Also mehrere Stunden am Stück im Trainingsraum zu sitzen halten ich für eine absolute Zumutung.
Im Übrigen kann ich Catelyn nur zustimmen.
Beiträge von Bolzbold
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Ich weiß, dass es immer auch schlimmer kommen kann, aber ich werde dieses Jahr 28 und weiterhin nur als Lagerhelfer bei so einem miesen Lohn arbeiten zu müssen, um über die Runden zu kommen, anstatt endlich in seinem eigentlichen Beruf zu arbeiten zerrt mir ganz schön an den Nerven.
Bin für jede konstruktive Antwort dankbar.
Hallo Seb,
niemand zwingt Dich, als Lagerhelfer bei miesem Lohn zu arbeiten. Der Nachhilfemarkt verspricht da in der Regel etwas bessere Stundenlöhne bei flexiblerer Zeiteinteilung, wenn freiberuflich. Hochschulabsolventen, die Latein können, sind auch für Nachhilfeinstitute attraktiv. (Ich habe ohne Latein als Fach, aber mit Latinum an einem Institut fast ausschließlich Latein-Nachhilfe gegeben und nur ein bisschen Englisch-Nachhilfe.) Die Verträge sind in der Regel auch nicht so langfristig, dass man entsprechend zeitig auch wieder rauskommt. -
Ich würde das nicht so als Luxusproblem abtun. Ich schrieb in letzter Zeit ab und an mit dem muslimischen User, der beschreibt, dass sich die Situation in seinem Land gerade zum Schlechteren entwickele. Das ist natürlich suboptimal, was Frauen- und LGBT-Rechte angeht. Was hat das mit Europa zu tun? Vlt. bin ich gutgläubig, aber ich denke, dass Europa eine Art Vorreiterrolle in der Welt hat, und dass Entscheidungen, die hier getroffen werden, langfristig auch in die muslimische Welt nachhallen werden.
So kann man das sehen, wenn man die Wahrnehmung der Weltgeschichte aus muslimischer Sicht konsequent ignoriert. Die Dominanz des Westens, die in einigen Bereichen nichts anderes als selbstgerechte Arroganz ist, zählt mit als ein Grund für die muslimische Welt, sich bedroht zu fühlen - mit den uns bekannten Folgen.
Zu diesem Thema gibt es einige sehr erhellende wissenschaftliche Werke, die diese Entwicklung aufzeigen und den heutigen Terrorismus auch als eine Folge dessen erachten (allerdings wird dieser keinesfalls gerechtfertigt oder relativiert.) -
Richtig. Wer richtig liest, stellt fest, dass Unterricht auch in voller Klassen-/Kursstärke wieder möglich ist. Möglich. Nicht vorgeschrieben.
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@samu
Was wäre denn bei dieser Befragung herausgekommen?
Die wirklich unterdrückten Frauen hätte nie die Möglichkeit erhalten, eine Antwort zu geben oder hätten gesagt, dass sie das Tragen einer Vollverschleierung total in Ordnung finden.
Die nicht unterdrückten Frauen hätten gesagt, dass sie das aus Überzeugung tragen.
Das Endergebnis bliebe dasselbe. Verbieten wir die Verschleierung, zwingen wir die Verschleierten in den zivilen Ungehorsam oder in die häusliche Gefangenschaft.
Erlauben wir sie, lassen wir mit dem Argument der Religionsfreiheit Unterdrückung zu und sehen auch künftig Frauen mit Vollverschleierung in den Straßen.
Beides sind keine wirklich erstrebenswerten Lösungen.
Solange aber die Ursachen für den Wunsch oder den Zwang nach Vollverschleierung nicht behoben werden, schaffen wir uns mit jedweder Aktion nur Probleme. -
Die genauen Vorgaben macht die Lehrerkonferenz. Mehr steht dazu in der APO-GOSt nicht.
Digitale Versionen erleichtern das Finden von Plagiaten...
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Theoretisch wäre ja auch eine Klassenarbeit in zwei unterschiedlichen Räumen möglich - man braucht dann nur eine weitere (Fach)Aufsicht.
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In NRW gibt es durchaus Regelungen zur Anwesenheit bzw. Bereithaltung in den Sommerferien. In der letzten Ferienwoche müssen wir uns für entsprechende administrative Tätigkeiten bereithalten. Als ich noch im Oberstufenteam war, haben wir immer in der letzten Woche angefangen, das neue Schuljahr vorzubereiten. Die spanischstämmige Spanischkollegin war trotzdem die gesamten sechs Wochen "unten". Sei's drum. Dafür korrigiert sie sich auch ansonsten in allen anderen Ferien die Wölfin, da sie nur Spanisch in der Oberstufe unterrichtet.
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Was haben sie denn gesagt?
