Dieses Datum scheint immer weiter fortgeschrieben zu werden ohne Bezug zur Realität. Nachdem meine Frau bei der Beihilfestelle angerufen hatte, teilte man ihr mit, dass es aufgrund des Personalengpasses noch sehr lange dauern würde. Es waren über sechs Wochen - immerhin wurden dann beide Anträge zeitgleich bearbeitet und das Geld überwiesen.
Die einzigen Male, wo das unter zwei Wochen ging, war vorletztes Jahr oder so, als ich bereits in der Behörde gearbeitet habe. Da ich die Abordnungsverlängerung nicht rechtzeitig eingereicht hatte, wurde ich dann wieder als Lehrer in der Schule geführt - ab da dauerte es dann wieder länger...
Also sechs bis acht Wochen als "gemeine Lehrkraft", die nicht gerade im RB Detmold arbeitet - da geht es offenbar meistens recht schnell - muss man wohl standardmäßig einplanen. Wenn es denn mal schneller geht, umso besser.
Beiträge von Bolzbold
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Danke Flipper79 für die schnelle Hilfe mit dem passenden Suchbegriff!
Das klingt als Dauerlösung vernünftig. Du terminiert also die Überweisungen 4 Wochen vor oder so? Dann musst du aber viele Briefe fertig machen, oder? Ich habe bislang gesammelt und dann einen fetten Umschlag gemacht...
Briefe? Ach so, Du machst das noch analog.
Ich reiche Rechnungen nur noch digital über die Beihilfe-App bzw. die PKV-App ein. Da die meisten Rechnungen und in der Regel die mit den großen Beträgen quartalsweise kommen (hier v.a. Kinderarzt und Kieferorthopäde), passt das dann mit der Sammeleinreichung und den terminierten Überweisungen ganz gut. Es gibt auch Ärzte, die gefühlt nach jedem Besuch eine gesonderte Rechnung schreiben - das sind aber selten die großen Summen.
Natürlich kommt das nicht immer perfekt aus - aber so behalte ich den Überblick über die Rechnungen, den Geldausgang und die erhoffte baldige Erstattung. -
Es empfiehlt sich, die Rechnungen sofort einzureichen, bevor der Betrag per Überweisung idealiter zum Ende der Frist das Konto verlässt. So hält man den Zeitraum zwischen Fälligkeit der Rechnungen und der Beihilfezahlung halbwegs erträglich. (Und bei einem Fünfpersonenhaushalt kommen da im Quartal schnell 2.000 Euro und mehr zusammen...).
Da das bei uns immer wieder ziemliche Löcher ins Konto geschlagen hat, überlege ich, die Beträge künftig vom Sparkonto zu nehmen und auch die Zahlungen der PKV und der Beihilfe dorthin zu leiten. Diese ständigen ausstehenden Beträge machen auch den Überblick über die Finanzen unnötig schwierig.
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Wie sehen diese Stellen aus?
Das sind klassische Verwaltungsstellen. Einige wenige ReferentInnenstellen sind auch für BewerberInnen mit Lehramtsausbildung geöffnet. Theoretisch kann man dann dauerhaft in die Behörde wechseln. Die Amtsbezeichnung ändert sich dann von Studienrat zu Regierungsrat ((m/w/d) analog dann bis A15 - der Oberstudienrat wird in der BR leitender Regierungsschuldirektor (m/w/d), im Ministerium dann Ministerialrat (m/w/d).)
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Es gibt eine Regelbeurteilung und auf der Basis dieser Beurteilung kann dann eine Beförderung erfolgen, sofern die entsprechenden Stellen vorhanden sind.
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Ich für meinen Teil fühle mich in der Behörde eigentlich ganz gut aufgehoben. Da ich aber wieder mehr "Action" brauche, gehe ich auch gerne wieder in den Schuldienst zurück - allerdings mit dem Wissen und dem festen Vorsatz, nicht wieder an die Grenze des Burnouts zu kommen.
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@karuna
Ja, da ist man als Referent in der Behörde so gesehen besser aufgehoben - da sind die Beförderungschancen deutlich besser. -
Das geht in der Tat dann recht schnell, wenn die entsprechenden Stellen frei werden und die Konkurrenzsituation - ggf. auch durch Protegierung durch die Schulleitung - günstig ist.
