Beiträge von Bolzbold
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Diese klare Trennung von Beruf und Privatleben weiß ich im Rahmen meiner derzeitigen Tätigkeit echt zu schätzen.
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Nun ja, es gibt eben beide Extreme.
Prekäre Beschäftigungsverhältnisse mit Ausbeutung und auf der anderen Seite die von Mikael erwähnten Stammbelegschaften mit den besagten Privilegien.
Jeder möchte wahrscheinlich zu Letzteren gehören, wenn er denn die Wahl zwischen beiden Extremen hat. Da dies aber eben in der Privatwirtschaft nicht der Standard für alle ist, gibt es eben noch den ÖD, der irgendwo dazwischen liegt. Wer hoch hinaus will, der kann tief fallen. Wer irgendwo auf halber Strecke sich weich bettet, schaut gerne nach oben und beneidet diejenigen, die hoch hinaus wollen. Das Heer an denen, die unten geblieben sind, wird dagegen ausgeblendet.
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Möchtest Du das denn? Und wie professionell im Rahmen Deiner Tätigkeit und Rolle als Lehrer wäre das?
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Ich glaube, ganz so wenig arbeite ich dort, wo ich jetzt bin, nicht, aber meine jetzige Tätigkeit ist um Längen entspannter.
Nach knapp neun Stunden im Büro und insgesamt 2,5 Stunden Pendeln bin ich immer noch am Ende des Tages fitter als nach sechs Langstunden Schule.Interaktion mit 100+ Menschen jeden Tag, jeder Morgen und ggf. jeder Nachmittag ist durchgetaktet, danach noch Arbeit am Schreibtisch.
Es ist letztlich oft nicht die Arbeitszeit in Stunden sondern die Arbeitsdichte, die einen schlaucht. -
Ich habe 2010 meine Bewerbung für eine A 14 Stelle genauso knapp verfasst.
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Ich schreibe heute mal nicht als Kollegin, sondern als Mutter.
Meine Tochter geht in die 4. Klasse und hatte keine einfache Grundschulzeit - sehr anspruchsvolle, leistungsorientierte Lehrerin, sehr leistungsorientierte Eltern der Mitschüler. Dazu chaotische Orga seitens der Klassenlehrerin, es war wirklich keine einfache Zeit.
Nun hat sie die Gymnasialempfehlung bekommen, gutes Zeugnis, und wahrscheinlich käme sie auf einem Gymnasium auch klar. Aber sie hat dann die gleichen kids in der Klasse oder Parallelklasse, die in der Grundschule schon immer weinten, wenn sie mal eine 2plus bekamen. Daher tendieren wir zur Gesamtschule.
Nun meine Frage: Hat die Entscheidung, ob Gymnasium oder Gesamtschule, einen Einfluss auf das Vorhaben, sie studieren zu lassen?
Es mag für manche eine "doofe" Frage sein, aber ich habe wirklich keine Ahnung, bin selber am BK und habe es eher mit Real- und Hauptschülern zu tun.
Im Vordergrund steht für mich das Wohlergehen meines Kindes - ich möchte es ihr gönnen, auch mal nicht so ehrgeizige Kinder in ihrer Klasse zu haben, das ist an der Grundschule wirklich abartig, da geht es nur um Leistung und gute Noten.Ich würde sie aufs Gymnasium geben.
Bei Deinen Überlegungen vermischen sich Fakten mit irrationalen Erwägungen, damit machst Du es für dich schwieriger als es eigentlich ist.Es wird in jeder Klasse ehrgeizige Kinder geben - es mag sein, dass das am Gymnasium eher der Fall it. So what? Da kommen Kinder von allen möglichen Grundschulen und sortieren sich leistungsmäßig völlig neu ein.
Daher sind die Sorgen bezüglich der ehrgeizigen Kinder eher unbegründet.Was die Gesamtschule angeht, so ist dazu ja schon einiges geschrieben worden. Schau Dir mal die Abiturergebnisse der letzten drei Jahre von Gymnasium und Gesamtschule an - dann weißt Du Bescheid.
Wenn es Dir bzw. Deinem Kind darum geht, später wirklich studierfähig (sic!) zu sein und nicht nur die Berechtigung für ein Studium zu erhalten, dann gibst Du es ans Gymnasium. -
Letztlich geht es hier weniger darum, wer von uns Recht hat, als vielmehr darum, wie die Gerichte im Streitfall entscheiden.
Dem ist ja das Abmahnverfahren quasi vorgeschaltet. Und das kann, wie wir ja alle wissen, auch schon bei kleineren Verstößen mehrstellige Forderungen bedeuten.
