Womit wir wieder beim Anfang wären.
Der Hauptgrund für den Umstand, dass Deutschland die Digitalisierung verschlafen hat, ist tatsächlich das föderale Prinzip mit den Kommunen als Schulträger. Da sind so viele Köche involviert, dass der Brei nur verdorben werden kann.
Beiträge von Bolzbold
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Ich tippe auf "bitte nicht die Trolle füttern"...
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Es gibt Städte, die haben nicht genug Personal, um das Ganze zu organisieren und anschließend zu betreuen.
Mitunter kommen die Hersteller von Tablets gar nicht hinterher. Wer hält denn bitte mal mehrere Zehntausend Geräte vor?
Wenn man das Ganze auch nur ansatzweise systematisch angehen würde, müsste im Vorfeld der Anschaffung eine Bedarfsabfrage bei den Schulen erfolgen. Das würde ggf. zu unterschiedlichen Geräten je nach Schule führen. Für Kommunen ist es einfacher und billiger, einen Hersteller und ein bestimmtes Gerät auszuwählen.
Das Ganze ist ein aktionistischer Blindflug. Schnell ist eben selten gut oder durchdacht. -
Der Fragebogen ist für alle KollegInnen, an deren Schulen keine Tablets eingesetzt werden, eigentlich nicht ausfüllbar. Es ergibt überhaupt keinen Sinn und noch weniger Erkenntnisgewinn, die spekulativen Vor- und Nachteile im Falle, dass man Tablets hätte, auszuwerten. Daneben sind einfach so viele Kontrollfragen mit drin und das Ganze wird - gerade, wenn man Musik als Fach hat - unglaublich redundant.
Die einseitige Fokussierung auf Tablets ist auch so eine Sache. Sie sind kein Allheilmittel - das steht ja jetzt schon fest. Und es steht und fällt mit der Lehrkraft, die die Tablets einsetzt (oder eben nicht einsetzt) sowie mit dem zur Verfügung stehenden Unterrichtsmaterial inklusive der Apps.
Bei der Verwendung der Raabits Musik könnte ich mir beispielsweise den Einsatz von Tablets vorstellen, allerdings sind die Materialien für den Kopierer optimiert. Und ob es wirklich einen Markt gibt, dass da mal Material konsequent für digitalen Unterricht entwickelt wird, ist fraglich. -
Enora
Brauchen wir den letzten Absatz Deines Postings hier? -
Nein, der Satz war von Anfang an da.
Was die ältere Generation angeht, so stimmt das leider - und daraus resultiert dann das fehlende Verständnis für die psychologische Behandlung von Geflüchteten. Meine Großmutter, die immerhin 96 geworden ist, war leider auch so ein Beispiel. -
Ich habe mehrere Bücher von Frau Bode gelesen. Ja, sie erklärt den einen oder anderen Mechanismus - allerdings erscheinen mir manche Verhaltensmuster zu monokausal erklärt. Der Krieg hatte zweifellos eine nachhaltige Wirkung auf die Überlebenden, aber auch diese sind ja Kinder ihrer (Vorkriegs)Zeit. Ich glaube, dass in meiner Familie bestimmte Verhaltensmuster auch ohne den Krieg nachhaltig gewirkt hätten. Der Krieg hat sie nur noch zusätzlich verstärkt.
Nebenbei: Das Aufarbeiten beginnt weniger bei den Kindern als eher bei den Enkeln und Urenkeln. Ich behaupte, dass meine Generation (Baujahr in den 70ern) die erste ist, die überhaupt Gefühle reflektieren kann, bewusst darüber sprechen kann und sich der eigenen Fehler in der Erziehung bewusst ist, um es besser zu machen.
In der Konsequenz heißt das natürlich, dass wir anderen Menschen - hier Kindern und Jugendlichen - vermutlich stärker sensibilisiert und somit sensibler entgegentreten können als des die Generation über uns konnte. -
Letzteres kann ich nur unterstreichen. Lass Dich als Lehrkraft niemals auf ein Duell vor Publikum ein. Das kannst Du nur verlieren.
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Ich weiß nicht, ob man das wirklich vergleichen kann / sollte.
