Ja, das ist richtig. Im Zuge der Globalisierung kommen wir hier aber langfristig immer stärker unter Druck, weil unsere akademische Ausbildung ihren Podestcharakter nach und nach verliert und Schwellenländer wie z.B. Indien da rapide aufholen und eine Bevölkerung hat, die problemlos für einen Bruchteil des Lohns qualitativ vergleichbare Leistungen bietet.
Wir können uns die geforderten hohen Löhne auf Dauer im internationalen Wettbewerb nicht leisten. Und von welchem Geld werden diese Löhne letztlich bezahlt?
"Geiz ist geil" ist in allen Bereichen der Gesellschaft angekommen...
Beiträge von Bolzbold
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Nicht ganz richtig. Der Bildungsminister hat als oberster Dienstvorgesetzter gegenüber seinen Beschäftigten auch eine grundgesetzlich garantierte Fürsorgepflicht (Art. 33 Abs 5). Insofern hat er "auch" die Aufgabe der "Protektion der Lehrer". Die Fürsorgepflicht des Dienstherrn ist das Spiegelbild zur Treuepflicht des Beamten. Das eine kann es nicht ohne das andere geben.
Das ist richtig. Allerdings ist das bewusst mit sehr viel Spielraum versehen. So unterliegt die Protektion oder beispielsweise auch die "amtsangemessene Alimentation" letztlich politischen Ränkespielen und den Maßgaben des Finanzministeriums.
Wenn ich mir die neuesten Informationen, die die gymnasiale Oberstufe betreffen, so ansehe, dann nimmt der Anteil an Bürokratie zu, der Anteil an Fürsorgepflicht hingegen nicht. -
Es wird ja oft argumentiert, dass der Minister nicht der oberste fachliche Experte sein muss, da er hierfür seine Experten hat, unter anderem seinen Staatssekretär.
Am deutlichsten wird das bei unseren Außenministern. Keiner der Außenminister, an die ich mich erinnere (ab Genscher), hatte auch nur ansatzweise eine Karriere beim diplomatischen Dienst hinter sich. Sie waren alle letztlich hohe Tiere in ihrer Partei und bekamen in den Koalitionsverhandlungen den jeweiligen Posten zugeschustert.So verhält es sich doch auch mit allen anderen wichtigen Posten. Die werden nach Quote (Frau Sommer), nach Rang in der Partei (Frau Löhrmann) und nach Parteibuch (ab Abteilungsleitung aufwärts) vergeben.
Bei uns in der Schule ist das vom Prinzip her an sich genauso, wobei das Parteibuch dann mit der Nähe zur Schulleitung ersetzt wird. -
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"Nicht gern gesehen" heißt ja noch nicht "nicht erlaubt". Vielleicht kannst Du ja eine win-win-Situation schaffen, indem Du anbietest, das Protokoll der nächsten LK oder ähnliches zu schreiben.
Und wegen einer halben Stunde, die Du früher von der GLK gehst, wirst Du die Probezeit trotzdem bestehen. -
Die letzten beiden Schulministerinnen vor unserer aktuellen in NRW waren Lehrerinnen - Frau Gebauer ist es nicht. Trotzdem macht sie auf mich einen kompetenteren Eindruck als Frau Sommer und Frau Löhrmann.
Insider zu sein muss kein Vorteil sein, zumal die Bildungspolitik und die Verwaltung sich schon deutlich vom Unterrichtsalttag unterscheiden. Und dass man sehr schnell vergisst, woher man kommt, haben wir bei Frau Löhrmann gesehen. -
https://www.mz-web.de/politik/numeru…widrig-29318444
Nun ja......irgendwann brauchen wir gar keine Noten mehr. Oder was meint ihr?
Diese Interpretation ist doch ein wenig eigenartig.
Auf zeit.de wird erklärt, was das Problem ist und dass man es bis Ende 2019 zu lösen hat.
Dass Schulnoten alleine nichts über die Fähigkeit oder Eignung als späterer Mediziner aussagen, sollte einleuchten. Zu meiner Studienzeit gab es noch einheitlich den Medizinertest, den ich vom Prinzip her für eine sinnvolle Ergänzung zum Auswahlverfahren neben der Abiturdurchschnittsnote halte.
Das Prinzip eines Auswahlverfahrens (siehe auch SpoHo, MuHo, KuHo und die NC-Studiengänge) ist ja nicht per se infrage gestellt worden. Problem scheint hier eher der Wildwuchs zu sein, also die fehlende Einheitlichkeit. -
@ O. Meier
Ich finde dieses Herauspicken einzelner Aussagen, die dann von Dir mit Unverständnis kommentiert werden oder scheinbar bewusst missverstanden werden, etwas anstrengend. (Stichwort Theorie - da sollte der Kontext klar gewesen sein.)
Und ja, es spielt eine Rolle, wenn ich als einziger Kollege die Sechs gebe, wenn ich theoretisch aufgrund der Gesamtnotenlage (jetzt klar?) auch einen Punkt hätte geben können. Wenn die anderen Noten nicht ebenso zur Nichtversetzung führen, dann sehe ich keinen Sinn darin, auf einer Sechs zu bestehen, wenn auch ein Mangelhaft minus hätte gegeben werden können.
Das eine ist die Leistungsbewertung. Da kann man auch mal "hart" oder konsequent sein. Wenn damit aber eine Versetzung einhergeht, will das gut überlegt sein. Ich benote letztlich die Leistung in meinem Fach - nicht die Würdigkeit der Versetzung.Da muss man sich als Lehrkraft einfach einmal der Tragweite seiner Entscheidung im klaren sein. Das Argument, dass der Schüler das auch müsste, lasse ich nicht (mehr) gelten. Das sind Kinder. Wir sind die Erwachsenen.
