Ja, das hast du geschrieben. 1999. Ich verstehe trotzdem nicht, warum deine Verwandten nicht wie üblich eine Klärgrube hatten, die viele, wie Magellan schrieb, mittlerweile auf moderne Kleinkläranlagen ungerüstet haben, die immer noch funktionieren und erlaubt sind? Ich kenne die Verhältnisse in Südthüringen ziemlich gut und dort waren die verbreitet. Da wurde schon zu DDR-Zeiten eben mithilfe der Dorfgemeinschaft eine Klärgrube in den Garten gebaut und man hätte ein Standardbad im Haus. Bist du sicher, dass deine Verwandten das nicht einfach nur individuell nicht auf die Reihe gebracht haben?
Beiträge von gingergirl
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Antimon, ich bezweifle, dass in MeckPomm irgendjemand heute noch ein Plumpsklo hat, weil die staatliche Infrastruktur versagt hat. Was du wahrscheinlich meinst, sind Klärgruben. Da werden die Abwässer in KleinAnlagen gesammelt und in regelmäßigen Abständen von einem Entsorgungsunternehmen abgeholt. Die gibt es tatsächlich noch, wenn die Häuser in Alleinlage sind oder bei sehr kleinen Dörfern. Aber natürlich kann man da ein ganz normales Bad betreiben. Und die gibt es im Westen auch noch. Ich habe Schüler, die ganz allein in einem alten Rodungsgebiet im Wald wohnen. Die haben noch so eine Sammelanlage. Selbst meine Nachbarn hatten bis vor ein paar Jahren so ein Ding, weil sie die Kosten für eine Hebeanlage scheuten. Und das ist alles im Westen.
Ich wohne ja fast in Südthüringen. Die Infrastruktur im Landkreis Sonneberg ist wirklich gut, die Dörfer im Unterland sind alle super renoviert und blitzeblank, man hat die niedrigste Arbeitsquotenrate in den östlichen Bundesländern. Wer sich nicht genau auskennt, kann im früheren Grenzgebiet oft nicht mehr auseinanderhalten, ob man im früheren Osten oder früheren Westen ist. Ich finde es hier viel weniger runtergerockt als bei meinem Bruder in der Pfalz, wo ich mir immer vorkomme, als befände ich mich in meine Kindheit der 1980er Jahre zurückversetzt. Und trotzdem sind die Leute frustriert und wählen den ersten blauen Landrat.
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Was waren das für Erfahrungen?
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Es geht hier doch um die Grundschule. Dass die Anforderungen in anderen Bereichen in der Grundschule so viel höher geworden sind, sehe ich nicht so. Welche sollen das sein? Englisch in der Grundschule, ja okay. Aber sonst? Musik und Kunst finden kaum statt, Sachkunde war bei meinen Kindern auch eher wenig in die Tiefe gehend.
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Antimon, mir ist die Person und ihr Werdegang ja bekannt. Und ich weiß, dass der Schüler auch in Mathe und Sachkunde fit war. Ich bin einfach erstaunt, wie hoch das Niveau und die Anforderungen damals waren.
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Mir ist an der weiterführenden Schule völlig egal, ob die Kinder drucken oder Schreibschrift schreiben, Hauptsache ich kann es lesen. Und das ist bei vielen echt ein Problem. Die Schrift ist häufig so, wie von CDL beschrieben. Die Zeilen gehen völlig ineinander über, die Abstände zwischen den Wörtern sind zu klein und auch die Buchstaben selbst sind unleserlich.
Zauberwald, der Aufsatz von 1966 kommt nicht von einem damaligen Spitzenschüler, sondern von einem, der erstmal auf die Hauptschule übergetreten ist.
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Geübt werden sie die Aufsatzart bestimmt, aber der Aufsatz ist durchaus individuell, finde ich. Kann sein, dass der Schüler ihn während der Schulaufgabe auf einem Schmierblatt vorgeschrieben und dann übernommen hat. Andererseits sieht man am letzten Satz, dass der Schüler aber auch am Aufsatz selbst noch Änderungen vorgenommen hat.
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Karl-Dieter, das ist kein Quatsch. Die Bekannte hat ein Verwaltungsstudium absolviert, die war nie in A9. Ich habe doch schon vorher geschrieben, dass ich mich nur mit Leuten vergleiche, die studiert haben. In Coronazeiten sind die Angestellten ins Homeoffice gewechselt und es gibt da wohl sehr großzügige Regelungen, das Homeoffice weiterzumachen, wo es geht. Die Bekannte ist auf einer Stelle in einer bayerischen Großstadt, wo es um interne Entwicklung und Standardisierung/Qalitätsmanagement geht. Schnittstelle zwischen IT und Verwaltung. Eine Leistungsstelle mit Personalverantwortung ist es aber nicht.
