Beiträge von Bolzbold

    Wenn die Schule von den SchülerInnen erwartet, in der Mensa zu Essen, Essen mitzubringen und demzufolge nichts extern zu bestellen, dann ist das Pizzabestellen durch die Lehrkraft ein eher ungünstiges Signal.
    Wenn wir so argumentieren, dass man den SchülerInnen nicht zumuten kann bzw. sie nicht zwingen kann, in der Mensa zu essen, dann wird die Unwirtschaftlichkeit der Mensa den Betreiber früher oder später zum Aufgeben zwingen. Schulen sind jedoch verpflichtet, eine Mensa zu unterhalten, wenn entsprechend viel Nachmittagsunterricht erteilt wird.

    Der Spruch "[d]ie Kantinen an den Schulen sind ja meistens jetzt nicht so der Renner und was bleiben dann noch groß für Alternativen, wenn man sich nicht mit ner Stulle oder kalten Sachen wie Obst, Joghurt, etc. Begnügen möchte?" wirkt ein wenig wie das typisch jugendliche "ich meine die Welt zu kennen, obwohl ich sie eben nicht kenne." Geh in die Schulkantine, iss dort ein paar Mal, bilde Dir ein Urteil. Und gleiche dies mit Deinen Kochkünsten und denen der Gastronomiebetriebe, die mit Lieferando arbeiten, ab. An meiner alten Schule konnte man da bis auf wenige Ausnahmen gut essen. Es war die Wohlstandsverwarlosung vieler SchülerInnen, die dazu geführt hat, dass das Essen oft weitgehend unangetastet zurückging.

    Ich bin froh, dass ich in der Behörde ein ordentliches Dienstgerät inklusive Peripherie gestellt bekommen habe und damit meine Aufgaben erledigen kann. Nachdem die private Ersatzschule meines Ältesten nun digitale Endgeräte ohne Systemzwang einführen möchte und dabei Geräte empfohlen hat, die teils gar nicht mehr angeboten werden, schaue ich mir das Ganze nun in Ruhe bis zum Frühsommer an und entscheide dann, was ich ggf. an Endgerät für den Großen anschaffe.

    Vermutlich werden auch an dieser Schule einige Kinder mit High-End-Geräten ausgestattet sein - ich bin schon gespannt, was das für ein Theater geben wird, wenn ein solches Gerät abhanden kommt oder beschädigt wird.

    Anna Lisa

    Letzteres musst Du auch nicht unterschreiben. Es geht ja um eine "all in one" Lösung. Wie Du Deinen Unterricht planst und durchführst und welches Gerät Du verwendest, interessiert diesbezüglich niemanden. Da kannst Du ein privates oder ein dienstliches nehmen.
    Private Geräte zur Verarbeitung personenbezogener Daten darfst Du auch vor der Änderung der DV VO I bereits nur mit Genehmigung verwenden. Mit Änderung der DV darfst Du das private Gerät nicht mehr verwenden, wenn Du ein Dienstgerät zur Verfügung gestellt bekommst - und die ggf. bisherige Genehmigung für die privaten Geräte erlischt. Damit gibt es vorbehaltlich einer praktikablen Software- und Hardware-Ausstattung der Dienstgeräte keine "all in one" Lösung.

    Ob man die Kriegserlebnisse im Nachhinein für sich positiv umdrehen kann, hängt von der eigenen Leidensgeschichte sowie von dem Leben nach dem Krieg ab. Wenn man sich nach dem Krieg etwas aufgebaut hat, seine Liebe nicht verloren oder eine neue gefunden hat, die Kinder hat in Frieden und relativem Wohlstand großgezogen hat, erlebt hat, wie sie sich womöglich nach oben gearbeitet haben, wie man erlebt hat, dass Tod und Krankheit durch Impfungen und Antibiotika nicht mehr so allgegenwärtig waren wie noch in den 30er oder 40er Jahren, dass man relativ gut versorgt den Lebensabend mit den (Ur)Enkeln erleben kann, dann können all diese Erlebnisse durchaus die Leiden kompensiert haben und die Kriegsgeneration zu glücklichen Menschen gemacht haben. Ich hätte mich gefreut, wenn meine Großmutter ihr Schicksal nicht primär als Leid erachtet hätte und sich an dem Erfolg ihrer Kinder und ihrer sieben Enkel nachhaltiger erfreut hätte. Ich habe Bilder von ihr, wo sie meinen Ältesten und meinen Mittleren auf dem Schoß hat. Auf diesen Bildern sieht man ein sonst selten erlebtes Strahlen.

    Bei Millionen gefallener Soldaten war aber auch klar, dass viele Kinder ihre Väter nie kennenlernen durften, viele Mütter ihre Söhne und viele Ehefrauen ihre Männer nie wiedersahen. Kamen dann noch Hunger, Seuchen, Gewalterfahrung dazu, muss man schon analog zur Großmutter von gingergirl sehr "tough" gewesen sein, um durch die ganzen Erfahrungen nicht als psychisches, gebrochenes Wrack zu enden.

    Was ich abseits der traumatischen Gewalt- und Kriegserfahrung besonders tragisch finde, ist, dass drei ganze Generationen (Eltern der Kriegsgeneration, die Kriegsgeneration, deren Kinder) mitunter um ihr Lebensglück betrogen wurden - ungeachtet dessen, ob sie im Krieg umkamen oder nicht.

