Beiträge von Bolzbold

    Wenn ein Schüler beliebiger Herkunft aufgrund niederer Motive, Frust, Selbsthass, Minderwertigkeitskomplexen oder schlicht Mutwilligkeit einem anderen Schüler beliebiger Herkunft eins aufs Maul hauen möchte, wird er die entsprechend aus seiner Sicht passenden Argumente anführen, wenn man ihn darauf anspricht. Ob das nun ein Moslem, ein Christ, ein Jude, Hindu, Sikh oder was auch immer ist.

    Dass Muslime nicht per se Juden hassen, ist klar. Dass sie aber Hass auf Israel mit Hass auf Juden ersetzen, weil Letztere in Deutschland nun einmal greifbarer sind als der Staat oder die Bevölkerung Israels, sollte ebenso nachvollziehbar, wenngleich keinesfalls akzeptabel sein.
    Wir könnten die Botschaft des Liedes "Schrei nach Liebe" mit beliebigen Sozialisationen und Hassobjekten modifizieren. Dann hätten wir alle Minderheiten, die sich als Opfer von irgendetwas sehen und dies in Form von Hass auf andere projizieren, abgedeckt.

    Hass ist oft ein Zeichen von extremer Schwäche und Kompensation für andere Dinge. Da müssen wir ran. Wenn dies aber Ausdruck der von mir weiter oben ausgeführten Entwicklung bzw. gegenwärtigen Haltungen ist, können wir da als Lehrer nur an der Oberfläche kratzen.

    Wer die Weltgeschichte aus muslimischer Sicht gelesen hat (da gibt es einige Werke zu), der wird schnell erkennen, dass dieses "Problem" vielschichtiger ist als man annimmt. Insbesondere, wenn man das Verständnis der Muslime von sich selbst bzw. von ihrer Rolle in der Welt näher beleuchtet, wird man nicht umhin können, dem "Judenhass" zumindest ein gewisses Maß an akademischem (keinesfalls moralischem!) Verständnis entgegenzubringen.
    Der "Judenhass" ist eigentlich eher "Israelhass". Für die Muslime ist der Staat Israel eine immerwährende Demütigung - sowohl durch die Juden als auch durch den Westen. Die arabische Welt bekommt anhand des Staates Israel jeden Tag aufs Neue zu spüren, dass nicht sie selbst über die politischen Geschicke der Region bestimmen, sondern der Westen.

    Als Einführungslektüre sei hier der Titel "What went wrong?" von Bernard Lewis empfohlen. Das Buch ist bereits von 2001, hat aber einige Entwicklungen treffend vorhergesagt.
    "Destiny Disrupted" von Tamim Ansary geht auf die gesamte muslimische Geschichte beginnend mit der vormuslimischen Zeit bis zur Gegenwart ein. Hier erhält man einen sehr fundierten und differenzierten Einblick in die Haltung und Prägung vieler Muslime.

    Ja, wir müssen als Lehrer dazu beitragen, dass sich der Hass auf Juden, der eine Art "Ersatzhass" für den Hass auf Israel ist, hier in Deutschland nicht weiter ausbreitet. Das ist Teil unserer gesetzlichen wie pädagogischen Pflicht. Ob wir westlich zivilisierten Menschen jedoch dafür am Besten geeignet sind, darf bezweifelt werden. WIR sind da nämlich auch nicht neutral. Und das Überwältigungsverbot gilt auch gegenüber Muslimen.

    Vor dem Onlineportal des erwähnten Nachrichtenmagazins muss man mittlerweile echt warnen.
    Es ist unglaublich boulevardesk geworden, viele Artikel scheinen von Praktikanten geschrieben worden zu sein, die offenbar eine Liste mit 20 "heißen Vokabeln" bekommen haben, die in ihren Artikeln vorkommen müssen.
    Clickbait pur.

    Der Begriff "Judenhass" ist schon völlig falsch gewählt. Ich behaupte einmal, dass den meisten Deutschen Juden in der Form egal sind, dass sie ihnen nichts Böses wünschen. Einmal abgesehen davon würden die meisten Deutschen einen Juden auf der Straße nicht einmal erkennen, es sei denn, er trägt die typische Tracht.