Bestenfalls werden Mechanismen deutlich, die zeigen, dass bei Neuankömmlingen sich die Alteingesessenen zunächst auf die Gemeinsamkeiten untereinander berufen, um sich abzugrenzen.
Das kann der Berliner gegenüber dem Königsberger sein, aber eben auch der Marzahner gegenüber dem Spandauer.
Letztlich ist die Integration der Heimatvertriebenen aber geglückt, weil sie eben auch Deutsche waren und - seien wir ehrlich - weil sie optisch nicht aus dem Raster gefallen sind. Und es geht immer um den Kuchen, der droht, noch weiter geteilt werden zu müssen. Die damalige "Fremdenfeindlichkeit" gegenüber den Heimatvertriebenen dürfte nichts anderes gewesen sein. -
Man sollte auch an die weiterführende Schule denken. Da setzt sich das Problem ja fort.
Andererseits: Mein Muttersprachler hat damals schrecklich viele Grammatikfehler gemacht, weil er eben nur Sprechen und Hören durch seine Eltern gelernt hat, aber eben weder Schreiben noch Grammatik. (OK, er wuchs trilingual auf, was das Ganze noch verkompliziert hat...)
Ich könnte mir also vorstellen, dass dieses Kind durchaus auch noch etwas dazulernen kann - nur eben in anderen Bereichen. -
Der TE ist nicht mehr da.
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https://epson.com/faq/SPT_C11CG2…q-8796127504460
Sieht in der Tat so aus, als würde das nicht funktionieren. Bei einem 300-Euro-Drucker (ungefährer aktueller Preis) tut das natürlich weh. -
Folien für Kopierer und solche für Tintenstrahldrucker sind zwei Paar Schuhe. Das kann man auch in zwei Minuten googeln.
Mit den entsprechenden Folien - in der Regel auf einer Seite fühlbar "angeraut" - kann man super Ergebnisse am Tintenstrahldrucker erzeugen. -
Ich möchte mich dafür entschuldigen, dass ich es nicht geschafft habe, früher zu antworten.
Vielen Dank dafür, dass Du Deine Erfahrungen und Deinen Weg so offen mit mir geteilt hast. Es stimmt schon, dass das Leben kein Wettrennen ist. Ich werde mir das alles zu Herzen nehmen!
Nur diesen Teil habe ich nicht ganz verstanden:
Dadurch, dass ich mich nicht exklusiv ohne Rücksicht auf meine Familie oder mich selbst der Schule zur Verfügung gestellt habe, hat meine Schulleitung entschieden, dass ich mich nicht mehr weiterentwickeln kann. Die nachfolgenden Beförderungsstellen nach A15 wurden daher an solche Kollegen vergeben, die mehr familiäres Backing hatten - und obendrein kein Korrekturfach besaßen.
Im Nachhinein bin ich froh, dass es so gekommen ist - sonst wäre ich an meiner alten Schule womöglich jetzt kommissarischer Schulleiter und das in Corona-Zeiten. -
Hallo zusammen,
vorweg ist anzumerken, dass meine Umstände sehr kompliziert sind und mich mittlerweile psychisch belasten. Ich brach im Herbst letzten Jahres meine Ausbildung ab, da ich sehr unglücklich mit meiner Entscheidung war. Ich wollte seit meinem Abschluss eigentlich immer etwas im künstlerischen Genre studieren, konnte meine Eltern aber nicht davon überzeugen mich freie Kunst studieren zu lassen. Mein Arbeitsalltag hat mich ausgelaugt und ich fand keine Zeit mehr für mein Hobby. Das hat mich unglaublich unglücklich gemacht. So sehr, dass ich offen gesagt in ein tiefes, depressives, schwarzes Loch fiel. Ich wusste jedoch was mir helfen würde. Ganz einfach: ich brauche Kunst in meinem Leben und einen Job der mich erfüllt. Schnell fiel mir ein, wie sehr ich es liebte Menschen in meinem Umfeld oder auch ,"Fremden" etwas beizubringen und meinen Standpunkt zu vertreten.
Ich würde gerne hier ansetzen:
Wieso brauchst Du die Erlaubnis Deiner Eltern, Dich freie Kunst studieren zu lassen? Wenn es ums Geld geht, sind Deine Eltern ggf. unterhaltspflichtig, ggf. gibt es Bafög. Und Jobben wäre ja auch noch eine Möglichkeit. Wenn Du so unbedingt Kunst studieren willst, dann mach es.
