Beiträge von Bolzbold

    Unseriös wird es da, wo man die Maximalpension als Referenzwert nimmt. Das erreicht doch fast niemand - und die in der Regel über einen längeren Zeitraum teilzeitbeschäftigte Grundschullehrerin sowieso nicht.
    Ich mit vermutlich 36 Dienstjahren (wenn das Pensionsalter bis dahin nicht noch angehoben wird, wovon ich ausgehe) übrigens auch nicht. Und die wenigsten von uns werden das bis 67 mit voller Stelle durchstehen.

    Und wer es doch tut, der hat sich nach 40 Dienstjahren diese Pension auch redlich verdient!

    Den Artikel hat vermutlich wieder irgendein Praktikant geschrieben, dem man aufgetragen hat, die olle Kamelle nochmal für ein Clickbait auszugraben. Dieselben handwerklichen Fehler in der Recherche finden sich besonders auch in den alle drei Monate erscheindenden Focus-Artikeln zu dem Thema.

    Eine günstige Variante wäre ein Mikrofon, ein Mikrofonverstärker und eine kleine, handliche und leistungsfähige Box, die die Stimme möglichst ohne Höhenverzerrung etc. wiedergibt.

    Das kann man sich aus Einzelteilen zusammenbasteln. Ich hätte sogar alle Komponenten hier. Um das Mikro und dessen Verstärker zu testen, habe ich das einmal ausprobiert. Da kam mit meinem Soundlink II schon einiges an Klang rüber.

    Dem TE geht es um sein scheinbares Alleinstellungsmerkmal. Nur er ist so belastet, nur bei ihm ist das so ungerecht. Dementsprechend wird dann bei vergleichbaren Belastungen sarkastisch gegengefragt.
    Auf eine wirklich argumentative Auseinandersetzung scheint der TE nicht aus zu sein.

    Für individuelle Streicheleinheiten ist dieses Forum jedoch nur bedingt da - und dann sollte man sich vielleicht eines angemessenen Tonfalls bedienen und angemessen auf die Antworten der User hier eingehen. Ein- oder Zweizeiler mit Sarkasmus finde ich schon unverschämt. Und er wäre nicht der erste Geisterfahrer, der auf den Warnhinweis im Radio mit "ein Geisterfahrer? HUNDERTE!" reagiert.

    DeadPoet: erzähl mir nicht, dass Du als Anfänger mit 23 Std 23 verschiedene Unterrichtsstunden pro Woche hälst (und vorbereitest, weil DU keine Unterlagen hast/bekommst)...

    Doch - bei mir waren es sogar 24. Ich erinnere mich noch gut daran - das war 2005.

    eine 8, eine 9 und zwei 10er in Englisch, zwei 6. Klassen in Musik, eine 8 in Politik bilingual, einen GK 11 in Englisch und in Geschichte und zum Halbjahr nach Abgabe einer Musikgruppe noch einen GK 12 Geschichte.
    Ja, das waren sechs Korrekturgruppen am Anfang (mittlerweile bin ich auf drei runter).
    Da an meiner damals neuen Schule mit Klett gearbeitet wurde und an meiner Ref-Schule mit Cornelsen, musste ich also alles selbst planen. In der Oberstufe hatte ich ein bisschen Material, aber der schulinterne Lehrplan war zum Teil anders, so dass ich da auch viel selbst erstellen musste.
    Das war keine Heldentat sondern einfach normal.

    Und ja, die ersten zwei Jahre nach dem Ref. sind/waren hart. Mittlerweile habe ich neben dem Material vor allem die Erfahrung, die mir das Leben leichter macht.

    DeadPoets Hinweis auf weniger Weinerlichkeit würde ich mir an Deiner Stelle übrigens durchaus zu Herzen nehmen. Da mussten viele von uns durch.

    Ich fürchte, dass bei der Häufigkeit des Themas NS-Zeit in der Schule die Schüler in der Oberstufe irgendwann auch "satt" sind.
    Das ist jetzt eine Generation, die drei Generationen nach der Kriegsgeneration geboren wurde und die immer weiter vom Geschehen weg ist und die ggf. auch in der eigenen Familie keine unmittelbar Betroffenen mehr kennt.

    Ich arbeite im Unterricht viel mit Bildern, die menschliche Schicksale jedweder Art zeigen. KZ-Überlebende, Besatzungs-GIs, Trümmerfrauen und -kinder, Kriegsversehrte etc. Die Beschäftigung mit dem individuell erfahrenen menschlichen Leid, mit den Wünschen und den Bedürfnissen der gezeigten Personen, mit der Frage, wie man diesen Menschen im Idealfall Genugtuung oder Gerechtigkeit hätte widerfahren lassen können, zeigt den Schülern die ganze Bandbreite menschlicher Güte sowie menschlicher Abgründe, die bis heute parallel nebeneinander existieren.
    Besonders betroffen sind sie angesichts der himmelschreienden Ungerechtigkeit, dass den Opfern des NS-Terrors niemals echte Gerechtigkeit widerfahren ist. Dass sie mit ihrem Leid weitgehend alleine gelassen wurden.
    Das wirkt dann letztlich doch recht spürbar nach und regt die Schüler zum Nachdenken an.

