Beiträge von Bolzbold

    Das wirklich Gruselige daran ist, dass eigene Kindheitserfahrungen mit Gewalt und autoritärem Erziehungsstil einiger User und Schreiber in diesem Thread im Nachhinein auf der Basis der als erwiesen erachteten Langzeitwirkung auf die heutige Zeit übertragen werden und so die damaligen Methoden mittelbar als legitim erachtet werden. Als Kinder haben sie dies mit Sicherheit nicht so empfunden - und das würde der thüringer Klobeschmutzer sicherlich auch nicht.
    Glücklicherweise haben sich die Menschheit und die [lexicon='Pädagogik',''][/lexicon] bis auf einige Ausnahmen weiterentwickelt.

    Ich muss gestehen, dass es mir schwerfällt, bei solchen geistigen Aussetzern sachlich zu bleiben - dann wiederum erleichtert es mich ungemein, dass sich die Urheber selbiger Aussetzer außer Stande sehen, sich der Diskussion zu stellen.

    Es gibt irgendwann (oder vielleicht ist das auch schon gewesen) eine Koordinierungskonferenz der Bezirksregierung, in der die Stellenplanangelegenheiten geregelt werden.
    Wenn Du eine direkte Auskunft haben möchtest, wendest Du Dich an Deinen Sachbearbeiter bei der Bezirksregierung und fragst ihn. Ggf. stellt er Dich ins Stellenplanbüro weiter.

    Normalerweise musst Du doch auch einen "Rückkehrerantrag" stellen, oder nicht? Da müsstest Du dann auch Deinen Schul- und Ortswunsch eintragen. Das hätte m.W.n. zum 1.02. für das dann kommende Schuljahr erfolgen müssen.
    Ob Dein Arbeitsverhältnis wirklich mit dem Beginn der Sommerferien beginnt, weiß ich nicht - und es würde mich wundern, da die Ferien bei der Elternzeit ja nicht ausgespart werden dürfen, es sei denn, das Ende des Bezugszeitraums des Elterngeldes fällt mit dem Ende der Elternzeit zusammen.

    Ich finde, dass ein Großteil der Diskussion sich um persönliche Profilierung im Rahmen der eigenen pädagogischen Erfahrung als Lehrer oder Elternteil dreht. Frei nach dem Motto "ich habe selbst auch schon eine Toilette von innen gesehen und auch schon benutzt, also kann ich mitreden." Das geht an der eigentlichen Problematik vorbei.

    Der Junge benimmt sich auf dem Klo daneben und soll künftig nur noch in Begleitung gehen. Die Eltern sehen das als Diskriminierung an und versuchen so, den moralischen schwarzen Peter an die Schule zurückzuspielen.
    Da müssen wir weder über Entwicklungsstörungen, abgestufte Formen von (Un)Verständnis oder dergleichen sprechen und uns so als den besseren Pädagogen zu positionieren versuchen.

    Das Verhalten des Schülers ist nicht in Ordnung und die Schule muss reagieren - ich denke, da dürften wir uns einig sein. Das hat die Schule nun getan. Die Eltern sind nicht einverstanden, die Schulleitung hingegen stützt die Maßnahme.

    Einmal vom Thema Klo und dem damit verbundenen individuellen Ekelfaktor abgesehen ist das ein völlig normales Ereignis, wie es sich an vielen Schulen tagtäglich abspielt. Ebenso normal sind die Reaktionen der Lehrkraft und leider auch die der Eltern. Wie so etwas nun weitergehen kann, dürfte ebenfalls jeder aus seiner individuellen, aber keinesfalls für alle Situationen verallgemeinerbaren Erfahrung als Lehrer und Elternteil wissen.

    Der Risikozuschlag ist doch nach oben hin begrenzt. Es schadet ferner nicht, bei verschiedenen Unternehmen anzuklopfen. Als Beamter gibt es die so genannte Öffnungsklausel. Die PKV muss Dich nehmen.

    Hat sich mal jemand gefragt, wieso die "exzellenten Absolventen" außer aus Berufung ins Lehramt gehen?

    Richtig, weil sie in der freien Wirtschaft, gerade als Geisteswissenschaftler, sich von Praktikum zu Praktikum und von befristeter Stelle zu befristeter Stelle hangeln. Da warten nicht zwanzig Unternehmen auf einen und betteln darum, dass man bei frei verhandelbarem Gehalt und Dienstwagen zu ihnen kommt. Auch bei den Naturwissenschaftlern ist das nicht automatisch so, dass man mit guten Abschlüssen sofort hochdotierte Posten bekommt.
    Ich frage mich manchmal, was für Vorstellungen einige hier von der freien Wirtschaft haben.