Ich habe seinerzeit auch nicht sofort Musik studiert - wenngleich aus in meiner Person bedingten anderen Gründen. Das bereue ich ein Stück weit heute noch.
Was die Entscheidung für den Lehrerberuf angeht, so würde ich an einer Schule (nicht die eigene alte!) hospitieren und Eindrücke sammeln, ob das wirklich etwas für Dich ist.
Deutsch/Kunst ist aufgrund des Kernfachs deutlich mehr Aufwand als beispielsweise Bio/Kunst. Neben den Korrekturen bist Du faktisch immer Klassenlehrer oder Tutor, hast immer Oberstufenkurse mit vielen Abiturienten. Abhängig davon, wie zügig und effizient Du arbeitest, wie gut Du Freizeit und Beruf trennen kannst und ob Du auch konsequent "nein" bzw. "jetzt nicht" sagen kannst, wirst Du in diesem Beruf Erfüllung und Zufriedenheit finden können - oder eben auch nicht. Aber selbst dann gibt es Alternativen. -
Die jetzigen 7er sind der erste G9 Jahrgang. Der kommt im Schuljahr 2024/25 in die Einführungsphase.
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An den letzten beiden Postings sieht man übrigens noch einmal, wie unterschiedlich Lebensentwürfe und Ziele sein können. In beiden Fällen hat man das getan, was einem wichtig war. Letztlich muss man ja selbst damit glücklich sein.
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Das Leben ist kein Wettrennen darum, wie schnell man im Beruf ist, eine Familie gründet oder was auch immer.
Letztlich musst Du auf der Basis dessen, was Dir wichtig ist, diese Entscheidung treffen. Manches lässt sich auch schlichtweg nicht planen - das kommt so auf einen zu. Natürlich sollte man auch an morgen denken, aber eben nicht nur. Wenn bestimmte Dinge jetzt möglich sind und nicht per se andere Dinge endgültig ausschließen (sondern ggf. nur verschieben), dann sollte man sie machen. Auf dem Weg ins Morgen gibt es noch so viele Abzweigungen.
Den geraden Weg bin ich nie gegangen - ich habe andere manchmal darum beneidet. Aber heute bin ich glücklich und ich weiß, warum ich diese Wege nie so gegangen bin. Ich komme aus einer Großstadt am Rhein und hätte nie gedacht, dass es ich einmal an die niederländische Grenze verschlägt. Ich bin mit 29 ins Ref (habe nach dem Erststudium noch ein Zweitstudium (Drittfach) draufgesetzt) und habe mit 31 dann meine volle Stelle angetreten. Mit 34 bin ich Vater geworden, das Eigenheim gab es dann mit 36. Vieles davon konnte ich zeitlich gar nicht so planen wie ich wollte - es kam eben so. Und es war bzw. ist gut so. Heute habe ich drei Kinder, an meiner alten Schule war irgendwann aufgrund des Umstands, dass ich mir Familie eben auch wichtig war, EDEKA. Also habe ich mich neu orientiert und bin andere Wege gegangen. Ob ich wieder in den aktiven Schuldienst an der Front zurückgehe, weiß ich noch nicht. Diese Flexibilität möchte ich mir aber bewahren.
Am Ende wird es wieder so, dass es gut ist. -
Seph
Wie viel die Referenten tatsächlich dürfen oder nicht, ist eine Frage des Geschäftsverteilungsplans. Das ist aber natürlich an Schulen nicht viel anders.
Schaut man sich die Struktur der Bezirksregierungen an und des MSB dann hätten die Referenten in der Regel maximal drei bis vier Leute, denen sie gegenüber weisungsbefugt wären. Das ist doch eher überschaubar. Als stellvertretender Schulleiter oder Koordinator hast Du in Deinem Bereich dann doch mehr Leuten etwas zu sagen. -
Es gibt Schulbehörden wie z.B. das MSB, die sind so organisiert, dass die Referatsleitung A16 bzw. B2 erhält. Darunter ist in der Regel die Position des Referenten, die bis A15 geht. Es gibt somit Posten ohne direkte Führungsverantwortung, die mit A15 dotiert sind.
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