Mein ehemaliger stellv. Schulleiter ist auch diesen Weg gegangen - und der Oberstufenkoordinator hat meiner Erinnerung nach auch knapp zehn oder zwölf Jahre auf dem Buckel gehabt, bis es soweit war.Das Gros der LehrerInnenschaft dürfte diese Chancen jedoch nie gehabt haben. Als ich 2005 an meine alte Schule kam, "litt" das Kollegium noch unter dem Beförderungsstop. Da gab es 50+ KollegInnen, die noch A13 waren, es gab KollegInnen, die als A13er in Pension gegangen sind. Irgendwann um 2010 herum kamen dann auf einmal jede Menge A14 Stellen, weil die Pensionierungswelle rollte. Da wurden ganz viele junge KollegInnen relativ schnell A14. (Relativ = innerhalb von drei bis acht Jahren.)
Man muss auch im Hinterkopf behalten, dass der Stellenkegel ab A15 natürlich sehr spitz zuläuft. Die meisten Gymnasien haben maximal fünf A15 Stellen (A15Z, OK, MK, EK und ggf. ein OV). Einige wenige haben auch mal sechs A15 Stellen. Es gibt aber auch nicht wenige Gymnasien, da sind es eben nur vier A15 Stellen. Viele davon wurden in den letzten fünf Jahren besetzt - diese Leute können zahlenmäßig auch nicht alle Schulleiterinnen werden, so dass diese Stellen dann womöglich die nächsten 15 bis 20 Jahre "dicht" sind. Das sieht man auch mittlerweile an den Ausschreibungen. Ich wäre beispielsweise auch gerne Oberstufenkoordinator geworden - allerdings ist in meinem Sprengel und im direkten Umkreis von bis zu 30km alles dicht - nach Auskunft der Bezirksregierung auch auf die nächsten Jahre hin. Wenn da nicht "spontan" jemand ausfällt oder in die Schulleitung wechselt, ist da nichts zu holen.
Klar, wenn man unbedingt ganz nach oben will und örtlich flexibel ist und außerdem gute Revisionen hinlegt, ist mit ein bisschen Glück dabei alles möglich. Aber auf jede/n Schulleiter/in kommen viele Lehrkräfte, die gerne weitergekommen wären, es aber wegen des Stellenkegels oder der räumlichen Beschränkung oder ausbleibender Unterstützung durch die Schulleitung nie geschafft haben. -
Ich habe auch überlegt, ein weiteres Drittfach zu studieren, um mich später im Arbeitsalltag zu entlasten. Was für Fächer kannst du da empfehlen, bis auf Musik Kunst oder Sport? Macht das überhaupt Sinn mit dem Hintergrund?
Das kannst Du nur für Dich selbst beantworten. Ich habe Musik noch hinterherstudiert, weil ich es wollte und weil es mir gut tat. Somit also nicht aus taktischen Erwägungen. Man sollte meines Erachtens immer nur Fächer studieren, bei denen man eine günstige Schnittmenge aus Kompetenz und Interesse/Neigung besitzt. Die Frage der Stellenperspektive zeigt eine klare Tendenz, ein Freifahrtschein in die Arbeitslosigkeit ist es aber nicht automatisch. Es gibt ja auch junge D/Ge KollegInnen.
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Bolzbold Vielen Dank für deine Einsichten. Welche Fächerkombination hattest du war diese Burnoutgefahr deinen Fächern zu verschulden?
Das steht in meinem Profil. Die Burnoutgefahr lag an der Arbeitsbelastung in Verbindung mit der sehr fordernden Schulleitung. Ich habe mich zu lange mit vagen Aufstiegsperspektiven ködern lassen. Das wird mir nie wieder passieren.
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Vielen Dank für eure Antworten. Also würdet ihr diese Fächerkombination als solide Wahl bezeichnen mit einem angenehmen Work-Life Balance? Höre oft Horrorgeschichten von manchen LehrerInnen, die mich etwas abgeschreckt haben. Klar bin ich mir bewusst, dass der Lehrberuf einen gewissen Aufwand mit sich bringt, aber es ist ja nun mal so, dass gewisse Fächerkombinationen entspannter sind als andere. (Man sollte natürlich auch eine gewisse Interesse für die jeweilige Fächer haben.)
Die Korrekturen sind ein (lästiger) Teil Deiner Arbeit als Lehrkraft. Zwei Hauptfächer sind in der Tat eine Kombi, mit der man meines Erachtens nicht glücklich wird. Ein Hauptfach und ein Nebenfach kann gut funktionieren, wenn man entsprechend eingesetzt wird. Ich habe ja noch Musik als weiteres Nebenfach, so dass ich da so breit streue, dass ich nur zu Beginn fünf Korrekturgruppen hatte. Später waren es regelmäßig vier - aber eben auch nie weniger.
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Wenn die VO-GO in Berlin nach wie vor gilt, schreiben die SchülerInnen im Grundkursbereich tatsächlich nur eine Klausur pro Halbjahr.
