Wichtig bei diesem Konzept ist mir, dass du das Buch nicht wie eine normale Fibel einsetzt, sondern viel selber machst und immer wieder den Lernstand der Kinder überprüfst.
Kinder, die nicht zu Hause begleitet werden, brauchen entsprechende Förderung, sonst bleiben sie stecken - meiner ERfahrung nach.
Außerdem musst du das Buch um Leseanregungen ergänzen, wenn möglich Lesemütter einsetzen, sobald die Kinder die Synthese verstanden haben - meiner Erfahrung kommt das Lesen zu kurz, wenn du nur nach dem Konzept arbeitest.
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Beiträge von elefantenflip
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niklas: Meiner Erfahrung nach - soz. Brennpunkt, hoher Migrantenanteil - muss die Herkunft viel stärker in den Anfangsunterricht integriert werden, denn es heißt ja auch Spracherfahrungsansatz. Kinder, die keine Spracherfahrungen haben, brauchen viel stärkere Orientierung als Kinder, die literal sehr behütet aufwachsen.
Das habe ich bislang in meiner Unterricht wahrscheinlich zu wenig beachtet. Viele meiner Kinder haben eben nicht die Schreibfreude entwickelt, die ich gedacht habe. Beim ersten Durchgang dachte ich noch, naja, gut, vielleicht ist es gerade die Klasse - in der Literatur steht ja entgegengesetztes. Beim zweiten Durchgang war es genauso und jetzt beim dritten Durchgang sind meine ERgebnisse schwächer als bei einer nach der Fibel arbeitenden Kollegin, obwohl ich dachte, schon mehr Satzbaumuster und Wortschatzübungen eingeflochten zu haben.
Die neuen Fibel - Konfetti und Startfrei - setzen eben auch eher ein literales Umfeld voraus. Der Gebrauch einer Fibel intendiert bei vielen Kollegen den üblichen Umgang mit einer Fibel. Den kann es aber aufgrund der versch. Spracherfahrungen nicht geben. So sind viele Kinder mit den Lesetexten überfordert und finden keinen Zugang dazu. Sie bräuchten dann differenzierte Texte - bei einem Lernen im Gleichschritt kann das eben nicht funktionieren.Tinto ist in einer Schule im sozialen Brennpunkt u.a. im Dortmunder Norden entwickelt worden - doch verunsichern mich nun auch die ERgebnisse der Stumpenhorst Untersuchung. Ich muss mich noch näher einlesen: Liegen die ERgebnisse nun an dem selbständigen ERarbeiten, oder an der Arbeit mit der Anlauttabelle?
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Ich habe mir die Sachen von Stumpenhorst ausgeliehen, Lollipop steht für mich für ein Sprach-SAchunterrichtsverbundsystem mit Fibel bzw. Sprach/Lesebuch - wie es auch viele andere gibt.
Im ersten Schuljahr werden die Buchstaben als Lehrgang eingeführt, Lesetexte werden aufbauend immer schwieriger. Zusätzlich gibt es wohl ansprechende CD´roms, die ich abe rnoch nicht in der HAnd hatte.
Zufällig habe ich das Lollipop ergänzend in der Klasse eingesetzt. Ich bin aber eigentlich das Arbeiten ohne Sprachbuch gewöhnt und die SAchseiten waren mir irgendwie "nicht ansprechend genug". Auch mag ich Lesetexte lieber, die aus Kinderliteratur entnommen sind - die Lesetexte waren nicht so ganz mein Geschmack.
Sommer-Stumpenhorst steht für mich für ein vom Inhalt lösgelöstes, an rechtschreibphänomenen ausgerichtetes Arbeiten. Sehr individuell, da z.B. die Buchstaben so erarbeitet werden, wie es dem Lernfortschritt der Kinder entspricht. Danach gibt es dann versch. Rechtschreibübungen. Ich habe in der Praxis noch nicht damit gearbeitet. Es wirkt aber sehr gestuft. Da ist meine Frage: Läuft der ERwerb von Rechtschreibwissen wirklich immer so gestuft ab. Die Übungen sind immer die selben - werden sie nicht als langweilig empfunden? Zu meiner Studienzeit hieß es immer, dass Kinder leichter lernen, wenn es an für sie interessanten Themen erfolgt?????
