Beiträge von Bolzbold

    Liebe(r) Cohen,

    ich finde Deinen Umgangston gerade für einen Neuling extrem respektlos und unangemessen. So geht man weder im realen Leben noch in einem Forum miteinander um. (Und ja, ich hätte Dich als Kollegen in der Schule ebenso beiseite genommen und Dir gesagt, dass das völlig daneben ist.)

    Ferner würde ich Dich bitten, Dich mit Küchenpsychologie zurückzuhalten - gerade wenn sie nur dazu dient, andere User zu bleidigen.

    Solltest Du weiterhin primär als Störenfried auffallen, behalten wir uns vor, Dich temporär oder wahlweise im Extremfall permanent zu sperren.


    Schlimm genug, dass ein Arzt überhaupt ein Beschäftigungsverbot aussprechen darf. Es sollte immer noch jeder Schwangeren selbst überlassen sein, welchen potentiellen Risiken sie sich aussetzen will.


    Manche Risiken kann man nicht abschätzen und es gehört zur Fürsorgepflicht gegenüber Schwangeren, sie keinen unnötigen Risiken auszusetzen. Ob eine Schwangere immer abschätzen kann, was ihrem Ungeborenen zuträglich ist oder nicht, wage ich zu bezweifeln.

    Lieber Nele,

    für Kinder bin ich immer noch stärker Vorbild und Identifikationsfigur. Das lässt sich mit einem zu nüchtern distanziertem Verhältnis zu den Kindern und Jugendlichen meiner Erfahrung nach nur schwer vereinbaren. Ich habe es in der Regel so erlebt, dass die Beziehungsebene - und hier meine ich nicht kumpelhaft oder anbiedernd - eine nicht unerhebliche Rolle spielt. Darüber habe ich so manches Problem in den Griff bekommen.

    Mein Oberstufenleiter sagt immer, ein n.b. sei eine 6. Aber ich hatte bisher nicht die Muße, die APoGOst zu lesen ... :rotwerd:

    Das ist sachlich nicht ganz korrekt, wenngleich die Auswirkungen zum Teil dieselben sind.
    N.b. bedeutet, dass es keine hinreichende Bewertungsgrundlage gibt. Die müsste ggf. durch eine Leistungsfeststellungsprüfung hergestellt werden bzw. hätte hergestellt werden müssen.
    Ein ungenügend bedeutet, dass der Kurs nicht angerechnet wird, was bei Kursen in der Pflichtbelegung automatisch zur Wiederholung oder zum Rausschmiss, falls bereits wiederholt wurde, führt.

    Natürlich wirkt sich unentschuldigtes Fehlen auf die SoMi-Note aus. Du kannst jede Stunde mit ungenügend bewerten - anders kommst Du in der Regel ja auch gar nicht auf ein ungenügend in der SoMi-Note.
    Das Problem ist nur, dass das oft nicht alle KollegInnen so konsequent durchziehen, so dass die SchülerInnen das nicht ernst nehmen.

    Die Schulbegleiterin für eine Oberstufenschülerin, die ich seinerzeit erleben durfte, war bestenfalls zwei Jahre älter als sie und schaffte es selten, mal ihr Handy aus der Hand zu legen. Als ich sie darauf hinwies, dass dies in unserer Schule während der Schulzeit nicht erlaubt sei, informierte sie mich, dass sie eine Schulbegleiterin sei. Optisch und vom Verhalten her wäre sie in der Schule nicht von einer Abiturientin zu unterscheiden gewesen. Das war dann eher kein Jackpot.

    Es wäre hier vielleicht hilfreich, einmal in die für Sachsen gültige Dienstordnung oder ein entsprechendes Pendant zu schauen. Möglicherweise steht da etwas zu diesem Thema.

    Ich würde es andersherum drehen. Wenn die Schulen sich daran nicht gebunden fühlen, würden betroffene Eltern und Schüler eben sich bei der BR erkundigen oder sich ggf. direkt ans MSB wenden. Spätestens dann käme eine Weisung, die dann auch bindend ist. Ich bin mir sicher, dass die Schulleitungen eigentlich auch wissen, dass das so nicht geht und einfach darauf setzen, dass es niemand merkt.

    Die BR schreibt von einer formal anzukündigen Attestpflicht. Das MSB von einer Entscheidung im Einzelfall.

    Das ist ein signifikanter Unterschied, der auch durch die vermeintlich höhere Aktualität der Rundverfügung der BR Münster nicht zugunsten Letzterer entschieden wird.

    Eine generelle Attestpflicht für die Dauer eines Halbjahres, die von der Lehrerkonferenz beschlossen wird, ist rechtswidrig. Daher hat das MSB ja auch bereits 2016 klargestellt, dass ein Einfordern eines Attests nur im Einzelfall und auf die in diesem Moment vorgebrachte Erkrankung eingefordert werden kann. Nicht aber bei generell hoher Fehlstundenzahl oder vielen untentschuldigten Fehlstunden.


