Beiträge von Bolzbold

    Meld! :D

    Trotz VZ wünsche ich nicht, sondern mache relativ viel Care-Arbeit: Fahrdienste, beim Kinderturnen mit in der Halle geturnt (als sie kleiner waren), Zähne putze, Kotze wegputzen, Playmobil-Schlösser bauen, Kind beim Spielen mit Freunden beaufsichtigen, bei den Hausaufgaben sitzen und pipapo. Und manches mache ich gar nicht: Pausenbrote schmieren, Wäsche in Schränke einräumen, Verabredungen planen und pipapo.

    Und wisst ihr was: Trotz Stress ist es wunderbar, seine Kinder so intensiv zu erleben :) Diese Zeit kommt nicht wieder.

    Dito. Gleich fahre ich den Großen und einen anderen Spieler zu einem Turnier und bleibe dort, bis alle fertig sind. Wickeln, kochen, spülen, spielen, waschen, heimwerken, Papierkram (zu 100%) mache ich neben der VZ natürlich auch noch. Dafür brauche (und möchte) ich keinen Orden.

    Aber VZ in unserem Beruf ist nun nicht so, dass wir (Väter) nicht auch unsere festen Anteile im Haushalt wie in der Care-Arbeit hätten.

    :sabber:

    Zählen auch zwei experimentelle Naturwissenschaften?

    Dazu kann ich kein Urteil abgeben mangels Erfahrung.

    Was ich beurteilen kann - aus eigener Erfahrung als Englischlehrer wie aus Erfahrung mit einer Partnerin mit zwei Korrekturfächern - ist der erhebliche zeitliche Aufwand für eben diese Korrekturen.
    Und sollten zwei experimentelle Naturwissenschaften ähnliche zeitliche Belastungen mit sich ziehen, gilt diese Aussage auch für KollegInnen mit eben diesen Fächern.

    Wieso sollte ich "sozial nach unten" heiraten? Ich hab nen Mann geheiratet, mit dem ich auf Augenhöhe bin, Arbeit und Kindererziehung werden geteilt. Wir arbeiten beide seitdem die Kinder da sind, ungefähr gleich viel. Auf die Karriere bezogen, sind wir auf dem gleichen Level, werden einst eine vergleichbare Pension haben. Gerade in unserem Job lässt sich das doch wunderbar durchziehen.

    Hat das irgendwer gefordert, dass Du sozial nach unten heiratest?

    In dem Punkt, dass sich das in unserem Job doch wunderbar durchziehen ließe, möchte ich ganz entschieden widersprechen. Auf dem Papier geht das. Ja.

    Die Realität sieht anders aus. Gerade bei einem Besoldungsgruppenunterschied von A12 zu A15, oder bei einer Partnerin mit zwei Korrekturfächern.

    Wow. Du willst ihnen also de facto sagen, dass sie sich nicht zu sehr bilden sollten bzw. nicht zu erfolgreich sein sollten, weil sie sonst vielleicht keinen Mann abbekommen. Wow.

    Schmidt

    Das sind Deine Interpretationen auf der Basis Deiner Haltung zu diesem Thema. Dafür kann ich mich (und will ich mich) schlechterdings dann nicht rechtfertigen.

    Nochmal:
    Es. Ging. Mir. Nie. Darum. Dass. Eine. Frau. Etwas. Nicht. Soll. Oder. Darf. Oder. Kann.

    Ich habe drei Söhne, denen meine Frau und ich gemeinsam das nötige Rüstzeug mit auf den Weg geben, um zu mündigen Bürgern heranzuwachsen. Was sie dann daraus machen, dürfen sie ebenso frei (wie oben von anderen UserInnen dargelegt) entscheiden.


    Es geht nur darum, dass sich niemand aufgrund seines Geschlechts in der Wahlfreiheit beschränken lässt. Weder Männer noch Frauen.

    Betrachten wir diese Aussage isoliert, dann bin ich da ganz bei Dir.

