Beiträge von Bolzbold

    Wenn eine Schulleitung nicht führt bzw. ihrer Arbeit nicht nachkommt - möglicherweise um selbst ein "gechilltes Leben" zu haben - dann wird der schwarze Peter (bzw. die schwarze Petra) lediglich innerhalb der Schulleitungsebene bzw. der erweiterten Schulleitungsebene weitergereicht, das strukturelle Problem wird aber nicht gelöst. Im Sinne eines Achtens auf sich selbst mag das noch einleuchten, aber dann trifft es lediglich jemand anderen, der/die sich nicht schnell genug wegduckt.

    Vielleicht kann man die Diskussion dahingehend zusammenfassen, ohne wieder die Gender-Diskussion zu befeuern, dass TZ dann Sinn ergibt, wenn man für sich und für seine Familie einen konkreten Mehrwert darin sieht und die Rahmenbedingungen der TZ vor Ort, d.h. an der jeweiligen Schule, diesen Mehrwert auch hergeben.

    Hallo und herzlich willkommen in diesem Forum.

    Was die Klausuren angeht, würde mich interessieren, ob Du beim bayrischen Kultusministerium bereits eine diesbezügliche IFG-Anfrage gestellt hast. Da die Klausuren auch in den von Dir angegebenen Zeiträumen bereits zentral vom Ministerium erstellt wurden, solltest Du dort fündig werden.

    Am Rande:

    Deine Anfrage in Verbindung mit Deinen Fächern und Deiner Schulform verwundert doch ein bisschen.

    Bolzbold die Reaktion "gefällt mir" ist so zu verstehen, dass ich diesen Schülertypen nur allzu gut kenne. So gesehen ist mir die Generation "großartig" doch bekannt. Wirklich schwierig finde ich bei der SoMi-Note, dass die Schüler in der Regel nicht in der Lage sind überhaupt einzuschätzen, wer denn gute Beiträge leistet und wer nur schwafelt/(in Mathe: rät, bis das blinde Huhn auch mal ein Korn findet).

    In der Tat, in der Tat.

    In diesem Fall habe ich natürlich "intern" nachgeforscht. Die Leistungen in meinem LK entsprachen dem, was in der Sek I und der EF an Leistungen erbracht worden waren. Besagter Schüler unterstellte mir einen individuell auf ihn zugeschnittenen "Wahrnehmungsfehler", denn ich kategorisch ausgeschlossen habe. (Klar, ich habe ihn natürlich als einzigen nie dran genommen und schlichtweg übersehen...)

    Was die Klausuren angeht, so liegen zwischen seiner und denen der EinserkandidatInnen deutliche Niveauunterschiede - die sind auch nicht über einhundert Fotos von anderen Klausuren wegzudiskutieren.

    Ich habe einen Vertreter der Generation "großartig" in meinem LK sitzen. Er behauptete, dass ihm 14 Punkte in der sonstigen Mitarbeit zustünden. Die Leistung sei einfach sehr gut - sagte er. Ich sah das anders, habe es ihm begründet, danach hat er mich zwei Wochen mit dem Ar*** nicht angeguckt. Jetzt hat er sich nach der Rückgabe der Klausur - seine war natürlich nicht im sehr guten Bereich - Fotos von anderen Klausuren gemacht (mit Zustimmung der AutorInnen), um vermutlich dieser Tage zu mir zu kommen und mir zu unterstellen, ich hätte nur nicht wahrhaben wollen, dass er sehr gut sei...


    ...mal sehen, was das langfristig gibt.

    Ähm, vielleicht bin ich komisch, aber ich bin keine Lehrerin, ich arbeite als Lehrerin.

    DAS könnte man dann auf alle Berufe ausdehnen.

    Ob das Verb "sein" hier zwingend eine tiefergreifende persönliche Identifikation mit dem Beruf meint, kann man diskutieren. Ich wage zu behaupten, dass die Formulierung "ich bin Lehrer" durchaus üblich ist, wenn es um die Beantwortung der Frage geht, welchem Beruf (oder gar welcher Berufung...) man nachgeht.

    Danke für die Info, die SL kommt gern mit Gesetzen und Paragraphen an. Von daher zitierte ich sowas gerne in meiner Beschwerde ;)

    Das würde ich ganz, ganz dringend empfehlen - dann ist nämlich in der Tat ganz schnell Ruhe im Karton. Eine Schulleitung geht gerne dann soweit, wie man sie lässt, wenn sie darauf bauen kann, dass ihre Lehrkräfte die geltenden Gesetze und Verordnungen nicht kennen. Und das dürfte auf 90+ % zutreffen.

    Wenn wir selbst nicht anderen Menschen gegenüber zu dem stehen können oder wollen, was wir beruflich machen, wie können wir dann von eben diesen Menschen erwarten, uns zu respektieren?

    Ich bin Lehrer. Punkt. Wer dann einen blöden Spruch bringt, bekommt einen ebenso blöden Spruch zurück. (12 Wochen bezahlter Urlaub, Nachmittags frei, Unkündbar, fettes Gehalt - OK, warum bist Du / sind Sie dann kein/e Lehrer/in geworden?) Dann ist in der Regel ganz schnell Ruhe.

    Teilzeit ist immer ein Minusgeschäft wegen des Normaufwands und der Verführung, die "frei gewordene Zeit" für das Bewältigen des verbliebenen Pensums zu nutzen.

