Im Ukraine-Krieg-Thread wird das aber ganz anders diskutiert. Oder liegt das nur daran, das dort die Schwanzverlängerungen etwas dicker sind?
Dass ein Aggressor, der um sich schießt, mit Waffengewalt gestoppt werden muss, um noch höhere Opferzahlen zu verhindern, sollte einleuchten.
Im Falle der Ukraine werden Waffen geliefert, um sich in einer konkreten Angriffs- bzw. Bedrohungssituation zu wehren. Auf internationaler Ebene hast Du insofern Recht, als dass der Angriff Russlands eine globale Aufrüstungsspirale in Gang setzen wird, an der künftig auch Länder beteiligt sein werden, die das ursprünglich nicht vorhatten - so wie Deutschland.
Jetzt kommt aber der zentrale Unterschied beim good guy/bad guy with a gun.
Das Prinzip gegenseitiger Aufrüstung und der damit verbundenen Abschreckung funktioniert, solange mehrere Menschen darauf achten, dass niemand alleine eine (Atom)Waffe abfeuert. Es gibt Kontrollmechanismen, die das spontane einseitige Drücken des roten Knopfes verhindern. Bei Amokläufen handelt es sich um Einzelpersonen, bei denen diese Kontrollmechanismen außer Kraft gesetzt sind - zum einen durch den weitgehend ungehinderten Zugang zu Schnellfeuerwaffen, zum anderen durch die letztlich eigene Entscheidung, diese auch zum Morden zu verwenden.