In der Tat. Beide Extreme haben ja auch schon bewiesen, zu was sie fähig sind, wenn sie die absolute Macht innehatten. Auf sie gehen die größten Verbrechen der Menschheit.
Beiträge von Bolzbold
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Wobei ich den Eindruck habe, dass viele mittlerweile so übersensibilisiert sind, dass man sehr schnell dabei ist, jemandem Rassismus vorzuwerfen.
Da sind wir ganz schnell bei der Täter-Opfer-Umkehr.
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Die mediale Vernichtung eines Unliebsamen ist der neue Pranger und Lynchmob des Internetzeitalters.
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Darum geht es ja zum Teil gar nicht mehr. Der derzeitige Stand ist, dass aktiv nach Verfehlungen (unter Zuhilfenahme maximal missgünstiger Interpretation des Gesagten) gesucht wird, um anschließend jemanden zu diskreditieren. Da werden dann auch gern mal Äußerungen von vor 20 Jahren ausgegraben. Das ist die bewährte alte politische Schmutzkampagne, die durch die technischen Möglichkeiten in der Breite angekommen ist.
Außerdem: Wenn ich im Cafe am Nachbartisch ein Gespräch mithöre, in dem die Beteiligten "unkonventionelle" (aber nicht strafbare) Meinungen äußern, muss/soll/darf ich mich dann einmischen? Ist das dann nicht genauso Geltungssucht und Virtue Signalling?
Ist es nicht im Grunde beides?
Das Mitteilungsbedürfnis auf der einen Seite und das "Vernichtungsbedürfnis" auf der anderen Seite?
Beides ist ganz gruselig.
Was das Gespräch am Nachbartisch angeht, so lasse ich das eigentlich immer unkommentiert, sofern man nicht über meine Familie oder mich spricht. Da hält sich meine Geltungs- oder Erziehungssucht in Grenzen. -
Muss man eigentlich seine Meinung unbedingt überall kundtun - gerade wenn man antizipieren könnte, dass es zu entsprechenden Reaktionen kommen könnte?
Ich frage mich dann immer, was der Nutzen ist, wenn man sich hinstellt und postuliert, dass man es eklig findet, wenn sich zwei Männer küssen?
Warum muss man das unbedingt äußern?
Warum kann man diese Haltung nicht für sich behalten?
Ist es letztlich nicht pure Geltungssucht? -
Ich stimme O.Meier hier zu.
Die Kommentare bei einer bekannten Tageszeitung aus der Region zum Artikel über Herrn Lehmann zeigen auch, dass sich hier ein pervertiertes Unrechtsempfinden entwickelt hat nach dem Motto: "Wenn der andere sich mal nicht so anstellen würde - mein Verhalten ist doch halb so wild."
Dies bemerke ich zunehmend bei rassistischen Äußerungen oder solchen, die so empfunden werden können. Soll sich der Schwarze eben mal nicht so anstellen - dann hätte Herr Lehmann jetzt kein Problem.
Das lässt sich leider auch auf viele andere Bereiche unseres Lebens übertragen - der Straßenverkehr ist nur ein jedem bekanntes Beispiel dafür. -
Ich habe jetzt trotz dieser "Sperre" gebucht und nochmal beim Impfzentrum nachgefragt. Mal sehen, was die antworten.
Update: Impfzentrum hat geantwortet, dass alles OK ist. -
Ja, das habe ich in einem Screenshot auch gesehen. Bei der KVNO ging das nicht, also habe ich es gelassen. Und jetzt sind alle Termine weg.
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Ich weiß. Bei der Registrierung. Aber wenn Du den Termin buchen willst und die Termine bereits festgelegt hast, musst Du bei der endgültigen Buchung genau die Berechtigung nach § 3 bestätigen.
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Bei der KVNO musste man bestätigen, dass man §3 der Impfverordnung erfüllt - das wäre Prio 2. Somit hätte man eigentlich vor der offiziellen Freischaltung, die für 8 Uhr vorgesehen ist, keinen regulären Termin machen können.
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Schauen wir jeden Tag bei Facebook und Co. vorbei. Dort sehen wir die Auswüchse einer verabsolutierten Meinungsfreiheit, die Abs. 2 des oben zitierten Grundrechtsartikels geflissentlich ignoriert.
Der Begriff unkonventionell ist völlig falsch gewählt, wenn er ein Deckmantel für Rassismus, Antisemitismus, Misogynie oder ähnliches ist. Ansonsten findet die freie Meinungsäußerung auch ihre Grenzen im Beamtenrecht bzw. dem Dienstrecht. Wir dürfen eben nicht immer alles sagen. Insofern kann es - und darf es auch rechtlich betrachtet - Konsequenzen haben. -
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Hallo zusammen,
einer meiner Schüler in der Q1 hat bei seiner Facharbeit das offizielle Thema eigenmächtig und ohne Rücksprache verändert. Es ist zwar irgendwie in der geforderten Richtung, aber eben nur irgendwie.
Was würdet ihr machen?