    Interessanterweise erschien auf demselben Portal heute oder gestern ein Buchauszug, der genau diese Thematik mit "Judenhass", "Antisemitismus" und "Israelkritik" zur Abwechslulng einmal treffend analysiert.

    ...ich habs ausgemacht. Ich hatte es vorher auch angemacht...

    Ja, genauso lesen sich so einige Kommentare in letzter Zeit.
    Kein weiterer Inhalt, keine neuen Argumente, lediglich ein extrem verschwurbeltes Zustimmen zu etwas, was da schon stand, am besten noch mit Vollzitat.
    Für ne Zustimmung gibt es LIKES!
    Für Dummgelaber gibts nur eine Bezeichnung - SPAM. Und das NERVT.

    Wie würdest Du Deine Einlassung hier bezeichnen? Mir fallen da weder spontan noch nach einigem Nachdenken auch nur ansatzweise positive Attribute ein.

    Zitat

    Sucht euch doch für dieses Kasperlethater ne andere Bühne, wie wärs?


    Ich würde hier empfehlen, doch dieselben Maßstäbe bei sich selbst anzulegen.

    Zitat

    Ob das jetzt auch wirklich diejenigen, um die es geht, lesen und verstehen, kann ich nicht vorhersagen.
    Aber schön wärs...

    Also... n Vorschlag... vor dem Posten... steht da neuer, interessanter Inhalt? Nein?
    Dann nicht posten.


    Dass man grundsätzlich darüber nachdenken sollte, ob man das, was man gerade als Beitrag geschrieben hat, wirklich posten sollte, hast Du auf ganzer Linie gezeigt.

    Mich persönlich stört die Redundanz im Vergleich zu den regelmäßig vom Tonfall her grenzwertigen Postings relativ wenig. Die vielfältigen Versuche, sich in einem immer noch weitgehend anonymen Forum versteckt hinter (bzw. vor) einem Computer auf Kosten Dritter zu profilieren, das letzte Wort zu haben, Rabulistik der feinsten Art zu betreiben und dergleichen, werden in der Regel nur im absoluten Ausnahmefall dafür sorgen, dass der Gegenüber nachgibt, scheinbare oder offenkundige Fehler einsieht oder gar darüber hinaus noch Besserung gelobt.

    Eine verbalisierte Zustimmung finde ich persönlich übrigens wertvoller als ein reflexartig gedrücker Like-Button. Wozu das führt, zeigen die bekannten sozialen Netzwerke ja zu genüge.

    Im Grunde haben hier platyplus und O.Meier gleichermaßen Recht - der eine auf der pragmatischen Ebene, der andere auf der formalen Ebene. Aus mehrjähriger Erfahrung weiß ich, dass dies nicht immer in Einklang zu bringen ist. Ich habe aber einen Weg gefunden, der mir persönlich nur wenig Unannehmlichkeiten bereitet und die Arbeitsbelastung in Grenzen hält.

    Darf ich noch einmal daran erinnern, dass wir hier alle zu Gast in diesem Forum sind?

    Wieviele von uns würden auf einer von uns ausgerichteten Feier (oder einem weniger festlich anmutenden Anlass) Gäste dulden, die sich nicht an die geschriebenen wie ungeschriebenen Regeln halten wollen (damit sind zum einen die Gesetze, zum anderen die Grundformen zwischenmenschlichen Verhaltens gemeint)?
    Und wieviele von uns würden anschließend den Gastgeber und seine "Security" deshalb kritisieren?

    @Mikael

    Das wäre bei uns in der Schule mit sage und schreibe drei für alle Kollegen zugänglichen Verwaltungsrechnern logistisch nicht mehr machbar.

    Für mich stellt nebenbei die Abkehr vom Papier eine ungeheure Arbeitserleichterung dar - vor allem dann, wenn man mit Software arbeitet, die Notenverwaltung, Kalender und Unterrichtsvorbereitung mit Office-Anbindung kann.
    Letztlich wird es sowieso nur so weiterlaufen wie bisher - wo kein Kläger, da kein Richter.

