Beiträge von Bolzbold

    Filme über Schule gucke ich höchstens als Komödien, diesen ganzen "Club der Toten Dichter" Quatsch ertrage ich nicht mehr. Wenn bei mir jemand auf den Tisch steigt, kriegt er keinen Applaus sondern er bleibt zum Putzen.

    Nun ja, bei genauerer Betrachtung ist Keating ja auch kein "Held" sondern eher ein "tragischer Held", weil er offenbar blind dafür war, was seine Ideale in einer konservativen Schule anrichten können. "Einer gegen alle" kann im Bestfall zur Revolution führen und ggf. etwas "Gutes" bewirken. Oft endet es eben in der Zerstörung des Rebellen - sei es durch die überwältigende Mehrheit oder eben durch sich selbst.

    Die Fehlinterpretation in der Schule, dass es ja so gemein gewesen wäre, dass Romeo und Julia sich nicht lieben und glücklich werden durften, gehört in dieselbe Kategorie.

    Irgendwie werd ich den Eindruck nicht los, ihr habt was falsch gemacht im Leben.

    Das ist mir zu sehr "nur wer keine Probleme hat, ist perfekt".

    Piksieben hat insofern Recht, als dass eine wie auch immer geartete Kompromisslösung auf die meisten Menschen zutreffen dürfte, weil man sich die "ideale Lösung" im wahrsten Sinn des Wortes leisten können muss. Und selbst dann hat man nicht die Garantie, dass es "ideal" bleibt.

    Das müsste Verwaltungsrecht sein. Bei dem Streitwert (vermutlich >5000 EUR) ginge das im Klagefall direkt ans Landgericht. Dort besteht Anwaltspflicht.

    Ersteres meine ich. Im Prinzio möchte ich wissen, ob man mit A14 oder gar A13 eine gute Chance hat. Zumal die A15er ja auch direkt die Bewerbung auf A16 wagen könnten.

    Könnten sie, wollen sie aber mitunter gar nicht, weil sie erst einmal Führungserfahrung unterhalb der "Hauptleitung" sammeln wollen.

    Wäre es eigentlich machbar, dass man für jeder weitere Teilfrage, keinen neuen Thread aufmacht?

    Letzteres hat sich nun erledigt, weil ich die Threads zusammengeführt habe.

    Das hatten wir hier im Forum in einem anderen Thread ausführlich erläutert. Dienstzeiterfordernis bedingt, dass es keine Sprungbeförderung gibt, aber die Bewerbung grundsätzlich such mit A13 möglich ist, sofern der Ausschreibungstext nichts anderes vorgibt.

    Aufgrund der Doppelung in Frage und Antwort habe ich beide Threads nun zu einem einzigen zusammengeführt.

    Was würdest Du einer Schülerin oder einem Schüler sagen, der/die dieselben Sorgen bezüglich eines Kollegen oder einer Kollegin von Dir hat und entsprechend seit Wochen schlecht schläft, weil er/sie Angst hat, aufgrund der zu strengen Notengebung keine Gymnasialempfehlung zu bekommen?

    Dann ist das Leben doch sicherlich vorbei. Man wird niemals Abitur bekommen.
    Einige sagen das so. Einige andere sagen, dass man das doch noch schaffen kann.

    Außerschulische Kenntnisse und Fähigkeiten können nur dann in die Fachnote einfließen, wenn sie im Unterricht aktiv zum Tragen kommen. Somit können SchülerInnen, die Noten lesen können, Instrumente spielen etc. natürlich auch Noten unterhalb der Zwei bekommen.

    In meinem Englisch LK habe ich eine Muttersprachlerin, die deswegen im defizitären Bereich ist, weil sie sich selten einbringt. Analog bekommen die SchülerInnen im Deutschunterricht auch nicht per se die Eins, nur weil sie ihre Sprache per Geburt halbwegs beherrschen.

    Die Noten in Musik, Kunst und Sport suggerieren, dass hier mehr Begabung im Spiel ist und die außerschulische Förderung über Wohl und Wehe entscheidet. Das ist aber auch bei Leseratten und -rättinen der Fall. Die Liste ließe sich beliebig erweitern.

