ZitatOriginal von Loyola
Ich finde es traurig, dass diese Probleme immer nur die Probleme der Mütter sind, nicht die der Väter. Natürlich ist es eine Option, für (kleine) Kinder zu Hause zu bleiben, aber warum soll das immer die Mutter sein?
Ist es nicht möglich, dass Dein Partner beruflich ein wenig zurückschaltet und Dich stärker entlastet?
Auch ist es mit 1,5 Einkommen evt. ja auch möglich, eine Haushaltshilfe einzustellen, sodass Du zumindest mit Putzen und Waschen weniger zu tun hast.
Gute Frage. Fragen wir weiter:
Bestehen die Männer auf ihrer beruflichen Selbstverwirklichung und zwingen die Frauen zu Hause zu bleiben?
Stecken die Frauen tendenziell eher zurück, weil sie es als ihre Pflicht ansehen, oder weil es gesellschaftlich erwartet wird?
Zeigen sich Arbeitgeber bei Männern weniger tolerant und entgegenkommend und tragen so zum Erhalt des traditionell geprägten Rollenbildes bei? (=> Überstunden)
Bedeutet das in der Folge eine größere Gefahr für Männer, nach der Elternzeit ihre Karriere nicht nahtlos fortsetzen zu können?
Geschlechterunabhängig stellt sich dann noch die Frage, wie der Vollzeit arbeitende Partner den Ausgleich zwischen dem Druck durch den Arbeitgeber und dem Druck durch die familiären Probleme, die sich ggf. daraus ergeben, herstellen soll.
Emanzipation ist ja eine schöne Errungenschaft. Wenn sie aber nur innerhalb der Kernfamilie gelebt werden kann und gesellschaftlich in der immer noch von überwiegend männlichen Führungskräften geprägten Arbeitswelt de facto nur eingeschränkt gelebt wird, dann wird dieses Problem wohl noch eine Weile bestehen bleiben.
Gruß
Bolzbold