Beiträge von das_kaddl

    Ich würde hier auch zwischen "privat" und "öffentlich" unterscheiden. Kind unter vier Augen mit dem Ziel der Entschuldigung an die Betroffenen ansprechen, ja. Die "Begegnung" zwischen dem Schüler und den Betroffenen herstellen, ja.


    Aber warum muss eine Sache, die vermutlich ca. 6 Kinder betrifft, "schmerzhaft (Zitat aus dem Ausgangsposting) mit einer Blossstellung vor der gesamten Klasse passieren?


    Ähnlich sehe ich es mit dem Klassenrat, der ja der "Pranger" nur in Kreisform wäre. M.E. gehören in den Klassenrat nur Dinge, die "öffentlich" sind. Briefe zähle ich zur Kategorie "privat" und würde als Lehrerin nur lenkend (s.o.) eingreifen.


    LG, das_kaddl.

    Wir haben uns für eine Individualanfertigung eines Zürcher Gold- und Silberschmiedes aus Platin entschieden, auch wenn es teurer war als alle anderen "silberfarbenen" Adäquate und sind mit Form, Struktur & "Farbe" sehr zufrieden. Bezüglich des Kaufpreises [SIZE=7](3000 CHF) :rolleyes:[/SIZE] haben wir uns damit beruhigt, dass wir ja mindestens 50 Jahre miteinander verheiratet sein werden ;) und dass dann pro Jahr und pro Person nur 30 CHF "Ringkosten" wären :D .


    LG, das_kaddl.

    Zitat

    Original von Timm
    So, warum sollte ich jetzt keine "statistisch relevante Größe" vorliegen haben und Antworten in Prozente auswerten dürfen?


    Weil die Prozentangabe eine statistische Verlässlichkeit oder gar Repräsentativität für die Population suggeriert, die bei einem N von 59 nicht gegeben ist, möchte man Aussagen über "die Schüler" (an sich, d.h., die Population der soundsovieljährigen Schüler) machen.


    Man arbeitet da eigentlich eher mit Häufigkeiten und Angabe von Minimum/Maximum, Range etc.


    Das sind aber so statistische Details, die in der Praxis kaum eingehalten werden. Genauso arbeiten ja viele, wenn sie den "Durchschnitt" (Mittelwert) angeben wollen, mit dem arithmetischen Mittel, obwohl die entsprechende Skala gar nicht zum Mittelwert passt (das arithmetische Mittel wendet man strenggenommen erst ab intervallskalierten Datenniveau an, für ordinal skalierte Daten nutzt man den Median, weil der robuster gegenüber "Ausreissern" innerhalb der Stichprobe ist).


    Wenn es um eine Auswertung im Rahmen des 2. Staatsexamens geht, nehme ich an, wurde eine Unterrichtseinheit evaluiert. Da kommt es ja eher auf den "Gehalt" an und ich würde ein pragmatisches "inhaltsanalytisches" Vorgehen, wie Powerflower es vorschlägt, wählen und mich nicht in statistischen Verfahren, die nicht wirklich beherrscht werden, verlieren. Allerdings rate ich Dir von Grafiken bei verbalen Daten ab, weil es v.a. wiederum eine Repräsentativität suggeriert, die nicht vorhanden ist.


    LG, das_kaddl.

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    Original von TMFKAW
    Vielleicht die Patentlösung:


    Der Solidaritätsbeitrag - ihr wisst schon, das was der Westen solidarisch seit dem Mauerfall in den Osten steckt - einfach umleiten: Direkt zu den armen notleidenden Banken. Und das dauerhaft! Jeder Steuerzahler (natürlich auch der östlich arbeitende) wüsste dann wenigstens genau, was ihm die soziale Marktwirtschaft wert ist. [Blockierte Grafik: http://img254.imageshack.us/img254/4091/iconcool5lw.gif] *g* TMFKAW


    Sorry, wenn ich die Ironie hinter dem Beitrag nicht finden kann - Du weisst schon, dass der "Solidaritätszuschlag" nicht nur "vom Westen" bezahlt wird, sondern ein Betrag von 5.5% der Einkommenssteuer ist, die natürlich auch "im Osten" zu zahlen ist?

    Ich team-teache gemeinsam mit einer Kollegin ein Seminar, das "Politische Bildung" heisst. Diejenigen, die unser Seminar besuchen, sind im vorletzten Semester des Primarschulstudiengangs und durchweg Schweizerinnen und Schweizer.


    Meine Kollegin ist Österreicherin, ich bin Deutsche aus den neuen Bundesländern.