    Diese Wahlfreiheit existiert in der Lebenswirklichkeit jedoch nur sehr bedingt - und um diese nüchterne Beschreibung der Lebensrealität geht es mir. Damit ist eben kein Wunsch verbunden, dass das bitteschön so bleiben möge und Frauen weiter benachteiligt sein sollen.

    Falls du Töchter hast: was bringst du denen denn bei? "Ihr müsst nicht gut in der Schule sein, weil ihr ja so oder so irgendwann einen Mann heiratet und euch dann um die Kinder kümmert, während euer Mann das Geld ranschafft"?

    Nein. Aber hätte ich Töchter, würde ich ihnen durchaus mit auf den Weg geben, dass ganz oben die Luft (vulgo: die Chance auf einen passenden Partner) dünner werden kann.
    Und ich würde ihnen mit auf den Weg geben, dass Gleichberechtigung ein wünschenswertes Gut ist und sie dafür eintreten sollen, aber sie ebenso sich dessen bewusst sein sollten, dass dieses Ideal eben auch immer an der Lebenswirklichkeit scheitern kann.

    Die über Jahrhunderte gewachsenen gesellschaftlichen Strukturen lassen sich nicht im Hauruck-Verfahren innerhalb von 40 Jahren Emanzipationsbewegung vollständig beseitigen. Die Mentalität beider Geschlechter bedarf hier einer entsprechenden Entwicklung - auch vor dem Hintergrund dass man ja immer noch Interesse aneinander hat und im Sinne der "Erhaltung der Art" aufeinander angewiesen ist. (So ganz können wir uns von unseren Genen eben nicht befreien.)

    Das entscheidende Wort ist für mich " der Wunsch".

    Ich wünsche mir für meine Tochter, dass sie frei!! entscheiden kann wie ihr Leben/ ihre Arbeit/ ihre Familiensituation aussieht.

    Was sie dann entscheidet ist für mich völlig ok, aber sie soll die Möglichkeit haben " alles " machen zu dürfen!

    Wo sind all die Männer, die den Wunsch haben mehr Carearbeit zu machen?

    Bei diesen Entscheidungen ist man (bzw. frau) leider nicht völlig frei, weil die jeweiligen Rahmenbedingungen dies vorgeben. Sie "darf" bereits heute alles frei entscheiden. Leider lassen sich die drei Bereiche eben nicht immer in den gewünschten Einklang bringen - das muss nicht zwingend eine bewusste Diskriminierung sein - einige Konstellationen funktionieren eben nicht - und Entscheidungen für etwas sind womöglich eben auch Entscheidungen gegen etwas anderes. Das ist also auch eine Frage der Opportunitätskosten.

    Deswegen ist das eben ein frommer Wunsch. Nachvollziehbar, berechtigt - und dann trifft er auf die Lebenswirklichkeit.

    Wo diese Männer sind? Gute Frage.


    Ketzerische Gegenfrage am Rande:

    Wo sind die Frauen, die den Wunsch haben, sozial nach unten zu heiraten (und nicht nur die Möglichkeit zu haben sondern womöglich in viel stärkerem Maße darauf angewiesen zu sein, mit Baby schnell wieder in Vollzeit zu arbeiten?)

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese Frage in 50 Jahren oder so durchaus gesellschaftliche Relevanz bekommen dürfte.

    Bolzbold, ich frage mich langsam wirklich, was für ein Familienbild du hast. Papa der Hauptverdiener, Mama darf in ein bisschen Teilzeit auch noch ein klein wenig dazuverdienen? Warum sollten nicht beide gleich viel arbeiten und nicht beide sich um das Kind kümmern, sich die Care-Arbeit teilen? Warum ist es für dich völlig normal und akzeptiert, dass ein Elternteil zurücksteckt? Warum arbeiten deine Frau und du nicht beide TZ?

    Ich bin seit 2004 in diesem Forum. Wenn Du anhand der Beiträge in diesem Thread meinst, diese These aufstellen zu müssen, dann tu das. Aber dann ignorierst Du unzählige meiner anderen Einlassungen dazu.

