Wenn die Schule von den SchülerInnen erwartet, in der Mensa zu Essen, Essen mitzubringen und demzufolge nichts extern zu bestellen, dann ist das Pizzabestellen durch die Lehrkraft ein eher ungünstiges Signal.
Wenn wir so argumentieren, dass man den SchülerInnen nicht zumuten kann bzw. sie nicht zwingen kann, in der Mensa zu essen, dann wird die Unwirtschaftlichkeit der Mensa den Betreiber früher oder später zum Aufgeben zwingen. Schulen sind jedoch verpflichtet, eine Mensa zu unterhalten, wenn entsprechend viel Nachmittagsunterricht erteilt wird.
Der Spruch "[d]ie Kantinen an den Schulen sind ja meistens jetzt nicht so der Renner und was bleiben dann noch groß für Alternativen, wenn man sich nicht mit ner Stulle oder kalten Sachen wie Obst, Joghurt, etc. Begnügen möchte?" wirkt ein wenig wie das typisch jugendliche "ich meine die Welt zu kennen, obwohl ich sie eben nicht kenne." Geh in die Schulkantine, iss dort ein paar Mal, bilde Dir ein Urteil. Und gleiche dies mit Deinen Kochkünsten und denen der Gastronomiebetriebe, die mit Lieferando arbeiten, ab. An meiner alten Schule konnte man da bis auf wenige Ausnahmen gut essen. Es war die Wohlstandsverwarlosung vieler SchülerInnen, die dazu geführt hat, dass das Essen oft weitgehend unangetastet zurückging.