Putin und Erdogan sind Identifikationsfiguren für unsere russischstämmigen und türkischstämmigen MitbürgerInnen, vor allem dann, wenn diese das Gefühl haben, nicht vollständig an unserer (Mehrheits-)Gesellschaft teilhaben zu können oder schlichtweg zwischen den Stühlen stehen. (Eventuelle ideologische Vorprägung durchs Elternhaus schließe ich nicht per se aus!)
Entsprechend anfällig sind sie dann für "Fake News" ebenso wie für "Real News" je nachdem, von welchem Medium sie stammen und ob die News mit dem eigene Weltbild und der eigenen Wertehaltung übereinstimmen.
Letztlich trifft das aber auf alle von uns zu. Man neigt dazu, das zu glauben, was einem in den Kram passt und entsprechend das, was das eigene Weltbild zu erschüttern droht, als Lüge oder Propaganda abzulehnen.
Es erfordert ein ordentliches Maß an Bildung und Selbstreflexion und kognitiver Arbeit, um nicht auf Fake News hereinzufallen.
Unsere westliche Überlegenheitsarroganz dürfte vielen Menschen, die nicht im Westen leben, ziemlich auf den Zeiger gehen. Fragen wir doch einmal die Menschen, die in Afrika, in Asien, insbesondere aber im muslimischen Kulturraum (also Naher und Mittlerer Osten) leben, ob die Weltgeschichte, wie wir sie in unseren Büchern lesen, denn mit ihrer übereinstimmt. Wer das versteht, wird den Terrorismus mit anderen Augen sehen, wenngleich selbstverständlich nicht exkulpieren.