    Das Ideal der (absoluten) Gleichberechtigung führt letztlich nicht per se zu mehr Lebensglück, weil das Leben nach diesem Ideal ganz erhebliche Einschnitte für unser gemeinsames Leben bedeuten würde bzw. wir sehr viel Energie zur Herstellung desselben aufwenden müssten - und wir in der Konsequenz nicht gemeinsam vorm Kamin mit leuchtenden Augen die "Befreiung der Frau vom rückständigen Familienbild" oder "oh, wir sind ja so wunderbar gleichberechtigt" zelebrieren würden.

    Der Wunsch einer Frau, nicht halbe-halbe in allen drei Aufgabenbereichen (Geld, Haushalt, Care) zu machen, ist damit nicht pauschal Ausdruck der ihr nicht bewussten Unmündigkeit oder der absichtlichen Unterdrückung durch ihren Partner oder durch die Gesellschaft sondern in vielen Fällen eine bewusste Entscheidung.

    Das mag schon stimmen, aber ICH würde meiner Tochter gerne ein anderes Bild von Frauen anbieten.

    Sie soll wissen, dass sie " alles" machen kann.

    Ein frommer Wunsch. Die Realität wird sie einholen. (Und in meinem Umfeld erlebe ich, dass die Frauen, ganz gleich ob sie Vollzeit, Teilzeit oder gar nicht arbeiten, sich das Leben gegenseitig am schwersten machen. Vielleicht könnte man ja da auch einmal ansetzen...)

    Ich wäre bei der Lausemaus-Reihe mit ganz anderen Punkten nicht einverstanden - und so gesehen ist die gesamte Reihe tatsächlich reaktionär, wie die Kabarettistin ausführt.

    Mama Lausemaus wirkt auf mich sehr streng - das Buch mit dem Zähneputzen finde ich übrigens besonders gruselig, weil immer noch der Psychotrick mit der Angst zum Tragen kommt und Didi, Leos Freund es abbekommt. Dann will Leo in einem anderen Band das teure Fahrrad haben und die Eltern mahnen zur Bescheidenheit. (OK, das passt dann wieder zum Buch, wo Mama arbeiten gehen will.)

    Gehorsam (Zähneputzen), Bescheidenheit (Fahrrad) und sich Fügen (Mama geht arbeiten) - das klingt in der Tat reaktionär.

    Gleichwohl bildet das Buch die Realität ab - in vielen Familien.

    Gleichberechtigung im Falle der Berufstätigkeit muss man sich leisten können und man muss sie organisieren können - von Idealismus alleine lebt man weder sorgenfrei noch glücklich.

    @NRW-Lehrerin

    Was genau findest Du daran besch****?
    Auch wenn es einem nicht gefällt, so bildet die Geschichte die Realität in vielen Familien ab. Und die Kernbotschaft dieses Buchs ist meiner Wahrnehmung nach, dass es völlig normal ist, dass beide Elternteile arbeiten gehen.

    Auf meine Familie würde diese Geschichte vom Grundsatz her völlig zutreffen - nach der Elternzeit ist meine Frau wieder arbeiten gegangen und die Kinder wurden jeweils von einer Tagesmutter, später im Kindergarten betreut.

    Was würdest Du Dir wünschen? (Natürlich unter Berücksichtigung der Zielgruppe für diese Geschichten...)

    Oh, da gibt es in Deutschland durchaus noch weitere Länder.

    Ein fünftes Abiturfach würde übrigens die Fächerwahl deutlich erweitern und erleichtern - das wäre bundesweit durchaus wünschenswert...

    Das hört sich nach einer waschechten Sekundarschule aus dem Sauerland (Regierungsbezirk Arnsberg) an.

    Ob Schulleitung oder Bezirksregierung, dort handelt es sich im Allgemeinen um einen unfähigen Sauhaufen. Der Personalrat aus Arnsberg ist auch Gaga. Bei uns sagte der zuständige Personalrat 4x hintereinander ab, weil 4x angeblich das Auto kaputt war. Wer es glaubt....

    Ich bin an solch einer Kontrollwahnschule angestellt (ebenfalls Sekundarschule) und die Mechanismen sind dieselben.

