Beiträge von Bolzbold

    Susanne,

    nimm es doch so wie es ist. Das Finanzamt hat es bei mir akzeptiert. Du schreibst, dass Du Dich da eigentlich auskennst und stellst es anders dar.
    Für eine tiefergreifende Auseinandersetzung mit Dir über das Steuerrecht fehlt mir im Moment echt die Zeit.

    Ich kenne mich eigentlich ganz gut mit Steuern aus, aber diesen Ansatz habe ich noch nie gehört. In eigenem Haus sind grundsätzlich auch nur die Zinsen der Raten absetzbar, nicht die Tilgung und das würde ja den Herstellungskosten gleich kommen. Also kann ich mir nicht vorstellen, dass es die Variante gibt. Hast du dazu irgendwelche Quellen?

    https://www.steuern.de/abschreibung-gebaeude.html

    Habe ich so zwischen 2010 und 2015 gemacht. Das Finanzamt hat das ohne Rückfragen akzeptiert.

    1. Herstellungskosten des Hauses ermitteln (also nicht den Kaufpreis!)
    2. Antei des Arbeitszimmers an der Gesamtfläche ermitteln.
    3. Herstellungskosten mit diesem Anteil multiplizieren.
    4. Davon sind 2% pro Jahr absetzbar.

    Wahlweise die Pauschale mit 1250,- Euro wählen oder eben mit Grundrissplan und Nachweis der Herstellungskosten die tatsächlichen Kosten ermitteln. Letzteres lohnt sich nur, wenn man sicher über dem Pauschbetrag liegt.

    Ach ja:

    5. Gut überlegen, ob die Angaben den Tatsachen entsprechen und sich ggf. nachweisen lassen.

    Hallo liebe GS-KollegInnen,

    die Schere meines Sohnes hat das Büchlein zum Literaturprojekt "Irma hat so große Füße" leider verunstaltet. Er will diese Aufgabe dieses WE noch erledigen. Könnte mir jemand von Euch ein Blanko zusenden? (Das Blatt mit den acht Bildern/Seiten, wo man lesen und malen soll.)

    Vielen Dank im Voraus!

    Hier würde ich aus eigener (erfolgreicher) Erfahrung ein konsequentes und letztlich rigoroses Vorgehen befürworten, wenn alles andere nicht wirkt.
    Wichtig ist, dass die Vorfälle protokolliert werden, um so auch im Falle eines Widerspruchs lückenlos dokumentieren zu können, was an Maßnahmen vorher gelaufen ist und dass die Vorwürfe der Eltern aus der Luft gegriffen sind.

    Ich habe bislang auch nur ein Einzelfällen negative Erfahrungen mit konservativen muslimischen Jungen gemacht. Einer lief seinerzeit in der 7. Klasse Gefahr sich zu radikalisieren. Er verließ aufgrund schlechter Noten das Gymnasium und ging auf die Hauptschule. Neulich kam er uns besuchen - ein gepflegter, richtig erzogen wirkender junger Mann, der gerade seine Pubertät hinter sich lässt und alles andere als radikalisiert wirkte. Er beschrieb seine Ansichten damals selbst als "Verirrung".
    Ohne Anspruch auf Verallgemeinerung zu erheben kann man hier sehen, dass das Ganze gut ausgegangen ist - woran das auch immer lag. Das kann ein Sozialarbeiter gewesen sein, ein "Interview" mit dem Staatsschutz, der Einfluss der in diesem Fall sehr schlichten, aber nicht radikalen Eltern, das Fußballspielen nachmittags mit einem Lehrer - wer weiß das schon.

    Fakt ist, dass wir uns um diese Menschen aktiv kümmern müssen, um sie nicht an die Rattenfänger zu verlieren. David Cameron sagte seinerzeit, dass Integratoin keine Einbahnstraße sei. Da sind wir in der Tat gefragt.
    Ich befasse mich schon seint einiger Zeit mit dem Gedanken, mal für eine Zeit zu einem regionalen Bildungsbüro zu wechseln, um dort mit ebensolchen erwähnten Menschen zu arbeiten. Aufgrund meines Teil-Migrationshintergrunds kann ich mit den muslimischen Migranten ganz anders reden, weil sie mir bestimmte Vorwürfe schlicht nicht machen können. Hier könnten die "etablierten Muslime" auch als Integrationshilfe wirken, wenn man sie stärker ins Boot holt.

    der was, @Bolzbold ?
    Es gibt kein "christliches" Abendland. Das hätten die "Christen" (wieviele davon sind überhaupt echt und interessieren sich dafür?) vielleicht gerne, aber sie sind ebenso "Zugereiste" wie die Muslime und wer auch immer.
    Formuliere es doch einfach mal eher als "Ein Land, in dem jeder sein eigenes Leben bestimmen darf und nicht durch irgendwelche religiösen Fanatiker darin eingeschränkt, geschweige denn belästigt werden darf".

    Man kann über den Begriff "christlich-abendländisch" sicherlich kontrovers diskutieren.
    Deine Formulierung in " " ist jedoch im Grunde genauso abgrenzend, wenn nicht sogar abwertend beim Begriff "Fanatiker" gegenüber Muslimen. Ist ein konservativer Moslem ein Fanatiker?