Ich selber habe bislang zuerst den Anlautbogen eingeführt, danach habe ich dann die Buchstaben im Lehrgang eingeführt - nach allen Sinnen und mit Hand und Fuß. Zwischendrin gab es immer zahlreiche Übungen zum freien Schreiben. Gelesen haben die Kinder dann, wenn sie die Synthese verstanden haben, immer an individuell zusammengestellten Lesetexte (Lesemalblättern). Eigentlich dachte ich, wie es gewünscht wird und die Richtlinien es vorsehen in NRW:
Nun hatte ich ja im letzten Jahr schlechte Ergebnisse im Stolperwörterlesetest - und dachte, es wäre mein Einzugsgebiet - allerdings hatten eben nur die besten Kinder einen Prozentrang von 52. Dieses Jahr habe ich für eine Kollegin den Test ausgewertet - die nach einer fibel gearbeitet hat, die Lollipop gleich kommt, die auch die Schreibschrift schon um die Osterferien eingeführt hat - ihre Kinder sind fast alle überdurchschnittlich - das gleiche Einzugsgebiet. Da habe ich noch gedacht- naja, dann sind meine halt besser in der Rechtschreibung - ich habe zusätzlich mit dem Schreiblabor gearbeitet, was der HSP eigentlich entgegen kommen müsste - aber auch da waren ihre Kinder um ein Vielfaches besser. Ich glaube nicht, dass sie jetzt so großartig fittere Kinder hat.Im Schreiben sind meine Kinder auch nicht gerade sprühend vor Energie und Lust, so wie man es sich nach dem Schreiberfahrungsansatz vorstellt.
Ich habe folgende These: Durch das Freie Schreiben und lernen nach der Methode Lesen durch Schreiben entwickeln sich Kinder viel weiter, die sowieso fitt sind und die von zu Hause aus begleitet werden. Kinder mit schwachem sozio-kulturellen Hintergrund sind durch die Methode noch stärker benachteiligt.
Bin auf eure Meinungen gespannt!
flip -
Es gab eine Untersuchung über die Wirksamkeit von Methoden zum Schriftspracherwerb. Die Ergebnisse werden anscheinend zurückgehalten, weil man mit der Studie eigentlich etwas anderes erreichen wollte, als das Ergebnis im Moment bietet.
http://bildungsklick.de/serviceTextDru…iceTextId=15898
oder auch wilfriedmetze. de
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Finde ich sehr interessant, es scheint etwas in Bewegung zu kommen- was mir bislang suspekt war, war ja, dass nie eine kritische Auseinandersetzung mit der Methode stattgefunden hat.
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Ich denke, dass das Wichtigste ist, ob man nun das Geld aus eigener Tasche zahlt oder nicht, es auch transparent zu machen.
In meinem Umfeld, wo viele auf Lehrer schimpfen, glaubt mir kein Mensch, dass wir für die Fahrt noch selber blechen.Für mich , als Mutter, bedeutet es auch noch, dass ich für die Zeit einen Babysitter nachmittags bezahle, denn mein Mann mag nicht seinen Urlaub dafür nehmen - er ist eben nicht Lehrer. Wir fahren immer als Jahrgang und meine netten, mitfühlenden Kollegen, beide keine Kinder mehr in betreuungsintensivem Alter, sehen nicht ein, dass ich die 5 Tage, die bei uns im Schulprogramm verankert sind, auf zwei Jahre strecken will, ein Jahr 3 Tage, das andere Jahr 2 Tage.
Und dann geht mir schon mal die Hutschnur hoch...
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Habt ihr die DVD´s schon mal angesehen?
Sind sie lohnend?Wir haben zu Hause die DVD´s von Was ist was und mein Sohn liebt sie. Ich überlege schon mal das nächste Weihnachtsgeschenk.
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Liebe Braunauge!
Ich kann gut verstehen, wie du dich fühlst. Genau diese Unsicherheit, dass du nicht einschätzen kannst, was als nächstes passiert, würde ich der Klassenlehrerin mitteilen.
Ist es eine junge Kollegin, die sich an die Schulleiterin gewandt hat oder ist die Schulleiterin auch in der Klasse?Bei uns schaltet nämlich nicht der Schulleiter den Sonderschullehrer oder das VO-SF ein, sondern die Initiative geht vom Klassenlehrer aus. ....
