Ja, wenn die Arbeitszeit elektronisch erfasst wird und man auch noch angeben muss, welche Art Arbeit gerade gemacht wird, kann da natürlich niemand lügen.
Wieso muss denn die Lehrereigenschaft hinterfragt werden, weil jemand 3500 Stunden Jahresarbeitszeit für ein Gerücht hält?
Interessant wäre hier die Definition von Arbeitszeit. Wenn ich außerhalb des Unterrichts oder des heimischen Schreibtischs auf einem privaten Familienspaziergang aus unerfindlichen Gründen Gedanken über meine nächste Unterrichtsreihe, eine pädagogische Entscheidung, das Chorkonzert am kommenden Wochenende oder was auch immer mache, ist das dann nicht auch Arbeitszeit? Ich glaube, der fließende Übergang zwischen Freizeit und Arbeitszeit ist das, was vielen Lehrkräften sehr zu schaffen macht. Ich merke ja den direkten Unterschied, seitdem ich in der Behörde arbeite. Laptop aus, ausgestempelt, Feierabend. Bis zum nächsten Dienstbeginn. Klar, ab und an denke ich auch mal über einen Vorgang noch ein paar Minuten nach - das ist aber mittlerweile eher die Ausnahme - selbst im Homeoffice.