Wir sehen hier drei verschiedene Grundhaltungen zu der Problematik.
1) Die Hardliner wollen gar nichts kaufen und hoffen, dass der Schulträger das irgendwann kapiert, da sie sich selbst nicht als Retter der Welt ansehen. Gleichzeitig ärgern sie sich über die Idealisten und die Pragmatiker, die ihnen die Preise verderben.
2) Die Idealisten können nicht damit leben, dass Kinder ohne Stifte, Essen oder ein schön eingerichtetes Klassenzimmer lernen. Sie ärgern sich über die scheinbar herzlosen Hardliner und die Pragmatiker, die die Missstände nicht mit eigenen Mitteln zum Wohle der Schüler bekämpfen.
3) Die Pragmatiker zahlen das, was aus ihrer Sicht für ihre Arbeit effizienzsteigernd ist, selbst. Sie ärgern sich über die zu harten Hardliner und die zu soften Idealisten, die ihnen jeweils zu extrem erscheinen.
Für jede der drei Grundpositionen gibt es aus unterschiedlichen Bereichen gute Gründe dafür - und eben auch dagegen. Letztlich wird jeder für sich entsprechende Gründe haben, warum er/sie sich nun für eine der drei Wege entscheidet. Das ist im Grunde auch gut so, solange es einem selbst dabei gut geht.
Problematisch wird es dann, wenn diese Haltungen in der Schule aufeinanderprallen bzw. gegeneinander ausgespielt werden - so wie es hier in diesem Thread auch erfolgt.
Fakt ist, dass der Schulträger niemals alle Voraussetzungen für materiell optimal ausgestattetes Lernen erfüllen kann, will und wird. Dafür fehlen letztlich die finanziellen Mittel, was auch daran liegt, dass die Länderhoheit über die Bildung eben auch deren Finanzierung bedingt. Diese wird dann vom Land gerne auf die Kommunen abgeschoben. Eine Stadt, die pleite ist, wird dann nur das Nötigste an Reparaturen und Renovierungen vornehmen können.
Entsprechend sind die Situationen vor Ort so unterschiedlich, dass jeder von uns sehen muss, wie er damit umgeht, um seinen eigenen Arbeitsalltag für sich selbst erträglich zu gestalten. Das schließt keine der drei Grundhaltungen per se aus.