    Ich würde anders formulieren:
    Ein Land, in dem jeder sein eigenes Leben bestimmen darf ohne Vorschriften durch Dritte, aber auch ohne Vorschriften an Dritte, und auf der Basis einer gesetzlich geregelten demokratischen und für alle verbindlichen Grundlage.

    Und wie könnte das aussehen?

    Ein negatives Frauenbild, die Verachtung für die christlich-abendländische Kultur und andere die Integration verhindernde Haltungen fallen nicht vom Himmel. Wer in seiner eigenen Kernfamilie im Patriarchat aufwächst, wird natürlich nur schwer andere Haltungen akzeptieren können, insbesondere dann, wenn sie die wenige Dominanz, die man in diesem klar umgrenzten Kreis noch zu genießen glaubt, zu zerstören droht.
    Die Eltern müssen hier eine grundsätzlich weltoffenere Haltung an den Tag legen und ihre Kinder zur Achtung vor der Kultur des Gastlandes erziehen. Gastfreundschaft ist in der muslimischen Welt ein hohes Gut - insbesondere auch im Umgang mit dem Gastgeber.
    Ferner: Wenn ich in ein säkularisiertes Land ziehe, von dem ich weiß oder wissen könnte, dass dort völlig andere Werte gelten - möglicherweise genau das, wogegen der heimische Imam predigt (Laster, Unzucht, weitere Sünden), dann muss ich akzeptieren, dass der Wohlstand und der Frieden, die Pluralität und die Rechtssicherheit des Gastlandes nicht trotz dieser sondern gerade wegen dieser Werte gewahrt werden. Rosinenpickerei geht dann nicht mehr.
    Ich muss mein Kind dazu ermuntern, Teil der Gesellschaft des Gastlandes werden zu wollen und zu können, ohne die eigene kulturelle Identität dabei vollständig aufzugeben bzw. ohne aus Angst davor, dies angeblich tun zu müssen, zu blockieren.
    Ich muss mein Kind von Hasspredigern fernhalten.
    Ich muss mein Kind am kompletten gesellschaftlichen Leben des Gastlandes teilnehmen lassen (das schließt auch Klassenfahrten und Schwimmunterricht für die Töchter mit ein.
    Ich muss akzeptieren, dass es für andere normal ist, voreheliche Beziehungen zu unterhalten und ebenso vorehelichen Sex zu haben.
    Ich kann nicht meinen Söhnen Erfahrungen mit den "ungläubigen Mädchen" gestatten, gleichzeitig aber meine Töchter zur Keuschheit bis zur Ehe zwingen. (Kein Klischee - erst neulich führte ich eine Diskussion mit einem männlichen muslimischen Schüler darüber...)

    Mit "unserer Kultur" muss ja nicht eine spezifisch Deutsche gemeint sein. Es reicht schon die Schnittmenge der christlich-abendländischen Kultur, die man durchaus konkret definieren und gegenüber anderen Kulturen abgrenzen kann.
    Werte wie Gleichberechtigung, politische Teilhabe, Meinungsfreiheit, Freiheit des Andersdenkenden, Minderheitenschutz etc. sind in der Tat nicht primär oder originär deutsche Werte. Aber eben Teil der caK.
    Das Erlernen der Sprache, das Akzeptieren der Gebräuche und Sitten des Gastlandes, in dem man länger zu bleiben gedenkt, sind ja unabhängig von der nationalen Kulturausprägung der caK ein Muss. Es gibt Länder, die das rigoroser einfordern als Deutschland. Da haben wir in den letzten Jahrzehnten ganz klar gepennt.

    Da gehören in jedem Fall die Eltern mit ins Boot.

    Den Begriff Kulturkampf finde ich übrigens irreführend. Ich sehe die gegenwärtige Situation in Deutschland weder als "Clash of cultures" noch als Kulturkampf im Bismarck'schen Sinne.
    Wenn wir als Gesellschaft und als Staat nicht mehr Integrationsbereitschaft konsequent einfordern und teilweise zumindest in den Augen der muslimischen Migranten unsere Kultur nicht selbstbewusst vertreten, wie sollen sie diese dann als übernehmenswert erachten?

    Andererseits muss man irgendwann vermutlich wirklich sagen: Wer hier die Annehmlichkeiten genießen möchte, die Gründe dafür in Form von Werten und Sozialisation ablehnt, der darf gerne gehen.

    WISSEN im Abitur? Makulatur. Wissen muss man meiner Ansicht nach garnichts mehr. Man muss nur analysieren können, es ist eigentlich immer zumindest eine Aufgabe dabei, bei der fachliches Vorwissen völlig überflüssig ist.

    Da würde ich ganz erheblich widersprechen wollen, zumal der Widerspruch in Deiner Aussage ja auch schon selbst vorhanden ist. Es ist immer eine Aufgabe dabei, bei der fachliches Vorsissen überflüssig ist. Richtig - das ist im Fach Geschichte in der Regel die Aufgabe 1 - die Quellenanalyse. Da geht es um Methodik und Leseverstehen.
    Spätestens bei Aufgabe 2 geht es nicht ohne historisches Wissen. Ein historisches Urteil - und sei es nur auf Abiturlevel - verlangt sowohl dezidiertes Wissen als auch den entsprechenden Umgang damit.

