Ich muss gestehen, ich tu mich schwer, solche Pauschalphrasen wie von Arabella ernst zu nehmen. Das hört sich mir zu sehr nach studentischem Weltverbesserertum an und ist gleichzeitig argumentativ allenfalls mit Allgemeinplätzen und unreflektiertem Wiederholen von den erwähnten "Mythen" gespickt.
Von einer akademisierten Person sollte man da in der Tat mehr erwarten dürfen.
Ich kann ferner Mikael in seinen Ausführungen nur unterstützen. Das, was im Schulgesetz niedergeschrieben ist, soll überspitzt formuliert im Wesentlichen kraft der dort geschriebenen Worte erfolgen.
Was weißt Du über die Personalschlüssel an Schulen, über die Stellenzuweisungen von Sonderpädagogen, über das (Nicht)Vorhandensein von Material zur individuellen Förderung und vom zeitlichen Aufwand dies zu realisieren?
Nur zehn Minuten Gedanken (sic!) über das Leistungsbild eines Schülers bedeuten bei >200 Schülern gut eine Arbeitswoche an reiner Gedankenarbeit, ohne dass unterrichtet worden wäre, vorbereitet worden wäre, Förderpläne geschrieben worden wären, adäquates Material gesucht und/oder bereitgestellt worden wäre. Rechnen wir jetzt noch ein paar Minuten pro Arbeitsgang pro Schüler hinzu, sollte klar sein, was hier verlangt wird.
Es steht Dir aber in der Tat frei, gemäß Deinen Vorstellungen zu arbeiten. Die Betonmauer wartet - und sie wird nicht im letzten Moment beiseitespringen.
Gruß
Bolzbold