    Der PhV beschwert sich auch über die neuen Vorgaben.
    Ich finde die Vorgaben einerseits in Teilen sinnvoll, andererseits aber praxisfern, weil es zu viele digital Dummies unter den Kollegen gibt.
    Mein Gerät würde - mit Ausnahme des USB-Sticks, den ich aber für die Datenübermittlung in der Regel nicht verwende - alle Vorgaben erfüllen. Mal sehen, ob unsere SL demnächst alle Kollegen zur Beantragung der DV-Erlaubnis auf privaten Geräten anweist oder ob doch die rheinische Lösung bevorzugt wird.

    Putin und Erdogan sind Identifikationsfiguren für unsere russischstämmigen und türkischstämmigen MitbürgerInnen, vor allem dann, wenn diese das Gefühl haben, nicht vollständig an unserer (Mehrheits-)Gesellschaft teilhaben zu können oder schlichtweg zwischen den Stühlen stehen. (Eventuelle ideologische Vorprägung durchs Elternhaus schließe ich nicht per se aus!)
    Entsprechend anfällig sind sie dann für "Fake News" ebenso wie für "Real News" je nachdem, von welchem Medium sie stammen und ob die News mit dem eigene Weltbild und der eigenen Wertehaltung übereinstimmen.

    Letztlich trifft das aber auf alle von uns zu. Man neigt dazu, das zu glauben, was einem in den Kram passt und entsprechend das, was das eigene Weltbild zu erschüttern droht, als Lüge oder Propaganda abzulehnen.
    Es erfordert ein ordentliches Maß an Bildung und Selbstreflexion und kognitiver Arbeit, um nicht auf Fake News hereinzufallen.
    Unsere westliche Überlegenheitsarroganz dürfte vielen Menschen, die nicht im Westen leben, ziemlich auf den Zeiger gehen. Fragen wir doch einmal die Menschen, die in Afrika, in Asien, insbesondere aber im muslimischen Kulturraum (also Naher und Mittlerer Osten) leben, ob die Weltgeschichte, wie wir sie in unseren Büchern lesen, denn mit ihrer übereinstimmt. Wer das versteht, wird den Terrorismus mit anderen Augen sehen, wenngleich selbstverständlich nicht exkulpieren.

    Die GKV braucht bei einem so genannten "Statuswechsel" nicht gekündigt zu werden. Die Mitgliedschaft in der GKV endet mit dem Eintritt ins Beamtenverhältnis auf Widerruf. Einzige Ausnahme wäre eine bisher bestehende "freiwillige Versicherung" in der GKV - die hat drei Monate Kündigungsfrist.
    Der Übergang von der GKV zur PKV verläuft fließend, d.h. ab dem Beginn des Dienstverhältnisses wird bzw. ist umgestellt.

    Wer macht das denn hier in diesem Thread? Diskutier doch einfach nicht mit, wenn es Dir nicht passt. Ich sehe keinen Grund hier moderierend einzugreifen, es gibt doch überhaupt keine Anfeindungen.

    Ich moderiere hier überhaupt nicht sondern habe mich an dieser Diskussion als "gemeiner User" beteiligt. Die Hierarchisierung wird im Grunde schon durch den Threadtitel suggeriert. Andere Threads zum Thema Naturwissenschaften haben ebenfalls eine starke Tendenz dazu gehabt, Fächergruppen oder einzelne Fächer zu hierarchisieren.

    Ja, weil die Nachricht ja unter Wahrung des "Briefgeheimnisses" an die Eltern zugestellt wurde. Hättest Du ihnen einen Brief geschrieben, könnten sie dessen Inhalt genauso der Schulleitung vorlegen.

    Das Briefgeheimnis besagt nicht, dass der an einen Empfänger bestimmte Inhalt für alle Ewigkeit nur von ihm gelesen werden darf. Sobald er den Brief oder die Nachricht erhalten hat, steht es ihm frei, damit zu tun, was er möchte, solange damit nicht andere Rechte Dritter verletzt werden.
    Davon gehe ich in Deinem angenommenen Fall erst einmal nicht aus.

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