Beiträge von gingergirl

    Ich verstehe jetzt ehrlich nicht so sehr, wieso deine Schüler jetzt ein so größeres Risiko darstellen sollen als für Lehrerinnen an normalen Schulen. Da habe ich z.B. an manchen Schultagen im Unterricht Kontakt mit 150 Schülern, da wechselnde Klassen. Das ist das Infektionsrisiko doch höher als bei dir mit einem festen überschaubaren Personenkreis. Und Kontakt mit kleinen Kindern haben meine Schüler doch auch in hohem Maße über Geschwisterkinder. Als mein Gyn damals hörte, dass ich Lehrerin sei, hat er ein paar Titer überprüfen lassen, ich denke das waren Masern und Röteln. Dagegen war ich zwar eh geimpft. Außerdem hat er mir sehr ans Herz gelegt, mich gegen Grippe impfen zu lassen. Das habe ich dann auch gemacht. Corona gab's damals noch nicht.

    Wie sieht das bei dir aus? Bist du gegen die üblichen Widrigkeiten geimpft? Falls ja, würde mich das schon sehr beruhigen.

    Die machen im Prinzip die gleiche Arbeit wie die anderen auch. "Studienrat im Grundschullehramt" war bisher eine funktionslose Beförderung. Es gab eine bestimmte Anzahl von Stellen, die es auch bisher schon ermöglichte, Leute in A 12aZ bzw. A 13 zu bringen. Das war nicht mit festgelegten Aufgaben verknüpft. In der Regel kamen in den Genuss besonders engagierte Leute, die sich über längere Zeit durch irgendwelche Extraaufgaben motiviert gezeigt haben.

    In Bayern tragen viele ihre Amtsbezeichnung vor sich her wie eine Monstranz. Aus BW kenne ich das gar nicht. Da halt schon vor 40 Jahren der Leiter einer Schule nicht als "Oberstudiendirektor", sondern schlicht der "Schulleiter". Ich finde, diese Titelhuberei gehört abgeschafft. Ich bin nicht Oberstudienrätin, sondern Lehrerin. Insofern finde ich es seltsam, dass Grundschullehrer jetzt auch scharf darauf sind Studienräte sein zu wollen.

    Ich denke bei dem Titel eh immer nur an das Sams, das immer so fröhlich blägte: "Studienrat, Studienrat, hat den ganzen Kopf voll Draht!" (Paul Maar war vor seiner Schriftstellerkarriere Lehrer).

    Kann man bei euch in der Sitzung keine neuen Anträge mehr stellen? Bei uns ist das jederzeit möglich. Also Hand geben und formulieren: "ich stelle den Antrag, dass..." . Dann muss zwingend über den Punkt abgestimmt werden. Du könntest es auch zuckersüß formulieren. "Da durch ein Versehen Punkt XY nicht auf die Tagesordnung gesetzt wurde, möchte ich, dass diesem Versäumnis Abhilfe geschaffen wird und beantrage...". Dann steht das auch zwingend im Protokoll der Sitzung.

    BWL und Marketing? Daraus lässt sich null für das Lehramt an GS ableiten, denke ich. In Bayern ist für die Mittelschule die Not so groß, dass sie jeden mit Masterabschluss nehmen, egal, ob sich was ableiten lässt oder nicht. Da kannst du es ja versuchen.

    Ich halte es für einigermaßen vermessen, Kinder dermaßen fix terminlich planen zu wollen. In deiner Rechnung sind so viele Unbekannte. Warum nicht Geld sparen und gegebenenfalls in unbezahlte Beurlaubung gehen? Das geht mit jüngeren Kindern doch immer.

    Das gleiche wollte ich auch gerade fragen. Ich wundere mich immer wieder, dass Männer gerade dann beruflich durchstarten wollen, wenn Kinder kommen. Normalerweise sollte es gerade umgekehrt sein. Man nimmt sich beruflich zurück, weil man sich um sein Kind kümmert.

    Humblebee, nicht aufregen, bitte. Wer Oper, Theater und Kunstausstellung als "Kram" bezeichnet, dem hätte meiner Meinung nach ein bisschen mehr Bildung echt nicht geschadet. Mehr habe ich nicht geschrieben.

    Und ich finde es gut, wenn einem in seinem Schulleben ein breites Bildungsangebot präsentiert wird. Deswegen bin ich nicht dafür, dass nur 20 Prozent oder weniger eines Jahrgangs ein Gymnasium besuchen.

    Vielleicht hat sich Schule in den 6 Jahren, in denen du nicht da warst, auch einfach sehr verändert. Schulleitungen sind meinem Empfinden nach häufig nur noch im Überlebensmodus. Da wird geschaut, dass alle Stellen irgendwie besetzt werden und man versucht seine Lücken zu stopfen. An den Schulen ist viel Bewegung, es gibt ganz viele Aushilfen, Studenten, wer auch immer da an den Schulen so arbeitet. Schulentwicklung findet nur noch nachrangig statt, Hauptsache, der Unterricht läuft irgendwie. "Mehrsprachigkeit, Digitalisierung, alles gut und schön, aber wer verdammt noch mal hält zukünftig den Matheunterricht in der 8., 9. und 10. Klasse, jetzt wo Frau XY ein BU bekommen hat und Herr Y wegen seiner Depressionen eh schon monatelang krankgeschrieben ist?"

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