Beiträge von Bolzbold

    Eben das, Schantalle.
    Bei uns haben die FL auch immer erst ihre Reisekosten erstattet bekommen, bevor die Lehramtsanwärter aus dem Rest anteilig "entschädigt" wurden.
    Also ich habe auch nur begrenztes "Mitleid" mit den FL, die für die Abnahme von Prüfungen bezahlt werden - weil es Teil ihrer dienstlichen Pflichten ist.

    Beim Lehrersport handelt es sich um eine private Veranstaltung in den Räumlichkeiten der Schule. Daher ist das kein Dienstunfall.
    Beim Kollegiumsausflug - der übrigens gesetlich geregelt ist - handelt es sich um eine dienstliche Veranstaltung, die selbstverständlich auch versichert ist.

    Du meine Güte, als ob man sich als Referendar keine zwei Butterbrezeln, ne Flasche Wasser und zwei Tassen Kaffee leisten kann...

    Bei jeder FoBi wird große Bewirtung erwartet, aber wehe man soll dann selbst mal was besorgen um jemanden zu bewirten...

    Ich finde es wie gesagt unhöflich, nichts anzubieten. Und das schon dreimal, wenn man weiß, dass der FL eine weite Anreise hat...

    Soll er mit einem Rucksäckchen über dem Anzug daherkommen und sich um halb 5 in der Nacht die Brote schmieren?

    Derart anstellen muss man sich doch nicht. Ist einfach eine nette Geste. Fertig.

    Bei einer Prüfungskommission von vier Personen sind das dann ein paar mehr Brezeln, Flaschen Wasser und Tassen Kaffe - insbesondere, wenn der Prüfungstag von 8 Uhr bis 15 Uhr geht. Es geht nicht um leisten können sondern um müssen.
    Und ja, als A15er mit deutlich mehr Kohle in der Tasche hätte ich persönlich als Mitglied der Prüfungskommission ein schlechtes Gewissen, wenn der arme Tropf, der geprüft wird, sich auch noch um mein leibliches Wohl kümmern soll.
    Und nein, mich müsste man nicht bewirten, weil ich für mein leibliches Wohl selbst die Verantwortung trage.

    Anstand funktioniert übrigens durchaus in beide Richtungen.

    Das mit dem Bewirten war bei uns (2005) Standard. Ich habe das an meiner Schule in den vergangenen Jahren auch immer wieder erlebt. Ob das heute noch so ist, müsste ich glatt mal erfragen.
    Der Umstand, dass die Kommission offenbar damals nichts eigenes dabeihatte, spricht dafür, dass das indirekt erwartet wurde. Dass das nicht in die Notenfindung miteinfließt, bedarf wohl keiner Erwähnung.Mittlerweile scheint das Seminar bei uns auch der Bewirtung einen Riegel vorgeschoben zu haben - ob sich alle daran halten, weiß ich natürlich nicht.

    @Morale

    Würde man die User fragen, dann bin ich mir ziemlich sicher, dass Deine Pöbeleien eher als störend empfunden werden als angebliches "Off-Topic-Gelaber", um Dich mal sinngemäß zu wiederzugeben.
    Und Du kannst uns Moderatoren glauben, Du wärst nicht der Erste, der hier heilsbringerisch auftritt und sich dabei im Ton vergreift. Solche User werden hier recht schnell gesperrt. Und das trägt deutlich mehr zum Forumsfrieden und zur Diskussionskultur bei, als sich auf Kindergartenniveau nach dem Motto "die hat aber auch!" herabzulassen, wie Du es tust.

    @Thamiel

    Ich finde Deine Argumentation hat etwas von Korinthenk.....

    Letztlich MUSS zunächst die korrigierende Lehrkraft feststellen, ob es ein Plagiat ist oder nicht.
    Die Entscheidung basiert auf denselben Kriterien, die grundsätzlich bei Korrekturen angewendet werden. Und ganz gleich, wer wann welche Note unter eine Prüfungsleistung (Test, Arbeit, Abschlussarbeit etc.) schreibt, muss er sie fachlich wie rechtlich begründen können - und zwar so, dass der Prüfling diese Note akzeptiert und keine Beschwerde oder je nach Prüfung Widerspruch einlegt.

    Die Kriterien sollten ja bekannt sein:
    - fachliche Kompetenz der Lehrkraft
    - Engagement (wie sorgfältig korrigiere ich)
    - Erfahrung (ja, das ist auch - aber nicht nur - Bauchgefühl)
    - pädagogischer Spielraum (Ermessenssache)
    - Kenntnis und Anwendung der geltenden Prüfungsordnung und übergeordneten Korrekturvorgaben durch Ministerium oder Fachschaft

    Letzteres ist aus meiner Erfahrung oft ein Problem, weil viele Lehrkräfte unsicher im Umgang mit Täuschungsversuchen sind und die Schulleitungen als interne oberste (und oft letzte) Instanz mitunter eine recht eigenwillige Auffassung dazu haben und in der Tendenz schülerfreundlich entscheiden, um Widersprüche und die damit verbundene Arbeit zu vermeiden.

