Nee, meine Schreibweise.
Leider habe ich zu der Fibel noch nicht das Handbuch- mein Eindruck ist wirklich, dass die Anlauttabelle eher Alibi-Funktion hat. Ich finde aber, dass man eher freies Schreiben nebenbei machen kann oder vorher (so mache ich es, erst die Anlauttabelle und Schulung der Phonologischen Bewusstheit, dann einen "Lehrgang in Form von Buchstabenwochen"). Von daher kann man ja eigentlich eine andere Anlauttabelle nehmen. Doch von einem wirklich gut verarbeiteten Buch erwarte ich halt mehr, denn meine Lieblingskollegin feindete mich in den ersten Jahren sehr an und meinte immer: So viel Wissen wie Verlage, da würde ich mich schon sehr erheben.... Interessant finde ich aber wirklich den Ansatz, nebenbei mehr auf Silbentraining wert zu legen.
Mein Sohn lernt im Moment nach der Startfrei Fibel. Er ist kein Überflieger und drückt sich gerne vor dem Lesen. Auch hat er Richtungsprobleme. Es wird kaum eine Lesehausaufgabe gegeben und wenn, dann plötzlich eine Seite aus der Fibel lesen üben. Es ist ziemlich planlos und würde ich nicht mit einer aufbauenden Leselehrgang (ausgehend von Silben und dann leichteren Texten) mit ihm geübt haben, wären die Lernprobleme vorprogrammiert. Die umfangreichen und schwierigen Texte (auch vom Inhalt) haben ihn eher abgeschreckt, denn motiviert. Mädchen sind vermutlich anders. Wenn sich aber Lehrer nur auf die Fibel verlassen hat dies große Auswirkungen. Und dies finde ich die Gefahr für Fibeln nach dem Spracherfahrungsansatz - sie sind nicht so offen, wie sie für die Methode sein müssten - die Spracherfahrungen sind eben unterschiedlich, mit denen die Kinder in die Schule kommen. Aus meiner Erfahrung heraus, würde ich nie einen ganzen Klassensatz dieser Fibeln bestellen.
Melosine:
Ich habe so richtig lange Erfahrungen mit der Arbeit mit Silben noch nicht (ca. 1 Jahr), leider finden die Förderkurse nicht so kontinuierlich statt. In meiner eigenen Klasse habe ich von Anfang an Wert darauf gelegt, doch habe ich auch schwache Rechtschreiber, wobei ich fast nur Jungen habe und eine ziemlich schwache Klasse. Um wirkliche Aussagen zu treffen, müsste man wahrscheinlich kontinuierlicher Arbeiten und eher Reihenuntersuchungen zu machen.
Nur wenn ich mir das Material anschaue, wonach in den Instituten mit legasthenen Kindern gearbeitet wird, so wird der Aufbau der Sprache sehr kleinschrittig betrieben und ausgehend von Silben aufgebaut.
Ich arbeite aber nach dem Spracherfahrungsansatz, wobei ich in den Unterricht immer wieder Elemente aus der Legaförderung einbaue (ich denke, der Streit, gibt es nun Legasthenie oder nicht hilft den Kindern nicht weiter). So habe ich bislang auch Schwierigkeiten recht gut aufgefangen (natürlich gibt es auch Kinder, die wirklich eine Einzelbetreuung brauchen, aber nicht die große Zahl, die im Moment entsteht).
Mir fällt bei allen rechtschreibschwachen Kindern auf, dass sie kein Rhythmusgefühl für die Silbe haben. Ist das bei dir auch so???
flip