    Meine Großmutter hatte ihren ersten Mann und ihren Bruder im Krieg verloren - ihr erster Mann war und blieb ihre einzige Liebe. Ihren zweiten Mann, meinen Großvater, hatte sie nach eigenem Bekunden nur geheiratet, weil sie noch Kinder wollte. Nach seinem Tod Mitte der 70er war sie alleine geblieben und teils unfähig oder unwillig, sich noch einmal zu binden. Die emotionalen Päckchen, die sie mit sich herumtrug, wirken bis heute fort, auch in der Familie meiner Frau gab es ein zentrales Trauma, das bis heute nachwirkt. Wir sind uns beide dessen bewusst und arbeiten tagtäglich daran, diese Traumata und Päckchen nicht an unsere drei Kinder weiterzugeben. Ich glaube, wir sind damit ganz erfolgreich, aber es erfordert eine Menge Kraft und eine ständige Auseinandersetzung mit sich und der eigenen Familienbiographie.

    Natürlich beeinflusst das auch meine Arbeit als Geschichtslehrer. Ich lasse viele Aspekte meiner Familiengeschichte in den Unterricht einfließen - ich schreibe den Stammbaum meiner Großmutter auf (sie war Vierteljüdin), um an einem konkreten Beispiel zu zeigen, wie die Nazis vorgegangen sind. Ich weiß, dass Verfehlungen womöglich erst eine oder zwei Generationen später "geheilt" oder "vergeben" werden. Ich weiß, dass politische Bildung heute ungeheuer wichtig ist und vermittele das entsprechend in meinem Unterricht.

    Und ich verachte Menschen, die eine Legitimation dafür finden, darüber nachzudenken oder aktiv daran zu arbeiten, anderen Menschen noch einmal so etwas anzutun.

    Gruselig.

    Pädagisch betrachtet: Im Erziehungsprozess kann es keine Machtgleichheit geben, da sich sonst der Zögling jeglichem erzieherischen Einwirken entziehen könnte.
    Juristisch betrachtet: Das Schulgesetzt sieht in der Regel vor, dass SchülerInnen den Anweisungen der Lehrkräfte Folge zu leisten haben.

    Die Machtungleichheit ist Teil des Schulsystems - sie tritt aber dann kaum zutage bzw. wird nicht als solches wahrgenommen, wenn die Lehrkraft eine "wertschätzende Dialoghaltung" einnimmt.

    Ansonsten kann man natürlich alle möglichen Phrasen und Thesen aufstellen, die man nicht weiter meint belegen zu müssen...

    Wieso wird dieser Thread nicht als WERBUNG gekennzeichnet - nichts anderes ist das.

    Also wenn du nicht nachschreiben möchtest:

    Ich weiß ja nicht ob es ein Jahrgang mit 2 oder 3 Arbeiten ist, aber was soll den passieren?

    Wenn ich es richtig verstanden habe, dann steht sonst immer 5. Also wohl mindestens 1 (oder 2) andere Arbeit(en) 5. Die mündlichen Noten alle 5. Was soll die eine gute Arbeit da "schlimmes/gutes" machen. Dann bekommt sie im 1. Halbjahr evtl. eine 4 auf dem Zeugnis. Ja und? Das Zeugnis guck sich doch wahrscheinlich nie mehr einer an. Jeder will mindestens noch das Zeugnis vom 2. Halbjahr sehen. Und das im Corona-Jahr so maches anders gelaufen ist, ist jedem der Zeugnisse liest klar.

    Bei allen anderen kommenden Arbeiten also immer schön Handy einsammeln und die verdächtigen Schüler sitzen ab jetzt bei Klassenarbeiten in der ersten Reihe und du schreibst nie mehr Klassenarbeiten in 2 Räumen gleichzeitig.

    Das wäre die "Lehrgeld"-Variante, die kurzfristig einen "Triumph" für die Schülerinnen bedeutet, langfristig aber souveräner und entspannter macht.

    Ich würde den Leistungsnachweis wiederholen lassen und die beiden Damen dabei penibel beaufsichtigen. Wenn sich die Nachhilfe so ausgezahlt hat, müsste es ja auch beim zweiten Versuch klappen.

    Auch bei Eigentum, wenn man nicht selbst baut, muss man wahlweise das nehmen, was an Bad drin ist, oder eben das Geld in die Hand nehmen, um sich das Bad passend zu machen,.

    Unsere Bäder bräuchten auch eine Renovierung, obwohl das Haus erst 15 Jahre alt ist. Die Duschkabine haben wir schon ausgetauscht (ca. 2.000 Euro). Wenn jetzt noch ordentliche WC-Keramik eingebaut würde, sind wir nochmal bei 1.300 Euro inkl. Einbau für zwei "Schüsseln". Würde man jetzt hochwertige Badmöbel, eine freistehende Badewanne, einen opulenten Spiegel etc. nehmen, wären wir auch schnell bei 10.000 Tacken. Das sehe ich dann aber wiederum nicht ein. Schlicht, funktional, aber dennoch anschaubar. Ein neues Waschbecken wäre in der Tat mal notwendig - und eine neue Armatur - also sicherlich nochmal 500-1.000 Euro. Neben der Küche kann man für ein Bad locker mittlere fünfstellige Beträge ausgeben, wenn man denn kann und/oder will. Muss aber nicht sein.

    Sissymaus

    Das Verarbeiten personenbezogener Daten ist aber doch der springende Punkt. Mein privates Gerät kann ich zu Unterrichtszwecken so oder so einsetzen - das stand ja auch nie zur Debatte. Aber es kann nicht Sinn der Sache sein, das Kinderspielzeug zur Datenverarbeitung und das private Gerät für den Rest zu verwenden. Und so ganz ohne Datenverarbeitung geht es ja dann doch nicht.

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