Nun ja, als weiterführende Schule macht man es sich dann aber zu leicht.
Wenn ich eine 5. Klasse mit 26 bis 30 Schülern habe, die im Extremfall von 8 verschiedenen Grundschulen mit entsprechend qualitativ wie inhaltlich unterschiedlichem Englischunterricht habe, dann muss ich zu Beginn ohnehin die Schüler erst einmal da abholen, wo sie stehen. Es kommt dann unterstützt durch die Lehrwerke zu einem gewissen "Homogenisierungsprozess", so dass eine gemeinsame Arbeitsgrundlage für alle Schüler geschaffen wird. Da würde ich die Beschwerden der Kollegen der "höheren Schulen" eher gelassen nehmen.
Ein Native-Speaker als Schulleitung ist so gesehen eigentlich der "Overkill", das kann man schlichtweg nicht als Standard setzen. Und wenn die NRW-Landesregierung einen so niedrigen Anspruch an die Qualität ihrer Englischlehrer im Primabereich hat(te) - und teilweise werden einem die C1-Scheine ja wirklich hinterher geworfen, wie ich aus dem eigenen Umfeld weiß - dann kann und darf das nicht zum Problem der Lehrkräfte werden, die unter den offiziellen und somit regulären Bedingungen ihre Qualifikation erworben haben.
Wer Englischlehrer haben möchte, die diese Vorbildfunktion erfüllen, der muss sie entsprechend ausbilden - und die C1-Schein-Variante ist dazu denkbar ungeeignet.
Gruß
Bolzbold