(vgl. § 14 Abs. 3) In der EPh sind eines bis zwei.Berlin hat eine sechsjährige Grundschule. Dort werden in den Klassen 5 und 6 in den Gesellschaftswissenschaften tatsächlich Klassenarbeiten geschrieben. Ab Klasse 7 jedoch nicht mehr. Damit wäre zwischen Klasse 7 und 10 Politik somit "klassenarbeitsfrei".
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Hast du Erfahrungen aus deinem beruflichen Umfeld bezüglich Schulleitern und deren Dynamik zur Familie? In anderen Berufen aus der freien Wirtschaft, die von der Position her mit einer Schulleitung zu vergleichen sind, geht ja sicherlich ähnlich viel Zeit für den Beruf drauf.
Ja, habe ich. Auch als "gemeiner Lehrer" hast Du eine gut gefüllte Arbeitswoche - und oft sehr zeit- und energieraubende Aufgaben. Ich war vor meinem Wechsel in die Behörde kurz vor dem Burnout - da war ich 14 Jahre mit voller Stelle im aktiven Schuldienst.
Wie ich hier irgendwo einmal schrieb, gab es an meiner Schule alle drei Konstellationen.
Kollege A wurde Oberstufenkoordinator (A15) und sagte, damit habe er auf das dritte Kind verzichtet.
Kollege B wurde stellv. Schulleiter (A15Z) und hat zeitgleich mit mir das dritte Kind bekommen. Es gibt zum Teil erhebliche Probleme in der Familie.
Ich blieb bei A14 und habe mein drittes Kind bekommen, wurde dann um die fünf Jahre später befördert.
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Hallo und herzlich willkommen in diesem Forum.
Die Korrekturbelastung ist in Englisch durchaus spürbar da. Das kann mitunter lästig sein, weil man fast immer im Abitur oder künftig auch wieder in den Zentralen Prüfungen Klasse 10 (NRW) involviert ist.
Politik ist ja kein Kernfach, so dass da nicht alle SchülerInnen in der Oberstufe Klausuren schreiben werden. Das dürfte somit ein geringerer, aber dennoch vorhandener Arbeitsaufwand sein.
Die Kombi Kern- und Nebenfach beschert einem vermutlich langfristig bessere Stellenchancen als zwei Nebenfächer, wenn es nicht gerade Physik und Chemie oder Musik ist. -
Doofe Überschrift, aber ich weiß nicht, wie ich es ansonsten ausdrücken kann. Mich bewegt folgendes: Seit Coronabeginn gibt es bei uns zwei Kollegen, die dem Verschwörungstheoretiker- und Querdenkerkram angehören. Maskenattest, weil in Masken Würmer sind (offiziell Asthma), Impfung des Teufels wegen was weiß ich, Schnelltest gehen auch nicht, wegen Chemie und so. Seitdem Ungeimpfte jeden Tag eine Bescheinigung vorlegen müssen, sind beide dauerkrank.
Nun ja, da gäbe es seitens der Schulleitung sicherlich auch Mittel und Wege, solchen "KollegInnen" beizukommen - sprich Amtsarzt etc. Schon krass, dass sich da Ärzte finden, die da dauerhaft krankschreiben...
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Es geht um Schulleitung, damit verbundene Managementtätigkeiten und natürlich ob sich dieser deutliche Mehraufwand monetär lohnt
Das dürfte im Auge des jeweiligen Betrachters liegen.
Ketzerisch gesprochen bist Du als Schulleiter die Spinne im Netz, die alle Fäden in der Hand behalten muss und dafür Sorge tragen muss, dass ihr kein Faden entgleitet.
Ich würde die Tätigkeiten der Schulleitung auch nicht primär als klassische Managementtätigkeiten bezeichnen. Der Begriff hört sich im schulischen Kontext irgendwie komisch an.
In Berlin fängst Du als A13er Stufe 1 mit 4.193 Euro an und hörst als A16er Stufe 8 mit 7.600 Euro auf - brutto natürlich.
Wenn Du es "schnell" angehst, könntest Du nach 10 Jahren Schulleiter sein und wärst dann Stufe 5 - also 6.900 Euro. Das macht also ca. 2.700 Euro brutto Unterschied. Ob sich das lohnt - auch vor dem Hintergrund der zeitlichen Erfordernisse und des möglicherweise vorhandenen Wunschs, eine Familie zu gründen, muss jede/r für sich selbst wissen.Bei mir hat es bis zur A15 aufgrund einiger Widrigkeiten und taktisch nicht ausreichend schlauen Vorgehens knapp 16 Jahre gedauert. Aber ich habe auch noch 20 Dienstjahre vor mir. Ich persönlich würde Schulleitung nur dann machen, wenn meine Kinder noch etwas größer sind und - das ist mir eigentlich am wichtigsten - wenn es "Klick" macht. Sprich: Wenn ich als Schulleiter quasi meine Schule heiraten muss, dann muss auch diese Schule (wie auch meine Frau) die Richtige sein. Aber irgendwie kann ich mir das aktuell so gar nicht vorstellen - und das Geld reizt mich hier in der Tat überhaupt nicht.