    Thema des Seminars ist politische Sozialisation. Meine Kollegin und ich stellen als Einstieg mithilfe des "Roten Fadens" unsere aufgrund unserer geografischen Herkunft sehr unterschiedliche politische Sozialisation vor, später arbeiten die Studies an ihrem eigenen roten Faden.


    Am Ende des Seminars kommt eine Studentin zu mir und sagt "Frau..., das war richtig interessant. Da merkt man wieder mal, dass es noch andere Dinge ausserhalb der Schweiz gibt." 8o ;)


    Eine bisschen naive, aber trotzdem nette Rückmeldung.


    LG, das_kaddl.



    EDIT: Komisch, dass der Thread nur so wenige Beiträge hat im Vergleich zu Threads über Burn-out etc. Traut Ihr Euch nicht, positive Erlebnisse zu schreiben oder fallen die aufgrund der in den anderen Threads angesprochenen Rahmenbedingungen vollkommen unter den Tisch? Mir helfen "positive Schlüsselerlebnisse" über langweilige, von akademischem Gezicke durchzogene Institutskonferenzen, über das Zwischenberichtschreiben, das Abrechnungen-Kleben etc. hinweg...

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    Original von julia242
    ja, das stimmt, vom buch verlag kempen gibt es nur eine werkstatt zum reiseschwein. das passt wohl leider nicht in die jetzige jahreszeit...


    Aber die Ideen kann man doch adaptieren... Letztlich sind die diversen Werkstätten/Karteien doch ähnlich aufgebaut und wenn man im "Theorieteil" was über Leseförderung oder handlungs-/produktionsorientierten Umgang mit Kinderliteratur schreibt, weiss man doch, worauf es ankommt. ?(


    Ausserdem geht es ja um eine Examensarbeit, sollte sie nicht sowieso von einem hohen Eigenanteil gekennzeichnet sein?


    LG, das_kaddl.

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    Original von *Line*
    Heute kommt bei STERN TV ein Bericht über Kopfläuse falls es jemanden interessiert....


    Ich hab auch die Vorschau gesehen und musste spontan an diesen Thread denken :D

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    Original von SunnyGS
    nein, es gibt keine größeren Probleme. Halt die, die man sonst sicher auch hätte. Der eine hat eine bessere Schrift, der andere schmiert eher.
    Die Zeit, die bei der Vermittlung der Druckschrift in das Erlernen von 2 Schriftarten investiert wird, nutzen wir hier halt für intensivere Schwung- und Schreibübungen.


    Die Einführung der Schreibschrift ist hier wirklich alles andere als ungewöhnlich. Ganz im Gegenteil ...


    Ist das nicht die Methode, nach der alle DDR-Kinder unterrichtet wurden? Ich habe Lesen und Schreiben jedenfalls so gelernt und später, als ich an der Uni (Ex-DDR-Gebiet) war, wurde diese Form des Lese/Schreiblehrgangs auch verstärkt behandelt. Erst als ich im 3. Semester mein erstes Praktikum in den alten Bundesländern machte, lernte ich andere Lese/Schreiblehrgänge kennen...


    LG, das_kaddl.

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    Original von Nordsternhaus


    Na sowas: Du solltest doch lieber froh sein, dass da jemand hinterher ist und
    dir dadurch vielleicht einiges erspart bleibt... Das ist doch eher ein Service als ne dumme "Kratzerei"... Drama Drama Drama ?(:rolleyes:



    Vielleicht bin ich ja inzwischen helvetisch geprägt, was die Ansichten über die Verantwortlichkeiten des Staates angeht - ich wünschte mir, dass die Erziehungsberechtigten die Kontrolle und Kratzerei über die Kopfläuse ihrer Kinder behalten dürfen ;) .


    Natürlich, ich weiss, die sozial schwachen Kinder mit desinteressierten Elternhäusern.


    Wir sprechen hier aber von einer Privatschule, die wahrscheinlich weniger Zulauf von Kindern desinteressierter, unhygienischer Elternteile hat.


    LG, das_kaddl.

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    Original von Finchen
    Bevor man so viel wervolle Zeit seines Lebens "verschwendet" sollte man vorher ein sehr ausgiebiges Praktikum an der angestrebten Schulform und zumindest die ersten eigenen Unterrichtsversuche machen um zu überprüfen, ob man für den Lehrerberuf wirklich geeignet ist.


    Der Theorie nach müssten alle ehemaligen (d.h., mit 1. Staatsexamen erfolgreichen) Lehramtsstudierenden geeignete und glückliche Lehrer sein.


    LG, das_kaddl.