    Völlig richtig. Wenn ich sehe, wer von den letzten Abiturienten-Jahrgängen bei uns Lehrer werden will.. die hellsten Kerzen am Weihnachtsbaum sind das nicht.
    Gruß !


    Das kann man natürlich so sehen. Ich würde es andersherum drehen. Die schwächeren Abiturienten haben im Lehramtsstudium und später auf dem Lehrerarbeitsmarkt nur deswegen eine Chance, weil die Konkurrenz aus dem oberen Notenspektrum zunehmend fehlt.
    Die zentrale Frage ist also: Wieso ist der Lehrerberuf für Einser-Abiturienten offenbar nicht attraktiv genug, um ihn zu ergreifen? Den "Schwächeren" kann man daraus ja keinen Strick drehen.

    Ich glaube nicht, dass das primär am Einkommen liegt. Aus Gesprächen mit meinen Abiturienten über ihre Studien- und Berufswahl hatte ich nicht den Eindruck, dass die Besoldung hier die Entscheidung gegen das Lehramt maßgeblich beeinflusst hätte. Die Abiturienten hatten bereits sehr wohl den Eindruck, dass der Beruf trotz der "12 Wochen bezahltem Urlaub" anstrengend ist und sie sagten, dass sie mit den Kindern von heute nicht arbeiten wollten, weil diese deutlich frecher seien als sie selbst in dem Alter.

    Der Beruf ist systematisch kaputtgeschrieben, -geredet und zum Teil auch -gespart worden. Eine Einstellung wie Nele sie hinsichtlich unseres Berufs hat, kann man im Umgang mit Kindern und Jugendlichen meines Erachtens nicht an den Tag legen - so gut man damit an seiner Schulform auch fahren mag. Es braucht ein gewisses Maß an Idealismus und Freude an "strahlenden Kinderaugen", um diesen Beruf trotz Verbeamtung und trotz der Widrigkeiten auszuüben und vor allem zu überleben. Wie so oft macht es hier die gesunde Mischung aus Distanz und Selbstschutz auf der einen Seite und Zugewandtheit und Engagement auf der anderen Seite.

    Mag sein, es sind aber keine Beamten, darum geht's mir. Man könnte angestellte Lehrer auch besser bezahlen und allerlei Gleichstellungen vornehmen, es gibt aber eben einen grundlegenden Unterschied.
    Also: ist das Beamtentum überhaupt sinnvoll und warum bei Lehrer*innen?

    @Krabappel

    Ich finde diese Diskussion über diese Frage redundant und ermüdend. Das kann man alles im Netz recherchieren - inklusive der passenden Argumentation. Was brauchst Du dazu unsere letztlich irrelevanten Meinungen? Entscheiden tun darüber andere.

    Die Pensionen sind ein immer größer werdender Haushaltsposten in allen Bundesländern, vor allem angesichts der im Vergleich zur Lebensarbeitszeit deutlich gestiegenen Lebenserwartung.
    Ich habe die Rechnung ja an anderer Stelle schon einmal aufgemacht: 30 Jahre bis zum Ende der Ausbildung, 30 Jahre im Dienst, 30 Jahre Pension. Das ist bewusst so pauschal zugespitzt, soll aber genau die Problematik aufzeigen, vor der wir stehen. Der Lebensarbeitszeit von im besten Fall 40 Jahren stehen mindestens 50% an unproduktivem Leistungsbezug entgegen. Das gilt für die Angestellten wie für die Beamten - das kann keine Gesellschaft auf Dauer leisten.

    Die eigentliche Sauerei daran sind nicht die Höhen der Pensionen der Abgeordneten oder der anderen Politker oder gar des Fußvolks sondern der Umstand, dass kaum ein Bundesland für entsprechende Rücklagen gesorgt hat. Das Geld ist an anderer Stelle ausgegeben worden, da steigenden Pensionslasten aus Sicht der Entscheidungsträger von damals noch mehrere Legislaturperioden entfernt waren.
    Die Sünden von damals werden wir im wahrsten Sinn des Wortes bezahlen dürfen. Ich rechne noch in meiner Dienstzeit, die aktuell noch 22 Jahre beträhgt, mit einer Erhöhung des Pensionierungsalters auf 70 Jahre sowie mit einer Absenkung des Pensionslevels von aktuell knapp über 70% auf maximal 60% sowie zusätzlicher Abzüge für alle, die früher gehen wollen oder müssen, so dass die effektive Pension dann annähernd dem gegenwärtigen Rentenniveau gleichen wird. Alles andere wird sich kaum ein Bundesland leisten können - und die Medien, allen voran die Boulevardpresse - sorgt in mehrwöchigen Abständen für ein regelmäßiges Aufflammen der Neiddebatte, so dass man uns das mehrheitlich wünschen wird, dass es uns endlich auch so "schlecht" geht wie den Rentnern.

    Wer hier nicht hinreichend vorsorft, wird das Nachsehen haben.

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