    Für einige Schüler sind 200 Jahre Lernstoff schon eine ganze Menge. Da die Klausuren in der Regel zwei Primärquellen (einmal Text, einmal Bild/Karikatur) und einen Sekundärtext zur Auswahl bieten, muss man ferner auch methodisch sicher sein - sonst liegen einem entweder das Thema oder die Methodik nicht.

    1. Mit dem Schulleiter sprechen und die deutliche Sorge artikulieren, dass das nach Außen hin bekannt geworden ist und negativ auffällt. Dann abwarten, welche Reaktion kommt.

    2. Personalrat einschalten und Beweise sammeln. Dann ab an die Bezirksregierung per Dienstaufsichtsbeschwerde.

    Leute, ganz ehrlich, müssen wir wieder diese sinnlose Diskussion über den fachlichen oder intellektuellen Anspruch der einzelnen Fächer führen? Das hatten wir vor einiger Zeit und es war fruchtlos.
    Über die Motive der Studierenden lässt sich sicherlich spekulieren - per se von "niederen Motiven" auszugehen empfinde ich als diskriminierend. Und wie ich anderenorts bereits schrieb scheint mir das eher ein letztlich doch wenig subtiler Versuch der Selbstprofilierung zu sein, wenn man als Vertreter der "höherwertigen Fächer" über die der "minderwertigen Fächer" herzieht.

    Es obliegt nebenbei jeder Lehrkraft, dafür zu sorgen, dass ihr Fach kein Laberfach ist/wird/bleibt.


    Das ist einfach mal hintergrundwissen, wenn die Gehirngewaschennen daran glauben das unser leitungswasser ''einwandfrei'' und auf die wirklich sehr lächerliche Trinkwasserverordnung verweist (die der jenige selbst vermutlich nie gelesen hat) dann bitte ... glauben kann berge versetzen ^^
    Vermutlich gehörst du selbst auch noch zu den jenigen die denken Kuhmilch und Zucker sei Gesund XD


    Womit wir wieder beim Totschlagargument der Verschwörungstheoretiker und anderer Leute wären, die glauben, sie alleine würden die Wahrheit kennen und alle anderen sind eben gehirngewaschen oder wollen es nur nicht wahrhaben.

    Wasserforschung scheint mir darüber hinaus kein Schulfach zu sein. Damit wäre das Thema ohnehin erledigt.

    Solche Sprüche sind in meinen Augen oft Ausdruck eines scheinbaren Überlegenheitsdenkens desjenigen, der sie äußert.
    Dass die Pädagogik und dass unser Beruf nicht auf entweder Fächer oder Schüler ausgerichtet sind und beides zusammengehört, dürfte wohl für die meisten KollegInnen evident sein.

    Hier mal für NRW etwas Offizielles:

    §12 ADO

    Zitat

    Unterrichtseinsatz, außerunterrichtliche Angebote
    (1) Lehrerinnen und Lehrer unterrichten in der Regel in den Fächern, für die sie eine Lehrbefähigung erworben haben, sowie in außerunterrichtlichen Angeboten, für die vom Land zusätzliche Lehrerstellenanteile bereitgestellt werden. Über Grundsätze für die Unterrichtsverteilung und die Aufstellung von Stunden-, Aufsichts- und Vertretungsplänen entscheidet die Lehrerkonferenz (§ 68 Absatz 3 Nummer 1 SchulG). Einsatzwünsche vonLehrerinnen und Lehrern sowie behinderungs- und krankheitsbedingte Erfordernisse sollen im Rahmen der Möglichkeiten der Unterrichtsorganisation angemessen berücksichtigt werden. Ein Anspruch auf Unterricht zu bestimmten Zeiten, in bestimmten Klassen und in bestimmten Fächern oder auf die Leitung einer bestimmten Klasse besteht nicht.
    (2) Wenn es zur Vermeidung von Unterrichtsausfall oder aus pädagogischen Gründen geboten ist und die entsprechenden fachlichen Voraussetzungen vorliegen, sind Lehrerinnen und Lehrer verpflichtet, Unterricht auch in Fächern zu erteilen, für die sie im Rahmen ihrer Ausbildung keine Lehrbefähigung besitzen. Eine Verpflichtung zur fachfremden Erteilung von Religionsunterricht besteht nicht.

    §26 APO GOSt

    Daraus ergibt sich im Grunde, dass man die Lehrbefähigung und -berechtigung in dem jeweiligen Fach besitzen muss, um dann auch die (mündliche) Abiturprüfung abzunehmen.
    Die Vorgabe der fachlichen Befähigung und Berechtigung ein Fach in der Oberstufe zu unterrichten suche ich später noch raus.

    P.S. Können wir hier vielleicht rechtsverbindliche Fakten posten und keine Aussagen wie "ich habe mal gehört"?

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