    Hallo Schlauby


    Du hast Dir die verschiedenen Wege, wie Du an die Eltern herangetreten bist, wahrscheinlich dokumentiert. Ohne die konkrete Rechtslage zitierfähig zu kennen (aber nach der fragst Du zum Glück ja auch nicht ;) ) denke ich, dass Du Deine Aufgaben vollumfänglich wahrgenommen hast.


    Jedoch fehlt uns hier Detail-Wissen, das den "Fall" ganz anders erscheinen lassen könnte: z.B. handelt es sich um ein sozial besonders schwaches Elternhaus oder hat ein Kind einen Migrationshintergrund oder gibt es andere Faktoren, die andeuten, dass die Eltern gar nicht verstehen,was Du von und mit ihnen möchtest, dann sollte ein Lehrer "mehr" machen. Nicht therapieren (ich halte "Therapien" von Nicht-Ausgebildeten im besten Fall für nutzlos, im schlimmeren Fall für kontraproduktiv bis gefährlich), aber "Massnahmen einleiten" (externe Kontakte hinzuziehen usw.).


    LG, das_kaddl.

    Zitat

    Original von CKR
    Was ist das jetzt? Werbung für den eigenen Broterwerb?


    ...gewürzt mit einer Prise Spiritualität... :mad:


    Bei manchen Beiträgen oder Links merkt man ganz deutlich, wer entgegen der Forenregeln eben nicht Lehrer oder Artverwandtes ist.


    LG, das_kaddl.

    Zitat

    Original von lissis
    In der (Privat) Schule meiner Kinder (nur 60 Schüler) wird sehr restriktiv vorgegangen: Es gibt eine Läuse -AG, bestehend aus 3 Elternteilen, die regelmäßig im Schuljahr vorsorglich alle Köpfe absuchen.


    Das ist Satire, oder?
    Ich als zahlendes Elternteil einer Privatschule würde der Laus-AG mitsamt Schulleitung eins husten, wenn fremde Leute meinem Kind auf dem Kopf herumkratzen würden!


    LG, das_kaddl.

    Wegen der Unsinnsgegenstände: woher sollen denn die Kinder wissen, dass ein Kaninchen keine Schokolade frisst (überspitzt ausgedrückt)? D.h.: wie gehst Du damit um, wenn die Kinder mit ihrem heterogenen Vorwissen z.T. aus Nichtwissen ihren Käfig mit "Unsinnsgegenständen" bestücken?


    Und verrätst Du uns noch Dein Bundesland und Deine Lernziele? :)

    Zitat

    Original von Steffchen79
    Ohjee, armer Brutus ;)


    Meinst Du meinen Beitrag? Der war wirklich nur anregend gemeint und bezieht sich auf Dinge, die fehlen, aber (nicht nur für Unterrichtsbesuche ;) ) eminent sind:


    1) Was steht im Lehrplan?
    2) Welche Lernziele habe ich?
    3) Ist die Reihenplanung logisch/sinnvoll und ermöglicht sie das Erreichen der Lernziele?


    Mir fiel noch etwas ein: Brutus, hast Du so etwas wie eine Mentorin oder einen Mentor, dem Du Deine Planung mal zeigen kannst? Bzw. (Dein Bundesland fehlt leider im Profil, sodass ich so viel fragen muss) wie wirst Du denn innerschulisch betreut, gibt es eine Ansprechperson, mit der Du Deine Stunde besprechen und weiterdenken kannst?


    LG, das_kaddl.

    Mich irritiert, dass Du in der "Käfig-Stunde" im Prinzip schon die Nahrung des Kaninchens thematisierst (wenn auch nur über die Behälter für Nahrung). Ausserdem sind die Lernziele für mich noch nicht transparent: was lernen die Kinder denn in der Stunde - die Wörter "Heuraufe" (womit Du das Thema Nahrung definitiv vorweg nimmst, ausserdem ist das ein unheimlich kompliziertes Wort), "Napf" und "Trinkflasche"? Oder, welche Bestandteile ein Kaninchenkäfig hat?


    Vor dem Hintergrund der fehlenden Lernziele weiss ich auch nicht, inwiefern Du den Aspekt "Tierschutz" (lieber Freigehege als Käfighaltung, Kaninchen sind Gruppentiere, deshalb lieber grosser Käfig usw.) mit einbeziehen wirst.


    Je nach Fachleiterdisposition kann das ganz schön kritisch werden, wenn Du da so einen kleinen Käfig in die Mitte stellst, der Fachleiter aber vehementer Kleinkäfiggegner ist. Und was, wenn Amelie sagt "Mein Opa sagt aber, Kaninchen soll man nur im Garten halten und nicht im Käfig?"


    Wieso sind denn auf Deinen "Funktionskarten" schlafende, toilettengehende etc. Kinder? Das verstehe ich nicht.