    Was die Systemkritik angeht: Solange es Menschen gibt, die zu den genannten und vorher bekannten und öffentlich recherchierbaren Bedingungen Lehrer werden, gibt es für das System keinen Grund, daran etwas zu ändern.
    Und Du, liebe Firelily, bist der beste Beleg dafür - trotz Deiner fachlichen, menschlichen und moralischen Überlegenheit uns allen hier gegenüber.

    Ich muss hier tatsächlich einmal Firelily explizit zustimmen. Bullshit ist das definitiv nicht, auch wenn man diskutieren kann, ob ihre Darstellung möglicherweise etwas zu fatalistisch ist.
    Firelilys Argumente waren für mich nach langem Überlegen vor einem halben Jahr zentrale Gegenargumente dafür, dass ich mich nicht auf eine solche Stelle beworben habe. Auch wenn wir an der Front (d.h. im täglichen Unterricht) vieles, was von oben kommt, mit der Faust in der Tasche umsetzen müssen, so haben wir nach wie vor einige Gestaltungsspielräume.
    Ob ich diesen Spielraum beispielsweise als Redenschreiber von Frau Löhrmann noch gehabt hätte, ist äußerst fraglich. (Und ja, dieser Posten war vor ca. einem halben Jahr ausgeschrieben!) Auch die Arbeitsfelder der anderen Stellen als pädagogischer Mitarbeiter legten den Schluss nahe, dass eine gewisse Affinität zur bildungspolitischen Linie von rot-grün (d.h. Bildungsegalitarismus - jeder soll gleich unterdurchschnitlich sein) förderlich gewesen wäre.

    Meine bildungspolitischen Ansichten hätten dann doch eine gewisse Divergenz zu denen im Ministerium aufgewiesen. Ich bin im Nachhinein davon überzeugt, dass ich mit der Tätigkeit als päd. MA. nicht glücklich geworden wäre.


    OT: Ich trage in der Schule Stoffhosen sowie Hemd und Sakko. Für mich gehört zum Bild des Gymnasiallehrers eine gewisse modische Seriosität. Das hätte ich ebenso im Ministerium so gehandhabt. Aber auch bei uns gibt es alles von knüsselig bis Kostüm.

    Völlig richtig!
    Darüber hinaus empfehle ich, sich mit dem "Pareto-Prinzip" auseinanderzusetzen. Ich denke, die letzten 20% oder im Ref. gar die 30%, um über die 100% zu kommen, sind es, das vielen Referendaren die letzte Energie raubt.

    Ich habe in den zehn Jahren mit voller Stelle immer wieder die Erfahrung gemacht, dass bei vielen Dingen 80% in der Tat mit sehr wenig Aufwand zu erreichen sind. Bei einigen Dingen, wo es mir wichtig war, 100% zu erzielen, war der Aufwand in der Tat erheblich höher.

    Das Ref. ist eine zeitaufwändige Ausbildung - aber man sollte um jeden Preis verhindern, dass 18 bis 24 Monate an Lebenszeit nahezu ausschließlich darauf verwendet werden.

    Deswegen ja eine Funktionsstelle und die Beförderung - das ist die Kompensation für die Übernahme der zusätzlichen Arbeit. Stundenreduktion gibt es erst ab A15 - aber die Koordinatoren haben in der Tat einiges zu tun und gehen bei uns oft als letzte nach Hause.

    Lieber Stan,

    zum Umgang bzw. Verhältnis von Lehrern und sozialen Netzwerken gibt es in zahlreichen Bundesländern entsprechende Vorgaben. Ferner empfehle ich Dir die Lektüre der landesspezifischen Verordnungen zum Datenschutz.
    Da dürfte dann relativ klar drinstehen, dass Fotos, die im schulischen Rahmen gemacht wurden, auf Deiner privaten Seite nichts verloren haben. Die Eltern unterschreiben für gewöhnlich nur ihr Einverständnis für Herstellen und Veröffentlichen von Fotos im unmittelbaren (sic!) schulischen Kontext, d.h. auf schulischen Veranstaltungen für die Homepage der Schule, die Schulbroschüre etc.
    Auf keinen Fall sind Fotos von Schülern für private Zwecke oder zoologische Studien für Deine Freunde vervielfältigbar online zu stellen.

    Es freut mich, dass Du Dein Referendariat offenbar toll findest und einen guten Draht zu Deinen Schülern hast. Lass Dich dadurch aber nicht zu Dummheiten verleiten.

