ich denke, dass der lehrermangel dadurch verursacht ist, dass die stellen zu unattraktiv sind. und ein höheres gehalt oder geringere arbeitszeit erhöhen die attraktivität. auf dem markt ist es doch so, dass angebot und nachfrage den preis bestimmen.
ich verkaufe mich nicht unter wert. ich werde auf keinen fall meine jetzige stelle aufgeben, wenn ich keine attraktivere bekomme. da wäre ich ja verrückt. will sagen: die verantwortlichen dürfen sich nicht über den mangel wundern, wenn sie so unflexibel sind.
Isoliert betrachtet hast Du Recht. Nun sind die Länder aber chronisch klamm, was sich auch auf die Bezüge der Beamten auswirkt. Ferner würde es erheblichen Unfrieden innerhalb der Kollegien stiften, wenn Kollegen für weitgehend dieselbe Arbeitsleistung spürbar mehr Gehalt bekommen, nur weil es auf dem Markt weniger Bewerber mit einer bestimmten Fächerkombi gibt. Und was ist mit den bereits etablierten Kollegen mit denselben Fächern?
Wenn Du hier querliest, wirst Du ferner feststellen, dass der Lehrerberuf eine bestimmte Schwerpunktsetzung innerhalb der Größen "Einkommen", "Arbeitsbelastung", "Wertschätzung durch die Gesellschaft" und "Sicherheit im Job" darstellt.
Wenn Du eine andere Schwerpunktsetzung wählst, was ja völlig legitim ist, dann wirst Du mit dem Beruf des Lehrers nicht glücklich.
Was reizt Dich eigentlich daran, in den Schuldienst zu gehen, wenn Du trotzdem den Eindruck hast, Dich angesichts des Gehalts und Deines augenscheinlichen Marktwerts unter Wert zu verkaufen?
Gruß
Bolzbold