    An unserer Schule will jeder Zweite weg von dieser irren Sekundarschule.

    Kleiner Tipp: Irgendwo die Grenze ziehen und auch mal NEIN sagen. Reichst du der falschen SL den Finger, nimmt sie direkt die ganze Hand. Einziger Ausweg ist der Versetzungsantrag, den man so schnell wie möglich stellen sollte. Denn es dauert mitunter 5 Jahre, bis man endlich gehen kann.

    In solchen Fällen kann es sinnvoll sein, das Ganze an das MSB zu eskalieren. Je nach Sachverhalt muss dann die BR eine Stellungnahme einreichen oder das Ganze in Eigenverantwortung bearbeiten und dem MSB berichten. Auf alle Fälle würde das Ganze dann mit höherer Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Sand verlaufen. Was ist mit dem HPR?

    Aus Erzählungen älterer Kollegen weiß ich, dass es vor 20 Jahren noch häufiger vorkam, Schüler mit geringem Selbstbewusstsein, aber Potential, dahingehend zu motivieren, ihr vorhandenes Potential überhaupt zu nutzen. Heutzutage stelle ich immer mehr ein anderes Extrem fest, nämlich dass manche Schüler ein derart hohes Selbstbewusstsein aufweisen, dass ihnen die Grenzen ihrer eigenen Fähigkeiten gar nicht mehr bewusst zu sein scheinen. Hier ist dann unsere unliebsame Aufgabe, den Schülern ihre eigenen Grenzen vor Augen zu führen, gleichzeitig ihnen aber die zahlreichen in diesem Rahmen für sie geeigneten Möglichkeiten, die ihnen oftmals gar nicht bewusst sind, aufzuzeigen.

    Ja, das kommt in der Tat auch vor.

    Viel öfter erlebe ich SchülerInnen, die zu Beginn der Oberstufe noch so gar nicht wissen, was sie später machen wollen, und die auch nicht fähig oder willig sind, sich diesbezüglich aktiv zu informieren und sich "inspirieren" zu lassen. Schule ist dann so etwas wie ein Alibi, um einerseits noch etwas zu machen und sich andererseits eben noch nicht für einen Beruf entscheiden zu müssen. Für einige SchülerInnen ist die Schule das einzige tagesstrukturierende Element in ihrem Leben - denn das Handy kennt keine Tages- oder Uhrzeiten.

    Und genau deshalb bewahre ich bei solchen Meldungen immer erst einmal die Ruhe und warte ab, was denn da an Ermittlungsergebnissen bei herauskommt.

    Den beiden polnischen Opfern dürfte die Herkunft der Rakete letztlich herzlich egal sein.

    Es fällt dir schwer, das Verhalten des/der Kolleg*in nicht als verkrampft, destruktiv, angespannt, unfreundlich und entwertend zu sehen, oder?

    Ich habe dafür bislang nicht viele Attribute gefunden, außer dass ich mit diesem Verhalten nichts anfangen kann. Es befremdet mich. Daher dieser Thread hier - aktuell versuche ich das einzuordnen.

    Zitat

    Du hast nicht um Tips gebeten, ich hoffe es ist okay, wenn ich trotzdem einen hierhin schreibe. Ich verstehe dich so, dass du mit dem Problem von Kollege X anders umgegangen wärst, wenn du das Problem an seiner statt gehabt hättest. Für dich ist es ein Vertrauensbruch, den Personalrat zu bemühen und du würdest das selbst allenfalls tun, wenn alle anderen Stricke gerissen wären. Nun mein Vorschlag: Versuche mal in Ruhe, den Perspektivwechsel anders vorzunehmen und dich dabei in eine unbekannte Person hineinzuversetzen, die dir als Teamleiter gegenübersitzt. Könnte es, ganz unabhängig von dem, was und wie du etwas gesagt hast und wer und wie du wirklich bist, Gründe für X geben, sich nicht direkt an Herrn Bolzbold zu wenden, sondern irgendwen Vertrauten vorzuschicken?