    Um eine spürbare Entlastung zu haben, schätze ich, dass man mindestens auf 2/3 runter muss. Wenn der Stundenplan dann Scheiße ist und man beispielsweise nur die Nicht-Korrekturgruppen abgenommen bekommt, hat man sich damit womöglich ein einzigartiges Eigentor geschossen.


    Kann man machen, nutzt aber effektiv eher dem Dienstherren und führt obendrein zu mehr Personalbedarf, der dann mittelbar je nach Marktlage kollegial kompensiert werden muss.

    und das ist gut so. Wenn du Software für den Dienstgebrauch benötigst, dann muss der Arbeitgeber diese kaufen. In der hier häufig so hochgelobten freien Wirtschaft darfst du doch auch keine private Software auf Arbeitsgeräten installieren...

    Das ist einerseits richtig, andererseits erschwert es die Arbeit mit dem Gerät bzw. macht sie gar unmöglich.

    Sieh mein Beitrag direkt darüber: Woher soll die Stadt den spezifischen Bedarf der einzelnen Fachschaften kennen? Es ist doch gerade die Forderung hier, die verfügbare Hardware für die eigenen Bedürfnisse (nicht als Einzellehrkraft, sondern als Fachschaft/Schule) anpassen zu können.

    Die Stadt hat "one size fits all" gekauft und den Bedarf an den Schulen nicht einmal abgefragt. Geräte ohne entsprechende Software sind Aktionismus. Ich kann auch nicht die Software, die ich privat benutze und bezahlt habe, darauf verwenden.

    Also gammelt das Teil eben vor sich hin und wird in drei oder vier Jahren quasi neuwertig zum Elektroschrott gegeben...

    In einer Großstadt im Rheinland wurden die Geräte quasi "nackt" ausgeteilt. Es ist nichts an Software drauf - und niemand außer der Stadt selbst kann Software installieren.

    Das war während der Corona-Pandemie schlichtweg Aktionismus pur in der Hoffnung, ein paar WählerInnenstimmen zu bekommen.

    Schulgesetz § 53 Abs. 4 Satz 3.

    Die Entlassung einer Schülerin oder eines Schülers, die oder der nicht mehr schulpflichtig ist, kann ohne vorherige Androhung erfolgen, wenn die Schülerin oder der Schüler innerhalb eines Zeitraumes von 30 Tagen insgesamt 20 Unterrichtsstunden unentschuldigt versäumt hat.

    Die weiteren Maßnahmen sind somit eigentlich nur "Goodwill"-Maßnahmen - möglicherweise auf der Basis dessen, was state_of_Trance beschrieben hat. Entlassen wird durch die Schulleitung. Und wenn diese § 53 Abs. 4 nicht konsequent umsetzen möchte (das ist ja eine Kann- keine Muss-Bestimmung), dann werdet Ihr eben den SchülerInnen nach wie vor hinterherlaufen müssen.

    Letztlich hat Dein SL mehr davon, wenn Du ihm erzählst, dass Du überlegst, woanders anzuheuern. Dann hat er den Erstzugriff auf die SL der anderen Schule.

    Du machst das mit Dir ganz alleine aus und erzählst das bestenfalls dann Deiner Schulleitung, wenn die Bewerbungen raus sind. Natürlich besteht immer noch das Risiko, dass Du dann eine nur mittelmäßige dienstliche Beurteilung bekommst - aber andersherum wie von Deinem Schulleiter vorgeschlagen gibst Du alle Trümpfe aus der Hand.

    Die pädagogische Ausbildung findet parallel zum Unterrichten statt. Wieso sollte ein Seiteneinsteiger die Arbeit als Lehrer nicht hinbekommen?

    Zur Wahrheit gehört ja auch, dass dies vor allem viel mit der eigenen Motivation der Lehrkraft zu tun hat. Ich hatte selbst zu meiner Schulzeit Seiteneinsteiger als Lehrer, welche deutlich besser waren als andere Kollegen in ihrem Bereich.

    Zur Wahrheit gehört auch, dass viele Nicht-LehrerInnen der Meinung sind, die Arbeit von ausgebildeten Lehrkräften problemlos und mindestens genauso gut übernehmen zu können. Ihre eigene "Expertise" als SchülerInnen im Hinblick auf eigenen Lehrkräfte, sprich anekdotische Evidenz, ist Beleg genug dafür.

    Ich wäre vermutlich aufgrund meiner tatsächlichen Expertise auch ein im Vergleich zu den "weniger motivierten AnwältInnen" guter Rechtsanwalt für Schul- und Prüfungsrecht...

    ... ich käme aber nie auf die Idee, so in einem Rechtsforum aufzutreten wie Du es hier tust.

    Was die Motivation betrifft, so sind sicherlich mindestens 95% der Junglehrkräfte anfangs motiviert. Viel interessanter wären die Gründe, weshalb das irgendwann möglicherweise nicht mehr so ist - und davor bist Du ebenso wenig gefeit.

    Also meine Frau und ich leben sehr sorgenfrei. Und das ist wahrhaft mit ein Stück Lebensqualität.

    Wir nehmen es vermutlich alle als zu selbstverständlich - aber in der heutigen Zeit den Einkaufswagen nach Belieben vollzupacken, ohne darüber nachdenken zu müssen, was das alles kostet, ist wirklich ein unglaublich befreiendes Gefühl.

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