Ich muss hier tatsächlich einmal Firelily explizit zustimmen. Bullshit ist das definitiv nicht, auch wenn man diskutieren kann, ob ihre Darstellung möglicherweise etwas zu fatalistisch ist.
Firelilys Argumente waren für mich nach langem Überlegen vor einem halben Jahr zentrale Gegenargumente dafür, dass ich mich nicht auf eine solche Stelle beworben habe. Auch wenn wir an der Front (d.h. im täglichen Unterricht) vieles, was von oben kommt, mit der Faust in der Tasche umsetzen müssen, so haben wir nach wie vor einige Gestaltungsspielräume.
Ob ich diesen Spielraum beispielsweise als Redenschreiber von Frau Löhrmann noch gehabt hätte, ist äußerst fraglich. (Und ja, dieser Posten war vor ca. einem halben Jahr ausgeschrieben!) Auch die Arbeitsfelder der anderen Stellen als pädagogischer Mitarbeiter legten den Schluss nahe, dass eine gewisse Affinität zur bildungspolitischen Linie von rot-grün (d.h. Bildungsegalitarismus - jeder soll gleich unterdurchschnitlich sein) förderlich gewesen wäre.
Meine bildungspolitischen Ansichten hätten dann doch eine gewisse Divergenz zu denen im Ministerium aufgewiesen. Ich bin im Nachhinein davon überzeugt, dass ich mit der Tätigkeit als päd. MA. nicht glücklich geworden wäre.
OT: Ich trage in der Schule Stoffhosen sowie Hemd und Sakko. Für mich gehört zum Bild des Gymnasiallehrers eine gewisse modische Seriosität. Das hätte ich ebenso im Ministerium so gehandhabt. Aber auch bei uns gibt es alles von knüsselig bis Kostüm.