    Wichtig ist aus meiner Erfahrung, dass alle Kinder aus - in meinem Fall - dem Musikunterricht für sich etwas mitnehmen und nicht das Gefühl bekommen, der Unterricht drehe sich nur um die SchülerInnen mit Vorkenntnissen. Das klappt auch in der Regel.

    Man müsste vielleicht noch zwischen "vorsätzlichem unentschuldigten" Fehlen und versehentlichem Fehlen unterscheiden. Bei Letzterem drückt man sein Bedauern aus, gelobt Besserung, zeigt diese auch, und gut ist. Das ist mir in den letzten 20 Jahren glaube ich einmal passiert und hatte bis auf eine mündliche Missbilligung keine weiteren Konsequenzen.


    Für den erstgenannten Fall kann ich schlecht etwas raten. Ehrlichkeit dürfte hier die Situation nicht unbedingt verbessern - und zur Lüge möchte ich hier nicht anstiften. Ein solches Verhalten wäre auf alle Fälle dazu geeignet, das Verhältnis zwischen Lehrkraft und Schulleitung nachhaltig zu belasten.

    Die Gründe, sofern keine "persönlichen Gründe", lassen sich in der Regel aus den für Dein Bundesland geltenden Gesetzen und Verordnungen ableiten - in NRW stehen die entsprechenden Paragraphen des Landesbeamtengesetzes sogar im Antrag drin.

    Nord. Darauf habe ich auch schon gespielt.

    Die MP-Serie von Kawai ist auch nicht schlecht. Ich habe noch ein MP-9000, das mittlerweile 25 Jahre auf dem Buckel hat, hier stehen. Holztasten, Anschlagdynamik...

    insbesondere auf die (Meta)Studien von Prof. Lipowsky (Kassel) und Prof. (Dirk) Richter (Potsdam).
    Insbesondere Lipowsky tourt mit seinen Empfehlungen. Hier ein Leitfaden im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, der auch alles gut zusammenträgt: Fortbildungen für Lehrpersonen wirksam gestalten (bertelsmann-stiftung.de).
    Insbesondere die Punkte zur Förderung des Wirksamkeitserlebens aber auch die Forderung nach Erprobungs- und Reflexionsphasen (zusätzlich zu Inputsphasen).
    (Mir ist klar, dass man es nicht durch einen ständigen Methodenwechsel gestalten muss, aber reiner Input und frontale Weitergabe würde einiges der Punkte nicht erfüllen).

    Ich habe die SLQ-Fortbildung (SchulLeitungsQualifizierung) hier als Positivbeispiel wahrgenommen. Dort haben sich einerseits die Methoden abgewechselt, es war aber kein ständiges Feuerwerk, so dass man nicht am Ende völlig erschöpft war.

    Dass die SchülerInnen irgendwann nach zwanzig Methoden, Klippern, kooperativem Lernen und was auch immer, total durch sind, kann ich verstehen. Ich stelle mir gerade vor, die Armen hätten fünf oder sechs Stunden in Folge Unterricht bei LAA(')s. Die SchülerInnen kämen auf allen Viersen herausgekrochen und wären fertig mit der Welt. In der Tat ist dann lehrerzentrierterer Unterricht, wie ich ihn manchmal auch halte, für sei reine Erholung. (Andererseits wird das schnell eine "Wenn-die-Show-gut-ist-mache-ich-mit-sonst-nicht-Veranstaltung. So prickelnd ist das dann für mich irgendwann dann auch nicht mehr.)

    Mein persönliches Empfinden ist letztlich unwichtig. Es geht darum, dass dass das System in der Summer als fair empfunden wird. Wenn 5% der Mitarbeiter mit der Besoldung unzufrieden ist, ist es was anderes als wenn es 50% sind. Ich sehe es nur von außen, aber es scheint zu mindestens so, dass die Änderungen in NRW von mehreren kritisch gesehen werden. Spätestens wenn es irgendwann heißt, es lohnt sich vor allem Lehramt zu studieren, wenn man viele Kinder bekommen möchte, liegt das sicherlich nicht im Interesse des Landes.

    Das ist richtig. Bisher war es im Volksmund so, dass man bzw. frau Lehramt studierte, weil man den Beruf so gut mit Familie vereinbaren konnte. Das hat sich auch grundlegend geändert - aber schon vor einiger Zeit. Es dauert wohl immer nur ein oder zwei Jahrzehnte, bis das auch "unten" ankommt.

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