    Interessant. Ich habe jedes Jahr mehrere Hundert Euro an Fachliteratur, Unterrichtsmaterial, Verbrauchsmaterial etc. angegeben und alles ist glatt eins zu eins durchgegangen.
    Ich erstelle immer eine separate Liste mit den Werbungskosten inklusive der Belege. Wenn ich den Eindruck habe, dass der Sachbearbeiter nicht weiß, wofür ich etwas angeschafft habe, wird das in der Tabelle unter "Bemerkungen" kurz erläutert.
    Da hat noch nie ein Sachbearbeiter gemoppert. Im Zweifelsfall würde ich die Dienstordnung hinzufügen, aus der hoffentlich hervorgeht, dass Lehrer ihren Unterricht auf der Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse vorbereiten und erteilen müssen und dann selbst erläutern, dass diese Kenntnisse folglich auch durch entsprechende Literatur erlangt werden müssen. Dasselbe würde ich beim Unterrichtsmaterial angeben. Es ist Teil unserer Dienstpflichten, denen wir zu Hause mangels eigenem Arbeitsplatz (daher ja die die offenbar nicht beanstandete Absetzbarkeit des häuslichen AZs) nachkommen.

    Ich kann es nur noch einmal wiederholen:

    Teilzeit war und ist ein Verlustgeschäft, da der Normaufwand für den Beruf so hoch ist, dass sich die effektive Reduktion des Deputats nicht eins zu eins auf die Arbeitszeit auswirkt. Teilzeitkräfte haben Recht - und die dürfen und sollen sie auch durchsetzen. Eine Schulleitung geht auch mit Teilzeitkräften immer so weit, wie man sie lässt bzw. wie die Teilzeitkräfte sie lassen. Ich arbeite auch immer noch daran, aber wir müssen alle lernen, öfter mal "nein" zu sagen und dies auch durchzuboxen.

    Auch wenn es wieder off topic ist, so möchte ich anhand dieses Threads doch noch einmal festhalten, dass genau diese Form der Auseinandersetzung und des Umgangs miteinander das ist, die die Stimmung in diesem Forum nachhaltig verdirbt.
    Ich würde hier jedem User empfehlen, sich selbst und seine Meinung nicht für so wichtig zu nehmen, wie sie mitunter hier mit unterschwellig bis offensichtlichem Absolutheits- oder Besserwisseranspruch postuliert wird.
    Wir wissen alle, dass man hinter dem PC versteckt ganz andere (größere) Töne spuckt, als man sie bei einer Diskussion von Angesicht zu Angesicht führen würde, auch wenn das einige womöglich jetzt wieder lautstark abstreiten würden.
    Wir wissen auch, dass man sich in Foren lieber in die Position der Offensive begibt und seinen Standpunkt lieber bis zum Ende durchdrückt, als dass man auch nur ein Jota nachgeben würde und dies gar ebenso öffentlich einräumen würde.

    https://xkcd.com/386/

    Ist es wirklich DAS, was zählt?

    Das einzige was man effektiv machen kann, ist, sich die Zeit und damit das Geld durch regelmässige Krankmeldungen wieder reinzuholen.
    Wenn man so menschenverachtend ausbeutend behandelt wird als Teilzeitkraft, muss man sich auch etwas kriminelle Energie aneignen. Denn etwas anderes als Erschleichung von unbezahlter Arbeitskraft macht der Dienstherr auch nicht mit seinen Teilzeitregelungen. Dafür kämpfen, dass man beispielsweise mit halber Stelle auch nur halb so viele Arbeitsstunden abzuleisten hat (wie es in jedem anderen Beruf ja möglich ist!), ist ein Kampf gegen Windmühlen.

    So stellt man sich also über das Gesetz, obwohl man gelobt hat, dieses zu achten. Das ist schon ziemlich selbstgerecht. Würdest Du Deinen Schülern auch zugestehen, im analogen Fall ohne Sanktionen blau machen zu dürfen?
    Es gibt keine Gleichheit im Unrecht. Und indirekt zu solchen Methoden wie oben von Dir beschrieben aufzurufen, halte ich auch für völlig daneben.

    Hallo,

    mit einem beliebigen Photoshop Programm auf "Bildgröße" gehen und dort die Auflösung auf maximal 150ppi setzen und bei Kameras mit 10Mio Pixeln die Seitengröße der Bilder auf 10x15cm oder so verkleinern. Dann sollten das recht kleine Dateien werden.

    Die Wenger-Koffer sind übrigens deutlich günstiger, zwar schwarz, aber ungemein praktisch und qualitativ auch gut.

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