    Die von Melosine eingebrachte Reflexionsphase fehlt noch in Deiner Planung.
    Wird in Deinem Studienseminar darauf nicht so ein grosser Wert gelegt?


    Was mir bezüglich der Reihenplanung auffällt:

    Zitat

    Original von Brutus
    1. Std: Was weißt du über Kaninchen. Mind Map an der Tafel


    Heisst das, es gibt eine Mindmap für die gesamte Klasse? Was machst Du dann mit den individuellen Erfahrungen, dem enorm unterschiedlichen Vorwissen usw. usf.? "Gilt" dann nur, was als "Klassen-Mindmap" an der Tafel steht?


    EDIT: Ach so, und wie steht es um die Einordnung der Einheit, der Stunde und der Lernziele in den Lehrplan oder das schulinterne Curriculum oder wie die Vorgaben bei Euch heissen?


    LG, das_kaddl.

    Zitat

    Original von MYlonith
    Muss das in der Tat gemacht werden?
    Wie teuer ist das denn dann in Deutschland?


    Ich weiss es nicht mehr, aber da meine Studienuni bei Studienabschluss auch den unglaublichen Service vollbracht hatte, mir mein 2. Staatsex und das Diplom inklusive beglaubigter Kopien zu überreichen, stellte sich mir das Problem auch nicht. Für den Rest habe ich, glaube ich (ist aber auch schon 3.5 Jahre her) pro zu beglaubigende Urkunde 8 Euro bezahlt.


    Zitat


    ! Beglaubigte Kopien1 der Diplome und Ausweise sowie deren beglaubigte Übersetzung2 in deutscher, französischer, italienischer oder englischer Sprache


    Heisst auf deutsch: Das Zeugs muss in einer der Landessprachen oder englisch vorliegen.


    Zitat


    ! Ausbildungsprogramm der Ausbildungsinstitution (Übersetzung bzw. Zusammenfassung in deutscher, französischer, italienischer oder englischer Sprache), aus dem die Ausbildungsschwerpunkte
    und die Prüfungsbereiche hervorgehen (für deutsche Abschlüsse nicht nötig)
    OK. das braucht man dann ja nicht übersetzen lassen. Ist das dann das 2. Stex-Zeugnis?!?!?


    Ich habe die Studienordnung eingereicht und die Auflistung der besuchten Lehrveranstaltungen. Dein 2. Stex-Zeugnis zählt als "Diplomzeugnis" (s.o.)


    Zitat

    ! Kopien der Arbeitszeugnisse -> Welche??? Soll ich zum SL gehen und ihn bitten??? Wenn die Anerkennung nicht klappt ...


    Ich habe keine Arbeitszeugnisse eingereicht... Aber wieso sollte sich ein Land einen Bio-Chemie-Lehrer entgehen lassen und Dir die Anerkennung verweigern? "Wir" in der Schweiz haben auch Naturwissenschaftler-Mangel :D .


    LG, das_kaddl.

    Zitat

    Original von German
    Am ersten Schultag halte ich das auch für unrealistisch, vielleicht meint der Autor aber insgesamt die Kennenlernphase und da gibt es bei uns in der Einführungswoche tatsächlich ein Kennenlernfrühstück, allerdings nicht als Überraschung des Partyservicelehrers, sondern indem jeder Schüler etwas dazu beiträgt. Dieses Jahr betreue ich als Klassenlehrer 15/16-jährige und das Frühstück hat geklappt und seinen Zweck voll erfüllt.


    Ich denke das, was viele stört, ist das rezeptmässige "1 Ei, 1/2 Messerspitze Salz, 200 g Zucker...". Die Autorin spricht tatsächlich vom ersten Schultag:


    Zitat

    Damit sich Ihre Schüler untereinander und Sie Ihre Schüler kennen lernen, sollten Sie mit der Klasse am ersten Schultag einen Steckbrief erstellen.


    Zitat

    Eine besonders schöne Überraschung für den ersten Schultag ist ein unerwartetes "Überraschungs-Kennenlern-Frühstück". Bereiten Sie für Ihre neuen Schüler ein einfaches, aber schönes Frühstück für den ersten Schultag vor. Während dieses Frühstücks können Sie den Schülern erzählen, was sie in den ersten Schultagen erwartet.


    Klar kann man sich als erfahrener Lehrer aus den Vorschlägen das Sinnvolle herauspicken. Die "Rezepte" der Autorin wenden sich jedoch an eher unerfahrene Lehrpersonen, welche mit diesem rezeptartigen Vorgehen nur verunsichert werden.


    LG, das_kaddl.

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