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Zauberwald, das ist kein Hefteintrag, sondern eine Schulaufgabe/Klassenarbeit. Deswegen musste die Note auch von den Eltern gegengezeichnet werden.
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Der Aufsatz ist im Heft der erste der 4. Klasse, wurde also nach gerade einmal 3 Grundschuljahren verfasst. Der Schüler war damals noch nicht lange 9 Jahre alt (ist Ende Juni geboren), wurde also relativ früh eingeschult.
Ich finde nicht nur die Schrift bemerkenswert, auch der Wortschatz ist ein ganz anderer als man es heute erwarten würde. Die Satzgrenzen werden alle erkannt. Der Schüler bildet komplexe Sätze, kennt die Kommaregeln. Das bringen gymnasiale Schüler in der Mehrheit in der gesamten Unterstufe so nicht hin! Und ich betone noch mal, der Schüler war kein Überflieger, sondern tat sich damals schwer, die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium nach Klasse 4 zu schaffen.
Der Fokus ist per Lehrplan auch ein anderer.
Was lernen heutige Schüler denn deiner Meinung nach, was damals nicht vermittelt wurde?
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Die Leute, von denen ich geschrieben habe, arbeiten doch eben nur TZ! Da gibt es gar nicht so viele Sitzungen abzuhalten. Die Richter haben ein Dienstgerät, mit dem sie auch von zu Hause aus auf alle Akten und Vorgänge zugreifen können. Da sind wirklich nur die Sitzungen in Präsenz zu halten. Bei Familienrecht gibt es keinen Staatsanwalt, sondern es läuft sehr viel rein schriftlich.
Kinder zu betreuen und schriftlich zu arbeiten, das geht schon. Ich habe das auch jahrelang so gemacht😁.
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Dem Schüler würde übrigens von seinen Eltern und seinen Lehrern damals das Gymnasium erst nicht zugetraut. Er wechselte nach der 4. Klasse in die Hauptschule, machte dann erst die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium und musste deswegen die 5. Klasse zweimal machen.
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Ich habe einen akademischen Beruf mit einem Uniabschluss nach 10 Semestern Studium. Da vergleiche ich mich nicht mit Bauarbeitern oder Supermarktangestellten. Sondern mit Richtern, Juristen in einer Firma, BWLern und Beamten im Kommunalen Dienst. Und ja, die haben die Möglichkeit zum Homeoffice. Wie kommst du eigentlich darauf, dass bei Siemens nur eine Minderheit im Homeoffice arbeiten kann? Mein Bruder ist Informatiker und ist einen Tag im Office, die anderen arbeitet er von zu Hause aus (VZ).
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Ja, wirklich verrückt. Eine Drei auf die Schrift und die Bemerkung, dabei hat sich der Schüler nicht verschrieben und auch nichts durchgestrichen. Wie wohl die Schüler geschrieben haben, deren Schrift als schön galt?
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Auch die Richterin im Bekanntenkreis nimmt ihre Akten in den Ferien nach Hause, Sitzungstermine werden an die Schulferien angepasst. Die verdient mehr als ich. Auch Freundin in A12 bei der Stadt macht hauptsächlich Homeoffice, arbeitet in TZ keinen Tag länger als 12.30 Uhr.
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Ach, das mit der Feriengestaltung ist doch längst überholt. Meine Schwägerin z.B. arbeitet im Marketing im Homeoffice, eine Freundin als Juristin bei Siemens. Der Arbeitgeber interessiert sich nicht dafür, wann sie die Arbeit machen. Die sind in den Ferien ihrer Kinder auch zu Hause. Die Juristin verdient mehr als ich, die Marketingfrau ähnlich.
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Ich miste gerade aus und habe dabei ein altes Schulheft gefunden. Bayern, Aufsatz 4. Klasse im Jahr 1966IMG_20240831_140308228.jpg. Schaut mal, welche hohen Ansprüche man damals an Schrift und Rechtschreibung hatte...
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Die Threadstarterin hat aber auch geschrieben, dass ein Nachmittag für sie in Ordnung ginge. Insofern verstehe ich deine Auslassungen nicht. Sie hat nie geschrieben, dass sie nur vormittags arbeiten will.
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Ich gebe Anna Lisa da völlig Recht. Wenn TZler zweimal nachmittags Unterricht haben, dann müssten die mit VZ logischerweise viermal ran. Warum auch nicht? Verstehe deine Argumentation nicht, Tom123. Ich kenne übrigens keine Schule, in der nur TZler arbeiten. Die wird es auch gar nicht geben, weil ja oft nur TZ gewährt wird, wenn besondere Gründe vorliegen.
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