Dass geplant ist, dass die Anzahl der Klausuren in der EPH auf eine pro Halbjahr reduziert werden darf und dass die Anzahl der Klassenarbeiten in der Sek I reduziert werden darf.
Problem ist, dass die Anzahl der Klausuren in der GOSt im Verordnungstext steht, also eine Verordnungsänderung erforderlich wäre und in der APO-SI das Ganze über die VVs geregelt ist, die man ohne parlamentarische Zustimmung ändern kann. -
Nein, tut es nicht.
Für die Regelschulen haben die Bezirksregierungen den Schulen ja schon gesagt, was geplant ist. Mehr kann man aktuell nicht dazu sagen. -
Fehlende Kritikfähigkeit.
Ich würde hier nicht mit dem Stundenplaner sprechen sondern mit der Schulleitung - die ist für die Unterrichtsverteilung zuständig.
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Also ich musste vor der Vereidigung unterschreiben, dass ich die Stelle annehme - und bei der Vereidigung musste ich die Informationen rund um das Beamtentum meiner Erinnerung nach auch unterschreiben. War aber NRW - in Bayern gehen die Uhren womöglich anders.
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Ich gehe nicht davon aus, dass die Sommerferien verkürzt werden. Das wird nicht funktionieren. Das beträfe ja nicht nur die LehrerInnen sondern auch die SchülerInnen und deren Eltern. Wer das beschließen sollte, kann die Zeit bis zur nächsten Landtagswahl schon mal auf der Oppositionsbank Probesitzen.
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Falls die Infektionszahlen im Rahmen der Lockerungen jetzt durch die Decke gehen sollten, sehe ich persönlich noch nicht alle SchülerInnen im Wechselunterricht an den Schulen. Das wird in die Hose gehen.
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@samu
Es kommt darauf an, welche Form der Diagnostik Du wählst. ADHS ist keine Sache, die man mal eben "to go" beim Kinderarzt diagnostizieren lässt. (Und wer es doch tut, ist schlecht beraten.)
Die Möglichkeit der Pauschalexkulpation ist natürlich verführerisch - die Eltern können nichts dafür, das Kind kann nichts dafür und alle anderen sollen gefälligst mal Rücksicht nehmen.
Vermutlich muss man selbst betroffen sein, sei es dass man selbst ADHS hat oder das eigene Kind, um da wirklich mitreden zu können im Sinne eines echten (kognitiven wie mittelbar empathischen) Verständnisses für ADHS. -
Leistungsüberprüfungen abseits von Klassenarbeiten sind da auch unproblematisch. Für Klassenarbeiten und Klausuren gilt in NRW, dass diese in der Regel (d.h. eigentlich immer) im Präsenzunterricht stattfinden.
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Ich habe in meiner bisherigen Dienstzeit erlebt, dass Methylphenidat die schulischen Probleme und Auffälligkeiten von jetzt auf gleich beendet hat - für die betroffenen Kinder war es ein Segen, weil sie sich selbst endlich als "normal" erlebt haben und auch so wahrgenommen wurden.
Eine befreundete Familie, beide Pharmazeuten, haben ein Kind, das stark unter ADHS leidet und das Schuljahr jetzt womöglich wiederholen muss. Mutter ist für die Gabe von Methylphenidat, der Vater dagegen. Beide wissen um die (Neben)wirkungen des Wirkstoffs. Das Kind ist mittlerweile sozial komplett isoliert - das Homeschooling trägt zusätzlich dazu bei. Und dennoch kann der Vater sich nicht dazu durchringen, das Medikament zu geben. Er hofft auf die positiven Wirkungen von Sport und Psychotherapie - seit mehreren Jahren. Es tut mir in der Seele weh, dieser Entwicklung zusehen zu müssen. -
Auf der Basis der CoronaBetrVO ist diese Einschätzung zutreffend. Die Bezirksregierungen können im Einzelfall (!) Ausnahmen abseits der Abschlussklassen zulassen. Das Ansetzen einer regulären Klassenarbeit zählt nicht dazu,
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Ich leider schon in einer Lehrerkonferenz. Da wurde ziemlicher Unfug abgegeben. Ich habe dann einfach mal fallenlassen, dass ich als ADHS-Kranker da doch einiges korrigieren müsste. Da war dann Totenstille. Das war den Kollegen offenbar sehr peinlich.
Das ist in der Tat eine krasse Erfahrung - hat es denn im Anschluss daran irgendeine Reaktion gegeben außer der Totenstille und des peinlich Berührtseins?
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@samu
Das habe ich so nicht geschrieben. Ich schrieb, dass es mit den Eltern steht und fällt - und im Zuge Deiner Anmerkung würde ich ein "auch" mit einbauen. Also: Es steht und fällt auch mit den Eltern.
Dass die KollegInnen da entsprechend "sensibilisiert" sein sollten, hatte ich eigentlich vorausgesetzt, aber in der Tat war dies eine allzu optimistische Sicht.
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