Beiträge von gingergirl

    Der Verweis auf die Unterrichtsstunden als Optimierungsquelle bringt mir als TZ-Kraft doch nichts. Soll ich meinen Unterricht im Vergleich extra liederlich vorbereiten, um meine Konferenzen, Wandertage, Elternsprechtage, Klassenfahrten etc., die die in VZ stattfinden, wieder reinzuarbeiten?

    Bolzbold, das reicht für ne 4😀. Mir wäre spontan noch "Reichskirchensystem" eingefallen und die Diskussion über den Begriff. Und dass der Investiturstreit auch dazu geführt hat, dass Italien und die Gebiete nördlich der Alpen sich noch weiter voneinander entfernt haben. Der Investiturstreit entzündete sich ja gerade an der Einsetzung von oberitalienischen Geistlichen. Heinrich IV. ist eigentlich ein recht dankbares Standardthema.

    Ich habe vor über 20 Jahren Examen gemacht und damals war es schon so, dass man zumindest überblicksmäßig das ganze Mittelalter gelernt hat. Dann wurden Epochen vertieft gelernt, meist anschließend an Seminare oder Vorlesungen, die man besucht hatte und wozu man also schon ziemlich viel Vorwissen hatte. Ich habe mich damals auch ziemlich viel mit Landesgeschichte beschäftigt, da eine Frage immer Bezug zur Landesgeschichte hatte. Das habe ich dann im Examen auch gewählt, es kam eine Frage zu "Ludwig der Bayer" dran. Ich befürchte echt, du hast zu viel auf Lücke gelernt.

    Es wurde die NSDAP von 1932/Anfang 1933 als Vergleich herangezogen. Da gab man sich auch noch betont bürgerlich. Wie man wirklich tickt, zeigte sich vielen erst nach der "Machtübernahme". Ich befürchte durchaus Parallelen. Das Gros der Politiker in der AfD steht einfach nicht auf dem Boden des Grundgesetzes und sind Freunde Putins. Vor diesem Hintergrund hat man allen Grund der Welt im Panikmodus zu sein.

    Eure Rechnung mit den 6 Wochen Urlaub vs. 14 Wochen Ferien passt nicht. Es werden immer die gesetzlichen Feiertage vergessen. In jedem Jahr gibt es davon so ca. 10 in unseren Ferien. Legt ein Arbeitnehmer seine 30 Tage Urlaubsanspruch günstig, dann kommt er auch auf 8 Wochen Urlaub. Ich selbst gehe mit jeder Menge Überstunden in die unterrichtsfreie Zeit. Die kann ich natürlich nicht an den gesetzlichen Feiertage abfeiern, die sind ja von Arbeitszeiten freizuhalten. Und ich habe in den Ferien auch immer neue Korrekturen.

    Jetzt noch mal: welche Parteien am rechten RAND sollen das in Bayern sein? Hier gibt es außer der AfD keine rechtsextremen, verfassungsfeindlichen und antidemokratischen Parteien. Und nur, weil du es immer wieder behauptest, wird es nicht besser. Die Anzahl der Wähler, die z.B. bei Kommunalwahlen rechtsextrem wählt, ist in Thüringen und Sachsen signifikant höher als in Bayern. Quittengelee, ich wohne genau an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen. Ich verbringe meine Zeit da und dort. Das gesellschaftliche Klima ist in Bayern (noch) ein anderes. In Bayern gibt es keine Kneipen, wo AH-Schnitzel auf der Speisekarte stehen, hier tauchen keine Leute auf Kitafesten auf, die mit Hakenkreuzen tätowiert sind und keinen stört's. Und meine Schüler müssen keine Repressionen von Mitschülern an ihrer Schule fürchten, nur weil sie einen Regenbogenschnürsenkel tragen. Fahre ich die paar Kilometer weiter nach Thüringen, sieht die Sache anders aus.

    In Bayern haben bei den Kommunalwahlen am Wochenende aktuell 12 Prozent der Wähler die AfD gewählt. Soweit mir bekannt ist, kam nirgendwo ein OB-Kandidat oder Kandidat für den Landrat der AfD auch nur in die Stichwahl. Das ist immer noch ein anderes Wählerverhalten als bei Kommunalwahlen in Thüringen oder Sachsen.

    Ich verstehe nicht, warum du dich an den Freien Wählern und an der CSU so abarbeitest. Das sind beides keine rechtsextremen Parteien und antidemokratisch sind sie auch nicht. Zur Demokratie gehört halt auch, dass Leute Parteien wählen, deren Programm man nicht unbedingt teilt.

    Das ist kein Quatsch, das war so. Privatpatient = Teilnahme an Privatsprechstunde unter Leitung des Chefarzts. Verzicht auf private Behandlung = Zuordnung zur zuständigen Ambulanz. Wenn du dich bei der Uniklinik als privat Versicherter anmeldest, landest du in der Privatsprechstunde des Chefarzts.

    Und die Oberärzte, die die GKV-Patienten an der Uniklinik behandeln, sind noch näher dran an Forschung und moderner Therapie. Mein Opa hatte ein seltenes Hautsarkom und war deswegen an einer Uniklinik in Behandlung. Dort hat ihm dann unter 4 Augen der Oberarzt zu verstehen gegeben, dass er sich nicht als Privatpatient anmelden solle, sondern "Holzklasse". Als PKV würde er vom Chefarzt behandelt werden, der habe aber keine Ahnung von Sarkomen. Als "Holzklasse" würde er der entsprechenden Ambulanzsprechstunde zugeordnet und vom Experten (Oberarzt) behandelt, dessen Forschungsgebiet die Sarkome seien. Mein Opa hat dank dieses Oberarztes an Studien teilgenommen und wurde mit innovativen Medikamenten 90 Jahre alt. Teilnahme an der Studie war nur möglich, weil ihn der Oberarzt behandelt hat, wäre bei Chefarztbehandlung nicht möglich gewesen.

Werbung