Beiträge von Bolzbold

    Wir müssen uns überlegen, was langfristig unsere Gesellschaft von innen heraus gefährdet.

    Schaut man sich den Wahlkampf bzw. die Wahlkampfplakate der AfD einmal an, so sind sie im Wesentlichen von Angstmache und "Geht's noch Brüssel" geprägt.
    Die komplette Ignoranz gegenüber stabilem Frieden, einer relativ stabilen Wirtschaft, freiem Reiseverkehr etc. empfinde ich ekelerregend. Da wird bewusst Angst vor dem übermächtigen Brüssel geschürt. Mit Angst, Hass und Panikmache mag man kurzfristig Wählerstimmen gewinnen, aber sie eignen sich nicht für eine konstruktive Politik.

    Die Grünen mögen mitunter auch ideologisch verblendet sein und im Rahmen des Umweltschutzes oder ihrer sozialistischen Grundzüge überregulierend wirken. Als echte Gefahr empfinde ich das aber nicht, weil ihre Kernpolitik konstruktiv und ökologisch durchaus sinnvoll angelegt ist.

    Wie hat die Schulleitung das denn begründet? Das mutet zunächst völlig unverhältnismäßig an.

    Andererseits habe ich selten ein Posting gelesen, mit dem ein Neuling SO mit der Tür ins Haus fällt.

    Lies Dich doch erst einmal in die Thematik ein.
    https://www.gew-nrw.de/meldungen/deta…eurteilung.html
    https://www.phv-nw.de/system/files/p…bass_format.pdf
    https://www.lehrernrw.de/presse/publika…lehrer-nrw.html

    Das sollte die eine oder andere Frage beantworten.

    Wenn man sich in den Paragraphen selbst ein wenig auskennt und weiß, wen man bei der Bezirksregierung oder im Schulamt ansprechen muss, kann man durchaus etwas erreichen. Nicht immer alles, aber schon das eine oder andere. Habe ich selbst in den letzten Jahren immer wieder erlebt.

    Wer die Zeugnisse schreibt, interessiert denjenigen, der zum 31.05. gekündigt wird nicht. Dass da ein systemischer Fehler vorliegt, ist ja unstrittig. Aber der wird nur dann sichtbar, wenn man ihn nicht über wahlweise eine rechtswidrige Anweisung eines Schulleiters oder über das Überengagement des Gekündigten verdeckt und zeigt, dass es trotzdem geht.
    Das Extrembeispiel hat Nele ja schon genannt. Tote schreiben keine Zeugnisse. Kranke auch nicht. Punkt.

    Bei den Beamten und den Angestellten der Behörden in NRW gibt es das ja eigentlich schon längst.
    Seitdem ich in der Behörde arbeite, stemple ich digital mein Kommen und Gehen. Und jede Minute, die über die 41 Stunden hinaus geht, wird mir auf meinem Gleitzeitkonto gutgeschrieben.

    Das Prinzip kann nur nicht bei den Lehrern angewendet werden, weil wir dann erhebliche Verwerfungen erleben dürften. Es gab ja einen handfesten Grund, warum die Mummert und Partner Studie, die die Behörde ursprünglich vor Ewigkeiten in Auftrag gegeben hatte, zu unerwünschten Ergebnissen kam, so dass die Studie schnell in der Schublade verschwand und viele Tätigkeiten des Lehrers zu "Normaufwand" deklariert wurden, so dass die Arbeitszeiten dann wieder ähnlich hoch waren wie bei den anderen Beamten und Angestellten...
    ... es ist politisch nicht gewollt. Und jede Landesregierung und jeder Innen- bzw. Finanzminister werden sich mit Zähnen und Klauen dagegen wehren.

    Es wird für die Lehrer mit Sicherheit irgendeine Ausnahmekonstruktion kommen.
    Alle Bundesländer wissen, dass in den Hauptfächern von jetzt auf gleich mit Sicherheit >25% Mehrbedarf an Lehrkräften entstehen würde, wenn man ein konsequentes Arbeitszeiterfassungskonzept einführen würde. Abgesehen davon wachsen Lehrer nicht auf Bäumen - dann würde das Ganze über regelmäßige angeordnete Mehrarbeit laufen. Gibt mehr Geld - laugt aber auf Dauer gefährlich aus.