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Das ist aber nur die halbe Miete.
vgl. hier:
https://www.lwl.org/film-und-schul…Filmbildung.pdf
Und möglicherweise wetzt eine Abmahnkanzlei bereits die Messer.
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Und mehr Hinweise wird es hier dazu nicht geben. Wir leisten potenziellen Urheberrechtsverstößen keinen Vorschub.
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Dann kann man nur hoffen, dass dir deine Erinnerungen an die Arbeit "an der Front" noch lange erhalten bleiben, und du nicht nach längerer Zeit in deinem sicherlich überaus wichtigen Job die "Low Performer" an der Basis nicht mehr verstehst, in der Art von "Warum können diese Mitarbeiter da unten mit ihren Dauer-Ferien nicht einfach unsere Verordnungen / Erlasse / Richtlinien oder die Erkenntnisse von Hattie und Co. umsetzen? Gute Schule ist doch so einfach, wenn man nur will!"
Gruß !Deinen Zynismus empfinde ich hier tatsächlich als anwidernd. Was Du hier schreibst, ist schon sehr selbstgerecht, denn Inhalt und Art Deiner Einlassungen entsprichen ja genau der Haltung, die Du am Ministerium kritisierst.
Da ich langfristig durchaus vorhabe, wieder an der Front zu arbeiten, nutze ich die Zeit im Ministerium als wertvolle Erfahrung und Weiterbildungsmöglichkeit. -
Ich habe diesen Sommer 14 Jahre bis auf das letzte halbe Jahr faktisch in Vollzeit als Lehrer gearbeitet.
Der Beruf hat mich ein Stück weit krank gemacht - ich habe chronischen Tinnitus und später Drehschwindel entwickelt.Das kam von den Arbeitsspitzen im Laufe eines Schuljahres, die mich irgendwann trotz Organisation, Planung und hoher Motivation irgendwann in die Knie gezwungen haben. Ca. fünf Jahre lang dachte ich, es wird in jedem neuen Schuljahr besser. Wurde es aber nicht. Es kam immer irgendetwas dazu oder lief anders. Irgendwann konnte ich nicht mehr.
Im Herbst letztes Jahr bin ich ins Ministerium gewechselt - zunächst mit halber Abordnung. Die Arbeitsweise ist trotz 9 Stunden im Büro völlig anders - viel stressfreier. Ich kann die einzelnen Vorgänge in Ruhe abarbeiten. Und wenn ich um 17 Uhr nicht fertig bin, bleibt das Ganze eben bis zum nächsten Tag liegen. Natürlich muss man ab und an auch einmal mehrere Dinge parallel erledigen, aber man hat die Zeit dafür und kann sie sich selbst einteilen. Keine Taktung nach 45 oder 60 oder 68 Minuten. Keine Interaktion mit 100+ Lernenden und Lehrenden. Ruhe am Arbeitsplatz. Eine echte Mittagspause. Geregelte Arbeitszeiten. Freie Wochenenden.
Mein Tinnitus ist bedeutend besser geworden, der Schwindel ist fast vollständig weg. Ich bin deutlich ausgeglichener und ungestresster. Am Wochenende bin ich nahezu vollständig für meine Familie da.
Da komme ich dann auch mit 30 Urlaubstagen, die faktisch sechs Wochen Urlaub ergeben, aus.Ich kann diejenigen verstehen, die ferienreif sind, gerade dann, wenn sie in den Weihnachtsferien korrigieren mussten und womöglich vorher noch hinreichend Weihnachtsstress hatten. Ob man das nun unbedingt hier öffentlich posten muss, um das Vorurteil des ewig Jammernden zu pflegen, ist natürlich eine andere Sache. Aber ein nicht unerheblicher Teil der Ferien ist zum einen Überstundenabbau und zum anderen überlebensnotwendig. Sonst schafft das keiner von uns bis 67 (wobei ich ja eher mit 70 rechne).
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Wie genau stellst Du Dir eine Prüfung vor? 100x Abgleich mit dem Einwohnermeldeamt und dergleichen?
Es müssen eine Geburtsurkunde des Kindes und die Zeugnisse im Original vorgelegt werden. Das reicht an glaubwürdigen Daten.
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Wie war das?
Wir halten metaphorisch den Rohstoff unseres Landes in unseren Händen?Da könnte man den Eindruck haben, dieser Rohstoff wäre natürlicher Dünger.
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Macht das einen Unterschied?
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Das sind mitunter dieselben Leute, die sich über Knebelverträge aufregen und "voll unfair" brüllen, weil sie die AGBs nicht lesen wollten.
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