Was gibt die Erlasslage her - ich habe nichts brauchbares gefunden.
Lieben Dank für eure Unterstützung,
Peselino
Du hast nichts Brauchbares gefunden, weil es nichts Brauchbares in diese Richtung gibt. Die konkreten Modalitäten vor Ort werden durch die Lehrerkonferenz festgelegt.
Wenn ein Schüler das offizielle Thema eigenmächtig ändert und damit auch andere Schwerpunkte setzt, dann ist das am vereinbarten Thema vorbei. Das kann man notenmäßig sanktionieren.
Sprich mit Deinem Oberstufenkoordinator und ggf. mit der Schulleitung - da wirst Du sicherlich ein Feedback bekommen. Und auf dieser Basis kannst Du dann entscheiden, wie Du bei der Notengebung vorgehen möchtest. -
Ich glaube, dass man in dem Job nicht glücklich wird, wenn man sich dem Dogma der "jede Minute ist kostbar" Unterrichtszeit unterwirft. Ich kann das vom Grundsatz her zwar verstehen, aber letztlich bin ich nicht nur Wissens- und Kompetenzvermittler auf der Fachebene. Ich habe auch einen grundsätzlichen Bildungs- und Erziehungsauftrag - dem kann ich nicht nachkommen, wenn ich mir meinen Unterricht immer unter der Maßgabe, keine Minute zu verschwenden betrachte. Und selbst das liegt ja im Auge des Betrachters.
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Meine alte Schulleitung hat allen Versetzungsanträgen stattgegeben, wenn sie im Rahmen einer Familienzusammenführung o.ä. erfolgten, auch wenn sie dies theoretisch hätte ablehnen können. Nichts bieten konnte er auch vielen von uns - und viele sind darauf hereingefallen - so wie ich lange Zeit. Und für mich war es keine Perspektive, die nächsten 20 Jahre ein und dasselbe zu tun und mich dann ein paar Jahre später von der nächsten Schulleitung verar***en zu lassen.
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Das kommt meiner Erfahrung nach immer auf die Lerngruppe an, wie der Draht ist und wie viel man außer der Reihe spricht - zumal sich Gesprächsanlässe ja auch nicht nur im Unterricht ergeben.
Manche Leistungskurse habe ich nach dem Abitur nie wieder gesehen - zu der einen oder anderen Klasse habe ich heute noch Kontakt bzw. mit einzelnen haben sich nach dem Abitur freundschaftliche Verhältnisse ergeben.
Wenn ich Privates erzähle, dann Unverfängliches - wie alt sind meine Kinder, welche Instrumente spiele ich und dergleichen. Ansonsten halte ich es recht ähnlich wie Herr Rau, auch wenn ich mich durchaus um einen direkten Draht - im Rahmen meiner Professionalität - zu den SchülerInnen bemühe. Das ist Teil meines Naturells - ich könnte gar nicht anders. -
Hat irgendjemand etwas schöngeredet? Nein. Es wurden die Mechanismen aufgeführt, die hier greifen.
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Wenn die Kommunikation nicht vollständig zerrüttet und gestört ist, dann wird es wohl im Vorfeld auch entsprechende Gespräche gegeben haben, aus denen sich dann die fehlende Perspektive an der aktuellen Schule ergibt, so dass man dann andere Wege geht. Ich habe meinem Schulleiter beispielsweise im Vorfeld mehrmals mitgeteilt, dass mir eine Perspektive fehlt und die Konsequenz für mich dann früher oder später sein wird, dass ich gehen muss. So kam es dann ja auch.
So etwas passiert nicht vollständig heimlich oder aus heiterem Himmel - das kündigt sich vorher an. -
Ich habe meine Bewerbungen bei der Behörde nicht über den Tisch meines SL laufen lassen - die Bewerbungen sollten sogar direkt an die Behörde gehen mit der Bitte, seine jeweilige SL zu informieren. (Habe ich erst getan, als die Auswahlgespräche anstanden und ich Dienstbefreiung benötigte, die einem in diesem Fall ja auch zusteht.)
Ja, es ist richtig, dass man mittelbar die Botschaft sendet "ich will weg". Jede SL kennt aber das Spiel und weiß, dass es gut sein kann, dass man nicht genommen wird und weiter an der Schule bleibt - wie auch bei jedem Versetzungsantrag. Wenn man als SL dann doch verschnupft ist, dann ist das ein reines Ego-Problem der Schulleitung.
Natürlich ist es für die Schulleitung blöd, wenn sie davon ausgeht, dass der Kollege die Stelle sowieso nicht bekommt und dann am nächsten Tag "Erfolg" vermeldet. Das war bei meinem Schulleiter so - aber das war auch hier sein Problem. -
Ihr wisst schon, zu welchem Kopfkino das gerade führt, oder?
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Das setzt voraus, dass die anderen unverheirateten A12-A14 Kolleginnen ebenso "rangenommen werden".
Oder aber dass die verheirateten A12-A14 Kolleginnen auch nicht "rangenommen" werden.
Und was ist mit den "Rannehmenden"?
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