Ich hatte da eine besondere Begebenheit:
Hoffe nicht, dass mein Threat nicht zu weit vom eigentlichen Thema abführen wird:
Bei uns machen die Kinder häufiger neben die Toilette. Ein Kind wurde dabei beobachtet und ich nahm das Kind (in meiner Freistunde, ließ mir vom Hausmeister, Handschuhe, Lappen und Eimer aushändigen) und begleitete das Kind beim Saubermachen. Dabei führten wir ein Gespräch. Ich fand das nur logische Konsequenz und als Abschreckung, denn leider sehen wir ja oft nicht, wenn so etwas passiert .
Prompt bekam ich am nächsten Tag den Besuch der Mutter, die sich beschwerte, dass ihr Kind das Klo putzen musste. Das Kind habe aus Versehen daneben gemacht und außerdem würden viele Kinder daneben machen....
Dahinter steckt (und wie beim eigentlichen Thema des Threats) die Frage, wie man mit Verstößen umgeht - das Abschreiben der Hausordnung ist die bequemste, aber nicht immer wirksamste Methode. Häufig fängt es aber schon mit einer Diskussion an, dass überhaupt die Notwendigkeit nicht gesehen wird, dass eine Hausordnung aufgestellt werden muss.
Um solchen Begebenheiten wie Doris es beschreibt, aus dem Weg zu gehen, finde ich eine allgemeine Konsenzfinung in den Schulmitwirkungsgremien wichtig, was in der Hausordnung steht und wie mit Verstößen umgegangen wird. Dann hat man hinterher keine blöden Diskussionen mehr und Eltern/Kinder/Lehrer wissen, worauf sie sich einzulassen haben. Dazu gehört dann auch (vor allen Dingen in den weiterführenden Schulen), dass eine Hausordnung veröffentlicht wird und jeder einen Vertrag unterschreibt, dass er beabsichigt, sich an die Regeln zu halten. Das Kinder austesten, was bei Regelverstoß passiert, halte ich auch für normal.
flip, die sich freuen würde, wenn es mehr einheitliche Erziehungsmaßstäbe in Deutschland gäbe....