Die Pensionen sind ein immer größer werdender Haushaltsposten in allen Bundesländern, vor allem angesichts der im Vergleich zur Lebensarbeitszeit deutlich gestiegenen Lebenserwartung.
Ich habe die Rechnung ja an anderer Stelle schon einmal aufgemacht: 30 Jahre bis zum Ende der Ausbildung, 30 Jahre im Dienst, 30 Jahre Pension. Das ist bewusst so pauschal zugespitzt, soll aber genau die Problematik aufzeigen, vor der wir stehen. Der Lebensarbeitszeit von im besten Fall 40 Jahren stehen mindestens 50% an unproduktivem Leistungsbezug entgegen. Das gilt für die Angestellten wie für die Beamten - das kann keine Gesellschaft auf Dauer leisten.
Die eigentliche Sauerei daran sind nicht die Höhen der Pensionen der Abgeordneten oder der anderen Politker oder gar des Fußvolks sondern der Umstand, dass kaum ein Bundesland für entsprechende Rücklagen gesorgt hat. Das Geld ist an anderer Stelle ausgegeben worden, da steigenden Pensionslasten aus Sicht der Entscheidungsträger von damals noch mehrere Legislaturperioden entfernt waren.
Die Sünden von damals werden wir im wahrsten Sinn des Wortes bezahlen dürfen. Ich rechne noch in meiner Dienstzeit, die aktuell noch 22 Jahre beträhgt, mit einer Erhöhung des Pensionierungsalters auf 70 Jahre sowie mit einer Absenkung des Pensionslevels von aktuell knapp über 70% auf maximal 60% sowie zusätzlicher Abzüge für alle, die früher gehen wollen oder müssen, so dass die effektive Pension dann annähernd dem gegenwärtigen Rentenniveau gleichen wird. Alles andere wird sich kaum ein Bundesland leisten können - und die Medien, allen voran die Boulevardpresse - sorgt in mehrwöchigen Abständen für ein regelmäßiges Aufflammen der Neiddebatte, so dass man uns das mehrheitlich wünschen wird, dass es uns endlich auch so "schlecht" geht wie den Rentnern.
Wer hier nicht hinreichend vorsorft, wird das Nachsehen haben.