Hast du denn das Gefühl, dass die Lehrer deinem Kind in der Schule gerecht werden?
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Ich denke wie Gemo und denke, das Recht ist auf deiner Seite. Was hätte die Schule ohne dich gemacht, wären sie nicht auf Klassenfahrt gegangen?
Die einzige Tatsache, die mich dagegen abhalten würde, wäre die, dass es Konsequenzen für meine Einstellung haben könnte, wenn ich jetzt den Mund zu weit aufmache - sprich, hast du eine feste Stelle? Wie ist es mit der weiteren "Laufbahn"? Gibt es noch eine Prüfung als Beamtin auf Lebenszeit? Wie fest fühlst du dich im Sattel? Könnte man dir da noch Steine in den Weg legen? Es ist zwar eigentlich doof so zu denken, doch solange ich ungesichert wäre, würde ich das in Betracht ziehen.
In meiner gesicherten Stellung würde ich das nicht mit mir machen lassen und würde wie Gemo vorschlägt verfahren. Mindestens genauso wie die Kostenübernahme würde mich stören, dass ich die Stunden nacharbeiten soll. Was hast du auf der Klassenfahrt getan? Dir an den Füßen gespielt? Wenn etwas passiert wäre, hättest du dann sagen können, das ist in meiner Freizeit passiert?Das. was da mit dir gemacht werden soll, macht mich sehr wütend und ich frage mich, was ist mit der Solidarität deiner Mitkollegen?
flip -
Genau, was du schreibst, ist die Krux der Zeugnisse in Berichtsform. Ich habe meinem Mann meine Zeugnisse, die ich viel deutlicher formuliert habe, gegeben und gebeten, die Einschätzung der Leistung zu spiegeln.
Er meinte, er könnte es erst, nachdem er 12 Zeugnisse gelesen hätte. Fortan habe ich den Eltern sozusagen eine Hierarchie gegeben, in der sie die von mir forumulierte Bewertung einordnen und dadurch vielleicht einschätzen können.Ich würde mit den gleichen Fragen, die du an uns stellst, zur Klassenlehrerin gehen, vermutlich gibt es Sprechtage??? Die unklaren Formulierungen durchgehen und sie bitten, mündlich zu interpretieren, dann kannst du Rückfragen stellen. Es geht ja darum, dir ein Bild zu machen, wie sich dein Kind im Unterricht verhält - bzw. wie die Lehrerin dein Kind einordnet.
Dann würde ich spiegeln, ob ich mein Kind wiederfinde oder ob ich es zu Hause anders erlebe (kann durchaus sein, Kinder verhalten sich in Einzelsituationen oft ganz anders und können ganz andere Dinge als in der Schule).
Wenn keine Übereinstimmungen sind, ist zum Wohl des Kindes abzuklären, woher das kommen könnte und nach evt. Maßnahmen zu fragen.
Ich habe deine Beiträge nicht so verfolgt, es hört sich aber so an in diesem Threat, dass du meinst, dass dein Kind in der Schule nicht so gefördert wird, wie es sollte. Dass du darauf hin selber die Förderung in die Hand genommen hast. Du siehst Fortschritte, die die Lehrerin nicht notiert hat??? Wenn das so ist, würde ich auch darüber sprechen.
Ich hatte mal so einen Fall, da wollten die Eltern das Kind Beginn der Klasse 4 auf das Gymnasium vorbereitet haben, während wir überlegten, noch ein VO-SF (Sonderschulüberprüfung) einzuleiten. Da haben wir natürlich auch sehr im Zeugnis hervorgehoben, was das Kind nicht kann, um es einfach vor der falschen Schulwahl zu bewahren.
Im Sinne einer guten Zusammenarbeit - denn die ist bei Kindern, die nicht so gerade die Schule durchlaufen, weil sie Schwierigkeiten jeglicher Art haben, ist es wichtig, dass es keine Anschuldigungen gibt, sondern dass ihr versucht, gemeinsame Förderwege zu finden.
Viel Glück dabei
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Ich kenne das Problem z.T. und denke, dass es auch an unseren Methoden liegt.
In den Mathebüchern sollen die Kinder z.B. in den ersten Wochen Zahlenhäuser (Zahlzerlegungen rechnen), mit Plättchen oder Zahlen, und sogar bis 16. Gedacht, als natürliche Differenzierung, mussten wohl nicht alle machen, aber als I-Männchen möchte alles haben, also: Wie mache ich das?
