Es mag sich unzumutbar anfühlen - das räume ich gerne ein - doch ist es Alltag zu Beginn des zweiten Halbjahres. Die Q2 MUSS logischerweise ihre Vorabiklausur Anfang März schreiben und die Q1 muss im Idealfall wenigstens sechs Wochen (und die Osterferien gehen davon noch ab) bis zur nächsten Klausur im zweiten Quartal Puffer haben. Das geht in der Tat nicht anders. Letztlich kannst Du sie nur eine nach der anderen wegkloppen - das würdest Du auch dann tun, wenn die Q1er eine oder zwei Wochen später lägen.
Ich arbeite mit im Oberstufenteam und kann daher bestätigen, dass die Klausurpläne aufgrund vieler anderer Termine, Vorgaben wie nicht mehr als drei Klausuren pro Woche etc. immer mit der heißen Nadel gestrickt sind.
Letztlich kommt Dein Dilemma nicht durch die Klausurplanung sondern durch Deine Unterrichtsverteilung zustande. DAS ist in meinen Augen das Ausgangsproblem.
In beiden Fällen, ob nun mit Groll auf den Klausurplan oder auf die Unterrichtsverteilung wirst Du mit einem Gang zum Personalrat nicht viel reißen können. Hier verhält sich ja nicht die Schulleitung absichtlich "falsch". Ferner solltest Du berücksichtigen, dass je nach Modifikation des Klausurplans andere Kollegen stattdessen betroffen wären.
Was sollte der Personalrat denn in diesem Fall konkret tun?
Klausurplanung betrifft ALLE Kollegen, die in der Oberstufe unterrichten - und die haben in der Regel auch in der Unter- und Mittelstufe Lerngruppen. Such is life. Es ist eine Frage der Organisation und des Umgangs mit der Situation. Dann brauchst Du halt mal drei oder vier Wochen, bis Du eine Klausur zurückgibst. Das ist dann eben mal so. Und an Korrekturtagen kannst Du wirklich eine Menge wegkloppen, wenn Du die wirklich konsequent nutzt. Es ist ein Entlastungsangebot der Schulleitung, das ich in jedem Fall annehmen würde, sofern Du Dich dadurch nicht in andere organisatorische Nöte bringt.
Gruß
Bolzbold