    Das kann sehr gut hinkommen - wie bereits geschrieben, war ich schon immer etwas unsicher und hatte Selbstzweifel. Und genau diese Selbstzweifel verursachen noch mehr Zweifel, sowas wie z.B.:
    Bin ich mit dieser Disposition überhaupt fürs Lehramt geeignet? Da geht man doch unter, wenn man nur an sich selbst zweifelt und unsicher ist...

    Ich habe mein Referendariat zeitgleich mit meiner größten Lebenskrise, die aber nichts mit dem Ref. zu tun hatte, durchgestanden. Danach hat mich so schnell erst einmal nichts mehr aus der Bahn geworfen.
    Als ich nach 13 Jahren als Lehrer gemerkt habe, dass ich mal etwas anderes machen muss, habe ich auch das getan bzw. tue es gerade.

    Und es war ein geiles Gefühl, damals sowohl das Ref, parallel dazu noch die Prüfungsphase des Drittfachstudiums, als auch die Lebenskrise "gemeistert" zu haben.

    Nein, Du hast keine besseren Chancen auf die Verbeamtung, wenn Du Dich zuvor ehrenamtlich engagiert hast.
    Bei der Verbeamtung geht es neben der charakterlichen Eignung (= leeres Strafregister) vor allem um die gesundheitliche Eignung. Nicht mehr, nicht weniger.


    Und zusätzliche Frage
    Wenn man jahrelang ehrenamtlich tätig ist kann das auch für die Verbeamtung nützlich sein oder spielt das keine Rolle

    Vielen Dank im Voraus

    Was hat das mit Deiner physischen und psychischen Kondition bezüglich der Verbeamtung zu tun?


    Angenommen ich würde nach 5-10 Jahren entscheiden, die Stundenzahl auf 50%-70% zu reduzieren(selbst 50% würden mir vom Einkommen noch locker reichen), um verschiedenen persönlichen Interessen intensiver verfolgen zu können. Was wäre daran verwerflich?


    Daran wäre nichts verwerflich. Ich halte diese Sichtweise nur für etwas blauäugig.

    Rechne Dir das doch mal aus. Gehen wir aktuell einmal von A13 Stufe 7, Steuerklasse 1 aus. Das wären aktuell 3431,13 € netto. Wenn Du auf 75% oder gar 50% runtergehst, bleiben ausgehend von 50% vielleicht (bei niedrigerer Steuerbelastung) bestenfalls 2000,-€ netto übrig. Die PKV-Beiträge sind da noch nicht abgezogen. Bei diesem Einkommen müsste Dein(e) Partner(in) schon Vollzeit arbeiten gehen, damit Du eine Familie davon ernähren kannst.
    Natürlich kann man seinen Lebensstandard auch bescheidener gestalten als meine Familie und ich das tun (wobei wir nicht auf großem Fuße leben), aber ich bezweifle, dass man mit diesem Geld tatsächlich gut über die Runden kommt, falls man für die verschiedenen persönlichen Interessen ggf. auch noch Geld benötigt.

    Mir klingt das sehr nach "erzählt mir, was Ihr wollt, ich mache sowieso, was ich will."

    Tu das. Mach Deine Erfahrungen. Keiner wird Dich daran hindern.

    Ich habe zu Beginn meines Studiums mir über das Klientel, das ich später unterrichten sollte, keine Gedanken gemacht. OK, war Lehramt Gymnasium. Dennoch glaube ich, dass man solche grundlegenden Entscheidungen erst dann wirklich treffen kann bzw. treffen sollte, wenn man diesbezüglich eigene Erfahrungen gemacht hat. Befürchtungen, Schilderungen Dritter etc. sind alle schön und gut, doch sind sie individuelle Sichtweisen, die keinesfalls mit den tatsächlichen Erfahrungen, die man selbst machen wird, übereinstimmen müssen.

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