Dann kommen plötzlich Aufgaben, die über die 20 sind, einige Kinder schaffen es, aber die mittleren Kinder bis schwachen Kinder? brauchen Hilfe, es fehlen Strategien, die Eltern helfen mit den ihnen bekannten Strategien und bringen damit schon früh verkürzte Dinge bei (wie Addition schriftliche, gedacht, um den Kindern das Rechnen zu erleichtern). Kind rechnet nur noch schematisch und damit wird erreich, was eigentlich vermieden werden soll....
Eigentlich sollte man immer unter die Hausaufgaben schreiben: Kind konnte sie nicht allein, aber das will mein Sohn auch nicht....
Ich denke, viele der Probleme sind hausgemacht. Sie sind aber nicht "Schuld" der Lehrerinnen, die häufig gar nicht das Fach studiert haben, sondern die es fachfremd unterrichten und sich somit auf die Lehrwerke und Handbücher verlassen (müssen). Es ist vielmehr Problem unserer aktuellen Didaktik.
flip
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Suche VA als Umrissschrift.
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Gib mal in die Suchmaschine Schnuppertag ein.
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Also:
Das Kind hat wenige Rechtschreibprobleme bei einem Diktat (Sätzen)? Es hat kaum Probleme bei Einzelwörtern, die es sich selbst diktiert (aufschreibt), massivere Probleme, wenn es einen Satz aufschreibt?Richtig verstanden?
Noch eine Frage: Wie ist es, wenn das Kind sich einen Satz selber aufschreibt, der vorgegeben ist (es muss sich aber dabei über den Inhalt keine Gedanken machen). Ich meine z.B. Analogiesätze aufschreiben: Der Elefant hat eine graue Farbe. Der Löwe hat eine gelbe Farbe....
Es könnte ja sein, dass das Kind Probleme damit hat, wenn es mehrere Dinge gleichzeitig machen muss: Über den Inhalt nachdenken und auf Rechtschreibung achten.
Es kann sein,dass das Kind Probleme hat in der Serialität, d.h., mehrere Wörter hintereinander zu schalten.
Wie ist es, wenn das Kind mehrere Handlungen hintereinander ausführen soll?
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Ich habe mir auch solche Kategorien wie du einfallen lassen. Im Anschluss daran habe ich den Stolperwörterlesetest gemacht - allerdings habe ich die Kinder vorher an Arbeit unter Zeitdruck gewöhnt, und 2 mal andere Sätze mit ähnlicher Übung als Abschreibtext geübt (nachdem ich gesehen habe, dass Metze in seinem Tobi Rechtschreibkurs auch diese Übung in der Kl. 2 anbietet.
Meine Zensuren habe ich mit denen, die der Lesetest vorschlägt, verglichen: Und siehe da: 4 Kinder habe ich schlechter eingschätzt, als der Test, 1 Kind habe ich besser eingeschätzt. Fand es nur gut, mal über den Tellerrand zu schauen und zu gucken, wie die Leistungen in einem standardisierten Test sind.
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Schau mal unter http://www.dagmarwilde.de
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Schungübungen voranschalten, große Lineatur, den Schreibschriftlehrgang erst viel später anfangen lassen, Umrissschrift, so dass die Kinder "nur" ausfüllen müssen.
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Ich meine einfach, wenn du ihm Bilder gibst und das Kind den Begriff daneben schreiben soll. (a la Hamburger Schreibprobe)
Silbenschwingen ist wirklich gut. Außerdem habe ich gute Erfahrungen mit dem Schreiblabor gemacht, wenn ihr einen PC habt - das Gute ist daran, dass es eine Übung gibt, wo lautgetreue Wörter geschrieben werden sollen. Der PC spricht vor, das Kind bekommt sofort eine Rückmeldung.
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Ich habe mir mal ein Buch gekauft, das heißt : Die Musenkussmaschine. Da gibt es viele Schreibideen , eher für die Sek. 1.
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Wie ist es denn, wenn das Kind sich selbst einzelne Wörter diktiert?
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Selbst in der Hamburger Schreibprobe 2 ist die Großschreibung noch kein Kriterium, also Ruhe bewahren.
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