    - Moderation -

    Können wir bitte mal die Schärfe aus der Diskussion nehmen? Geht es hier darum, um jeden Preis Recht zu haben?

    - Moderation -


    Und vielleicht kann man ganz nüchtern feststellen, dass die individuellen Konstellationen gepaart mit unterschiedlichen Entwicklungen in der Zukunft sowohl die eine als auch die andere Variate als die günstigere erscheinen lassen können?
    Letztlich muss man sich selbst die Mühe machen und das Ganze einmal genau durchrechnen, um für sich die günstigere bzw. sinnvollere Variante zu wählen.

    Es geht hier um mehrere aufeinanderfolgende Sätze oder gar ganze Passagen, die wortwörtlic übernommen sind.
    In der Musikindustrie darf ja auch ein gewisser Anteil eines Liedes Ähnlichkeiten zu bereits bestehenden Songs haben, ohne gleich ein Plagiat zu sein.

    Was ich nachvollziehen kann, ist der Umstand, dass die individuelle Empfindlichkeit bezüglich menschlicher Ausdünstungen variieren kann und in anderen Ländern mitunter andere Standards gelten (wobei das m.E.n. eher sozial als kulturell bedingt ist).

    Ich möchte nur daran erinnern, dass jeder einzelne von uns hier sich recht bald hätte übergeben müssen, wenn er plötzlich eine Stadt im Mittelalter betreten hätte. Alles eine Frage der Gewöhnung... :tot:

    Ich finde dieses Thema als Erstlingsposting auch eher merkwürdig.

    Das Austauschen von Blasinstrumenten ist so eine Sache - da wäre ich ganz gleich, welches Kind seinen Mund bereits am Instrument hatte, vorsichtig. Herpes und Co. kann man ja keine Diskriminierung aufgrund von Hautfarbe, Religion o.ä. nachsagen.

    Auch ich würde den TE gerne fragen, wieso das Kopftuch irgendeiner Bemerkung würdig war. "Syrisches Flüchtlingsmädchen" reicht doch. Oder hast Du Dir erhofft, dass wir wie die Hyänen über Jehova, Jehova, Jehova äh Kopftuch uns hermachen?

    Wenn Misstrauen und Argwohn als Zeichen von Stärke, Optimismus und positives Denken als Zeichen von Gutmenschentum und Schwäche interpretiert werden, dann ist das in meinen Augen eine Perversion jeglichen Demokratieverständnisses.

    Wie gut, dass man statt Godwin's Law jetzt die neo-ottomanische Variante als geistige Parallele anführen kann. Ist mal etwas Neues...

    @Frontierer

    Wenn ich die Wahl habe ein Hardliner zu sein, der geltendes Recht unter dem Vorwand moralischer Überlegenheit zu übertreten meint, oder ein scheinbar naiver Gutmensch, dann wähle ich Letzteres. Die herablassende Etikettierung mit "Anhnungsloser" oder "Gutmensch" ist für mich viel besorgniserregender als ein Schüler, der durch Täuschung einen Vorteil erlangt und früher oder später trotzdem einmal auf die Nase fallen wird.

    Ich bin gerade ehrlich gesagt ein wenig ratlos ob dieser Frage.
    Für mich fehlen da noch ein paar entscheidende Informationen, da ich nicht glaube, dass aufgrund einer Elternbeschwerde sofort die Fachaufsicht kommt und einen so unter die Lupe nimmt.
    Da muss mehr vorgefallen sein. Die "Sanktionen" seitens der Fachaufsicht und der Schulleitung klingen nach einem erheblich gestörten Arbeitsverhältnis, dessen Ursachen aus meiner Sicht mit Sicherheit nicht nur auf einer Seite zu suchen sind.

    Die Schilderung ist aus meiner Sicht sehr einseitig und würde einerseits den spotanen Reflex hervorrufen "oh mein Gott, tut man der armen Lehrkraft da an?"
    Dann aber regt sich in mir sofort die Skepsis, die diese Geschichte in der Form nicht recht glauben mag.

    Wenn das Ganze mittlerweile anwaltlich begleitet wird, erübrigt sich von unserer Seite ein "qualifizierter Kommentar". Eine qualifizierte Darstellung möglicher eigener Versäumnisse oder ähnlichem könnte jedoch Licht ins Dunkel bringen und fernab der Polarisierung "schlechte Lehrkraft - selbst schuld" und "böses Regierungpräsidium, arme unschuldige Lehrkraft" differenziertere Äußerungen begünstigen.
    Was sagt der Personalrat zu der Angelegenheit?

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