    Angesichts der zahlreichen und zum Teil wenig schmeichelhaften Deutungen meiner Wahrnehmung der Situation bzw. meines augenscheinlichen Verhaltens macht ein Tipp von Dir den Kohl jetzt auch nicht mehr fett...

    ... ich bin nicht soweit, das Einschalten des LehrerInnenrats als Vertrauensbruch zu werten. Ich finde es wie oben dargestellt befremdlich, ich als "gemeiner Lehrer" an meiner alten Schule nie so gehandhabt habe und auch nie so gehandhabt hätte. Den Lehrerrat hätte ich bei akuten Problemen mit der Schulleitung (i.e. Chef und Stellvertretung) eingeschaltet, aber nicht darunter.

    Mein Verhältnis zu allen KoordinatorInnen war sehr entspannt, wohlwollend freundlich und hat auch mal den einen oder anderen Konflikt ausgehalten. Als damaliges Mitglied des Oberstufenteams wäre es mir beispielsweise auch nicht in den Sinn gekommen, nach einem Rüffel durch den OK zum LehrerInnenrat zu rennen. Diese Verhaltensweise ist mir einfach so vollständig fremd.

    Ich habe mittlerweile das eine oder andere Gespräch geführt und einige wichtige Einblicke erhalten. Es besteht kein Zweifel daran, dass es seitens der "gemeinen KollegInnen" Berührungsängste gegenüber einem von außen kommenden Funktionsstelleninhaber gibt bzw. gegeben hat. Das hatte ich in dieser Form nicht erwartet. Als Funktionsstelleninhaber wird man offenbar primär so wahrgenommen, dass man "auf der anderen Seite der Macht" steht. Damit muss ich nun unabhängig von meiner eigenen, weniger hierarchischen Haltung umzugehen lernen. Der Umstand, dass man sich eben bis dato noch nicht kannte, hat sicherlich zusätzlich dazu beigetragen. Ich denke, ich weiß jetzt, wie ich das eine oder andere einzuordnen habe.

    @platty undichbinweg

    D'accord.

    In der Wirtschaft, gerade in der Industrie, wird im Vergleich deutlich stärker nach Angebot und Nachfrage (und nach den entsprechenden Tarifabschlüssen) bezahlt als in sozialen Berufen oder im öffentlichen Dienst.

    Wir haben diese Diskussion über Gehälter hier seit Geburt dieses Forums wieder und wieder geführt. Sie führt letztlich nicht weit, weil wir jeweils unsere Entscheidungen getroffen haben. Wir haben immer noch die Wahl, damit zu leben, oder aber die Entscheidung zu revidieren - und auch hier mit den dann sich ergebenden Folgen zu leben.

    Ich will am Ende meines Lebens aber nicht weniger Geld verdient haben im höheren Dienst mit a13 nach 10 Jahren Studium, mehrjährigem Zwangs-Berufspraktikum (für die berufsbildenden Fakulten in der Berufsschule) und einem Hungerlohn im Referendariat als jemand, der im einfachen oder mittleren Dienst schon mit 21 Jahren im voller Besoldung steht, wohingegen ich erst durch die ganze Ausbildung 10 Jahre später in den Beruf einsteige.

    Diese 10 Jahre gilt es mindestens aufzuholen!

    Wenn die unterste Lohngruppe 30% bekommt, will ich entsprechend auch 30%.

    Ich finde diese Rechnung etwas, sagen wir, gewagt.

    Zehn Jahre Studium? 20 Semester plus Referendariat? OK, das mag in Deinem Fall möglicherweise so sein - aber das ist nicht der Regelfall. Wir reden hier in der Regel von fünf Jahren Studium und anderthalb bis zwei Jahren Referendariat. Das macht dann sieben Jahre.

    Ansonsten steht es uns ja frei, lieber im mittleren Dienst anzufangen, früh Geld zu verdienen und zu hoffen, irgendwann den Aufstieg in den höheren Dienst zu schaffen. (In der Behörde gibt es Leute, die mit A9 angefangen haben und sich Stück für Stück nach A15 hochgearbeitet haben.)

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