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Also so wie ihr das erzählt, klingt so eine Tätigkeit als Oberstudiendirektor für den Mehraufwand nicht sehr lohnenswert.. Vor allem, da der finanzielle Unterschied zu A13 in keinem Verhältnis zur zusätzlichen Arbeit und Verantwortung steht. Finde es zwar immer noch interessant, aber gleichzeitig auch schade, dass es nicht genügend entlohnt wird.
Ich würde empfehlen, hier eher von einer Tätigkeit als Schulleiter zu sprechen. Der Begriff Oberstudiendirektor ist eine Amtsbezeichnung. Sonst klingt das eher nach "Ämtergeilheit" als an genuinem Interesse an einer Tätigkeit als Schulleiter.

Was die Bezahlung angeht:
Schulleiter wird man nicht, um reich zu werden. Schulleiter wird man, weil man es wirklich will. -
Ich würde dem Schüler bei nächster Gelegenheit mitteilen, dass er offenbar für deine Aufgaben besser qualifiziert ist, und ihn auffordern, den Unterricht auf der Stelle für dich zu übernehmen.
Nein. Das ist Kindergarten. Damit erhält der Stärkerer den Raum, den er einfordert. Dadurch gibt es nichts zu gewinnen.
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Die Formulierung "...und sich das Ziel gesetzt hat, Oberstudiendirektor (sic!) zu werden..." mutet schon befremdlich an.
Um es einmal zuzuspitzen - und auf NRW bezogen, weil mir hierfür gerade die Zahlen präsent sind:
NRW gibt es ca. 40.000 Gymnasiallehrkräfte und insgesamt 625 Gymnasien in staatlicher wie privater Trägerschaft. Die Oberstudiendirektoren machen somit statistisch gesehen 1,5% der Lehrkräfte aus. Auch wenn diese Verteilung nicht im eigentlichen Sinne statisch ist und somit immer wieder SchulleiterInnen gesucht werden, so bedeutet das aber auch, dass die überwältigende Mehrheit der Lehrkräfte - unabhängig von ihrer Motivation - dort nie hinkommen wird.
Wie sieht der fiktive Weg nun aus?
Für die Beförderung nach A14 und A15 benötigt es die entsprechenden Stellen - ggf. musst Du die Schule wechseln. Dann musst Du jeweils eine Revision machen, bei der Du Dich ggf. gegen MitbewerberInnen durchsetzen musst. Die Revisionen verlaufen dabei nicht immer so, dass der/die Beste die Stelle erhält. Für die Beförderung nach A16 brauchst Du eine weitere, umfangreichere Revision, ggf. Fortbildungen im Vorfeld. Die Konkurrenz bis A15 ist groß.Was gibt es zu bedenken?
Deine Haupttätigkeit bis zur A15 inklusive besteht aus Unterrichten. Einmal Lehrkraft, (fast) immer Lehrkraft. Auch wenn es theoretisch möglich ist, unter zehn Jahren von A13 auf A16 zu kommen, so ist das Ziel Schulleiter/in zu werden nicht mit der Motivation, ein geile/r Manager/in zu sein, erreichbar. Bis zur A16 Revision musst Du letztlich immer wieder zeigen, was für eine tolle Lehrkraft Du bist (überspitzt formuliert.)Der Schuldienst eignet sich eigentlich nicht für KarrieristInnen - immerhin arbeiten wir hier mit jungen Menschen und entscheiden mit über deren Zukunft. Aus meiner Erfahrung heraus haben die wenigsten SchulleiterInnen von Anfang an dieses Ziel gehabt. Ich beispielsweise (nach wie vor) auch nicht. Nicht wenige, die auf der Schulleitungsqualifizierungsfortbildung waren, haben sich im Anschluss daran bewusst gegen diese Position entschieden. Auch im Gymnasialbereich.
Der öffentliche Dienst ist gerade im Schulwesen sehr normiert - im Gegensatz zu den Behörden, wo es regelmäßige dienstliche Beurteilungen mit anschließenden Beförderungen gibt, ist man im Schulwesen auf Können, Glück und den Riecher, zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, angewiesen. -
Gut, ggf. mit neutralem Zeugen. Dennoch muss die TE das selbst ausfechten - wenn ich bei so etwas sofort die Schulleitung einbinde, ist das ein Offenbarungseid hinsichtlich meiner Autorität als Lehrkraft.
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