@susi
Es gibt Menschen - ganz gleich ob Kollegen oder nicht - die beim Schreiben in Foren etc. weniger penibel sind bzw. sein können, weil sie möglicherweise keine Tastatur mit haptischem Feedback haben, keine Zeit zum mehrmaligen Korrekturlesen haben oder eben geistesabwesend auf "absenden" klicken und den Thread dann für eine Weile vergessen.
Mich stören solche Texte oft auch, aber ich stelle nicht an Dritte den Anspruch, dass sie nach dem Verfassen von Texten - besonders von längeren Texten - mehrere Minuten noch daran sitzen und jeden Orthographiefehler finden und beseitigen.
Ich stelle bei mir fest, dass ich da fast schon zu penibel bin, weil ich überspitzt formuliert Panik habe, dass in irgendeinem meiner Texte ein dicker Fehler vorhanden sein könnte. Nun verfüge ich womöglich über so solide Rechtschreibkenntnisse, dass Fehler eher die Ausnahme bilden, aber das ändert nichts an meinem irrationalen Anspruch, hier perfekt zu sein.
Dort, wo ich jetzt arbeite, lege ich noch ein höheres Maß an Gründlichkeit an den Tag. Da überprüfe ich Texte manchmal länger als ich sie geschrieben habe.
Mich persönlich stört in diesem Forum eine ganz andere Sache - und die scheint gerade für Junglehrer als eher marginal zu gelten - das sind die gravierenden Mängel an Rechtskenntnissen.
Für Kollegen beispielsweise in NRW sollten doch ADO, die APO SI, die APO-GOSt und das Schulgesetz sowie mittlerweile online abrufbar die BASS mit den lebenswichtigen Verwaltungsvorschriften keine böhmischen Dörfer sein.
Zu wissen, was man tut, was man tun soll oder nicht tun darf und die Begründung dafür zu kennen, verleiht einem gleich eine ganz andere Sicherheit und ein höheres Maß an Souveränität im Auftritt gegenüber Schulleitung, Schülern und Eltern.