    Ich sehe das relativ entspannt. Wenn ich zum Elternstammtisch eingeladen werde, entscheide ich, ob ich komme oder nicht - je nach Zeit und ggf. Lust. Was ich gar nicht mag, ist, wenn ein solcher Stammtisch zu einem inoffiziellen "offenem Elternsprechtag" verkommt oder gar zu einem Tribunal (Letzeres habe ich noch nicht erlebt).

    Grundsätzlich ist es doch zu begrüßen, wenn Eltern sich (in gesundem Maße) für die Klassengemeinschaft engagieren und Feste etc. planen. Wenn das ein- oder zweimal im Jahr stattfindet, finde ich das nicht sonderlich dramatisch und nicht zuviel verlangt, wenn man als KlassenlehrerIn hingeht.
    Ich halte das Ganze nämlich auch aus taktischen Erwägungen für sinnvoll. Manche Dinge kochen dann gar nicht erst hoch, manche unnötigen Termine am Elternsprechtag erübrigen sich dann - ebenso manche Endlosemailkommunikation.
    Wenn man den Eltern das Gefühl vermittelt, dass man mit ihnen gemeinsam für den Schulerfolg ihrer Kinder arbeitet, hat man ein wirklich entspanntes Leben als Klassenlehrer.

    Ich habe die von Meike verlinkte Rezension gelesen. Das hört sich wirklich nach "Mein Kampf 2.0" an. Und es ist wirklich, wirklich gruselig, dass ein gebildeter Mensch heutzutage allen Ernstes schon wieder auf solche Gedanken kommt. Das hatten wir doch alles schon einmal - und es hat uns und noch viel weniger die Welt auch nur einen Zentimeter weiter gebracht.

    Kopierkontingente ab der ersten Kopie sind eigentlich ein Unding. Die Konsequenz müsste dann sein, dass es keine Arbeitsblätter mehr gibt.
    Ich weiß, dass das in der Realität schwer umzusetzen ist, aber ich würde mich mittlerweile in einem solchen Fall weigern, Kopierkosten von sicherlich im mittleren dreistelligen Bereich selbst zu tragen.

    Dass es formal kein imperatives Mandat für die gewählten Lehrervertreter der Schulkonferenz gibt, halte ich einerseits für sinnvoll, weil die GLK nicht zwingend immer die richtigen Entscheidungen trifft.

    Andererseits sollte sich jedes gewählte Mitglied seiner Verantwortung bewusst sein und infolgedessen nicht primär seine eigenen Ansichten zum Maß der Dinge erheben.
    Das ist insofern wichtig, als dass bei den Wahlen in der Regel keine Kandidaten vorgeschlagen werden sondern quasi blind gewählt wird, d.h. der Ausgang der Wahl ist völlig unvorhersehbar. (Die Ausnahme wäre wohl, wenn sich KollegInnen explizit für dieses Gremium zur Wahl stellen würden.)
    Gerade weil so eine mitunter völlig zufällige bzw. beliebige Konstellation der Lehrervertreter zustande kommt, sollten diese sich ihrer besonderen Verantwortung bewusst sein.

    Aus eigener Erfahrung:

    Die Berwebung wird direkt an die in der Ausschreibung angegebenen (Dienst)Stelle geschickt. Sie muss nicht über die Dienstpost verschickt werden - das wäre mir beispielsweise kurz vor Ende der Bewerbungsfrist auch zu unsicher. Abgesehen davon musst Du Deinem Schulleiter nicht sofort mitteilen, dass Du Dich bewirbst. Es wäre aber fair, dies irgendwann zu tun, weil Du bei erfolgreicher Bewerbung an die neue Stelle abgeordnet wirst und es für Abordnungen formal keinen Ersatz in Form von Neueinstellungen etc. gibt.

    Hallo,

    Du kannst mit der Rückkehr aus der Elternzeit versetzt werden unabhängig von der Probezeit - zumindest hat meine Frau vor zehn Jahren das durchbekommen. Das lag allerdings daran, dass wir zwischendrin umgezogen waren und somit der Anspruch auf wohnortnahen Einsatz die Versetzung ermöglich hat. .
    Ein Gespräch mit dem Schulrat / der Schulrätin ist hier aber sicherlich sinnvoll.

    In so einem Kollegium würde ich nicht arbeiten wollen.
    Krankmeldungen aus Trotz finde ich völlig daneben, zumal das ausschließlich auf Kosten der KollegInnen und der SchülerInnen erfolgt.

    Ob solche KollegInnen dann die nötige Nachsicht mit ähnlich veranlagten Schülern an den Tag legen? Oder dann doch eher "quod licet Iovi, non licet bovi"?

    Firelilly, das Grundproblem Deiner Argumentation ist wieder einmal, dass Du Dir Extrembeispiele konstruierst, anhand derer Du die Legitimation für das von Meike völlig richtig dargestellte Dienstvergehen herstellen möchtest.
    Dieses "stellt Euch mal vor, es wäre so und so und so und dann passiert dies und dies und dies" führt in der Sache nicht weiter.

    Fakt ist, dass eine mutwillige Krankschreibung mit der Intention, entgangenen Erholungsurlaub zu kompensieren, rechtswidrig ist.
    Fakt ist auch, dass man mit dieser Problematik anders als von Dir dargelegt umgehen muss.

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