Reichen nicht macht.
Zur Frage mit dem Lesenlernen.
Ich fange mittlerweile, nachdem ich 6 Buchstaben eingeführt habe - bei mir gibt es Buchstabenwochen, ca 10 bis 12 Wochen nach Schulbeginn Lautefangen u.ä. gemacht. Also, erst aus den Buchstaben Silben lesen lassen, Silben hüpfen, dann mehrere Silben hintereinander. Ich glaube, ich habe das schon mal irgendwo im Forum beschrieben - fahre nur morgen früh in den Urlaub, deshalb nur kurz.
Dann habe ich geschaut, wer die Synthese verstanden hatte. Für diese Kinder hatte ich kleine Lese-Malhefte hergestellt, z.T. aus den Kopiervorlagen für die Tobifibel und eigene Ideen, da ich ja mit der Loni/Lino Geschichte von Maute Schonig gearbeitet habe. WAr ein Heft fertig, bekamen die Kinder das nächste. Mit allen Kindern habe ich Lautgebärden eingeführt - einige konnten die Gebärden lesen, aber nicht die Silben.
Für Kinder, die nicht die Synthese verstanden haben, habe ich immer wieder im Förderunterricht mit Lautgebärden gearbeitet. Gut war auch die Idee, Wörter mit den Anlautbildern zu verschlüsseln. Am Anfang war es nur eine Entschlüsselungsübung, um die Laut-Buchstabenzuordnung-Bildzuordnung hinzubekommen - einige Kinder konnten aber mit Verbindung zu den Bildern eher lesen. Ganz schwierige Fälle habe ich nach dem Kieler Leseaufbau zu Beginn üben lassen.
Auch wenn es viele verteufeln, ich finde über die Silben den Zugang einfacher, weil Kinder dann schon einzelne Wortteile schneller lesen können - gerade ganz schwache, die von ganzen Texten überfordert sind. Es hilft vielen Kindern auch, wenn man die Wörter in Silben farbig aufteilt (Ti ger (Ti in blau, ger in rot) .
Auch sind Bandwurmsätze gute Übungen:
Am
Am Tisch
Am Tisch stehen
Am Tisch stehen viele
Am Tisch stehen viele Stühle.
Generell denke ich , man muss viel mehr differenzieren beim Lesen als es Konfetti vorgibt. Das finde ich einen großen Schwachpunkt. Lesen lernt man eben auch nur durch lesen - und es gibt eben einige Kinder, die sich nicht das, was sie aufgeschrieben haben, noch mal durchlesen. Wie sollen die lesen lernen, wenn nicht mit sanften Druck.
Wenn du dich aber für den Weg von Konfetti entscheidest, finde ich es nur fair, ihn auch durchzuhalten und nicht plötzlich am Ende der Klasse 1 in Panik zu verfallen, weil die Kinder so wenig können und dan umfangreiche Texte aufzugeben.
flip.