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@ O. Meier
Aber im Zuge meiner Tätigkeit als Stufenberater sehe ich das mittlerweile differenzierter.
Wenn ich als einziger Kollege eine Sechs gebe, wo ich theoretisch auch einen Punkt hätte geben können und so mit meiner Note dafür sorge, dass der Schüler wiederholen muss, dann ist das in meinen Augen pädagogisch mehr als grenzwertig. Zumindest würde ich mich fragen, ob ich die Note aus sachlich vertretbaren Gründen erteile oder ob es nicht doch eher aus Genugtuung, Bestrafung oder sonstigen eines Pädagogen unwürdigen Gründen mache.
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Schau mal in den Unfallfürsorgebestimmungen Deines Bundeslandes nach.
Soweit ich das jetzt überflogen habe, kommen die Länder im Rahmen ihrer Fürsorgepflicht dafür auf, weil Du in Ausübung Deines Dienstes geschädigt wurdest.
Die Schulleitung sollte Dir da kompetent weiterhelfen können. -
Ich halte die Notengebung für einen Fehler.
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Wenn es an diesem einen Fach gelegen haben sollte, dass der Schüler wegen der 0 Punkte wiederhlen muss, dann hätte ich hier aus pädgogischen Gründen nicht die 0 Punkte gegeben.
Er hätte sich dann im kommenden Halbjahr bewähren können. Aus einer 0,5 aus pädagogischen (sic!) Gründen 0 Punkte zu machen und so einen Schüler zur Wiederholung zu zwingen empfinde ich als extremst unglücklich. -
Das hatten wir in Deutschland doch schon.
Was ich hier und heute bedenklich finde, ist, dass wir uns viele Krisen und Probleme herbeireden bzw. viele zum Teil gute, richtige oder zumindest überdenkenswerte Ansätze zur Lösung von Problemen schon im Anfangsstadium totdiskutiert werden.
Uns geht es in Deutschland immer noch relativ gut - und trotzdem bekommen die beiden extremen Parteien 20% der Wählerstimmen. Das ist eine eigenartige Form der Wohlstandsverwahrlosung und der Neidkultur.Ich bin gespannt, wie hier Wahlen ausgehen, wenn wir einmal wirklich in einer spürbaren Krise sind, mit 5 Mio. Arbeitslosen, rechten wie linken Schägertrupps auf der Straße...
... ach nein, das war ja schon (oder erst?) 1930 so... -
...und Bestechlichkeit, Korruption, Gier, Stagnation, Nichts-auf-die-Reihe-Bekommen und bewußt den Wählerwillen zu ignorieren sind dann die "Stärken" der sogenannten "politischen Mitte", oder wie?
Können wir außer billiger, durchschaubarer Polemik jetzt mal wieder etwas faktenbasierteres Niveau in diese Diskussion bringen? -
Verstehe ich nicht, keine dieser Gleichungen konnte ich nachrechnen. Ich habe z.B. 100-91 = 9.
Ist das jetzt Dein Ernst?
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Formal gesehen nein. Während der Prüfung wurde sie akut prüfungsunfähig, was auch jeder Arzt sofort attestiert hätte.
Laut Hoegg wäre hier ein Nachtermin einzuräumen, zumal die Prüfungsunfähigkeit ja offensichtlich war.
Es stellt sich die Frage, ob und wie die Studentin gegen die Entscheidung der Uni vorgegangen ist. Vermutlich hatte sie in dem Moment andere Sorgen und hat womöglich entsprechende Fristen verpasst. -
Vielleicht bilde ich es mir ein, aber mir scheint, dass die meisten unzufrieden mit dieser Inflation des Niveaus sind. Äußerungen wie "Ich finde es toll, das jetzt so viele Abi machen" kommen nicht vor.
Das bringt mich zu der Frage:Würdet Ihr es begrüßen, wenn sich alle Lehrer gemeinsam gegen diesen Trend stellten?
Was ist daran toll, dass man das Abitur quasi verramscht?
Ja, ich würde es begrüßen, wenn wir eine echte Qualitätsoffensive hätten und beispielsweise die Grundschulgutachten wieder mehr Verbindlichkeit hätten und Gymnasien auch Kinder, die keine Gymnasialempfehlung haben, ablehnen dürften. -
Die fehlende inhaltliche Tiefe erachte ich als ein sehr gravierendes Problem, weil sich das an den Unis nahtlos fortsetzt. Mangelnde Abstraktionsfähigkeit, Kritik an Professoren, dass zu wenig praktische Beispiele und zu viel Theorie drankämen.
Ein bekannter Didaktikprofessor aus Bonn sagte dazu ganz klar: Wer mit Theorien oder dem strukturellen Erfassen von theoretischen Texten ein Problem hat, ist an der Uni falsch. Das sehe ich genauso.Wenn Schüler unter Struktur eines Textes die Aufteilung in "Sinnabschnitte" (zufällig dieselbe Zahl wie die Anzahl an Absätzen) verstehen und dann meinen, die inhaltliche Wiedergabe der Sinnabschnitte sei Strukturanalyse, dann ist das ein deutliches Zeichen, dass da etwas grundlegend schief läuft.
Google und Wikipedia suggerieren ferner, dass man nichts mehr wissen muss, weil man es ja nachschlagen kann - und dann doch nicht versteht, weil da so viele blau unterlegte Fachbegriffe stehen, die im Text (sic!) nicht erklärt werden... -
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