Hallo und herzlich willkommen in diesem Forum.
Schau doch mal hier.
Frage: Verbeamtung trotz ADHS Diagnose und Medikation? - Referendariat - lehrerforen.de - Das Forum für Lehrkräfte
Beiträge von Bolzbold
-
-
Firelilly mag sich sicherlich zu drastisch ausgedrückt haben, aber der Grundtenor stimmt. Ich erlebe das gerade bei meinen Kindern in unterschiedlichen Ausprägungen. Und bei meinen Schülerinnen ebenfalls.
-
Langfristig wollen wir als Gesellschaft ja auch nicht, dass die Menschen verdummen und jeden Mist nachschauen müssen, weil sie selbst keine Ahnung haben.
Und genau DAS ist aktuell ein riesiges Problem. Es geht darum zu glänzen, geleckte Ergebnisse zu präsentieren und Lorbeeren für etwas einzuheimsen, was einem gar nicht zukommt. Das sind mithin die langfristigen Folgen der Outputorientierung gepaart mit dem vermeintlichen oder echten Konkurrenzkampf, der vordergründigen Selbstoptimierung und Selbstdarstellung.
Die digitale Welt vermittelt eine Perfektion, von der die SchülerInnen eigentlich wissen sollten, dass es diese nicht gibt. Und dennoch wollen sie so sein - aber eben nichts dafür tun. Selbsternannte InfluencerInnen und Z-Promis
belegensuggerieren ja, dass das erfolgreich sein kann. -
Wobei KI das dann genauso wieder kann, oder?
Danke Ratatouille für den Hinweis zu Perplexity, das hat mir gerade für meine Arbeit geholfen...
Da sollen die Schüler eben ihre eigenen Erkenntnisse zu Papier bringen - das dürfte dann schwieriger werden.
-
Gleichung, Gleichungen lösen | Mathe by Daniel Jung - YouTube
Nehmen wir mal dieses Beispiel.
Der Unterricht der MathematikkollegInnen ist (hoffentlich) deswegen besser, weil das Video ein sehr hohes Tempo hat und gerade die denkfauleren SchülerInnen oder diejenigen, die eben geistig nicht so schnell unterwegs sind, hoffnungslos abgehängt werden. Im Unterricht kann man Zwischenfragen stellen, Zwischenschritte ausführlicher erläutern, ggf. Rechenfehler der SchülerInnen korrigieren.Ich habe die Erklärung von Herrn Jung verstanden, allerdings kann ich mir gut vorstellen, dass die meisten AchtklässlerInnen hier vom Tempo überfordert wären.
Videos werden von den SchülerInnen für gewöhnlich schlicht nur konsumiert. Ein Lernvideo setzt eine innere Grundeinstellung voraus, die nicht auf Konsum sondern eigenes geistiges Nachvollziehen ausgerichtet ist. Eigene geistige Anstrengung, um einen Sachverhalt zu durchdringen und wirklich zu verstehen.
Die Videos suggerieren, dass man ohne eigene geistige Anstrengung einen komplexen Sachverhalt passiv rezipierend verstehen könnte. -
Ich habe gerade darüber nachgedacht, ob man den SchülerInnen als Prüfungsaufgabe nicht einen Ausgangstext gibt, sie eine KI-Lösung finden sollen und im Anschluss für den AFB III diese Lösung auf ihre Stichhaltigkeit überprüfen sollen.
-
Wenn ich nicht gerade selbst Aufsicht führen muss, gehe ich oft in der Frühstückspause ins Lehrerzimmer, damit genau diese Ansprechbarkeit gewährleistet ist. Das Lehrerzimmer liegt eine Etage über dem Verwaltungstrakt, so dass man auf dem Weg ins Lehrerzimmer nicht am Verwaltungstrakt vorbeikommt.
Wir reden hier von einer Nichterreichbarkeit wegen Aufsicht o.ä. als Ausnahme. Ich habe ja in den letzten 20 Jahren so einige Schulleitungen kennengelernt. Keine davon hat sich in der Pause eingeigelt und war so per se nicht erreichbar.
-
In der Theorie sollten Aufsichten von pädagogischem Assistenzpersonal oder Erziehern durchgeführt werden. In der Praxis hängt dies in der Tat an Lehrkräften, obwohl diese überqualifiziert und ehrlicherweise auch mit ihrer Fachkompetenz an ganz anderer Stelle benötigt werden.
In der Theorie wie in der Praxis ist das im Schulwesen in NRW gar nicht vorgesehen - § 10 Abs. 2 ADO NRW ist da ziemlich eindeutig.
-
Ein Beispiel nannte Seph bereits - kollegiale Beratung in Pause ist eine originär von der SL geeignet ausführbare Aufgabe ob ihr Weisungsfunktion während die Aufsicht hier nicht ganz so geeignet scheint, da die qualifizierte Pausenberatung nicht durch den Hausmeister übernommen werden kann.
In NRW zählen Pausenaufsichten zu den so genannten "vorrangigen Dienstgeschäften". Dass eine kollegiale Beratung somit auch wann anders stattfinden kann/muss, wurde ja in der ersten Erwiderung auf diese Argumentation festgestellt.
-
Quelle? (Ich habe mündliche anderslautente Informationen von der BezReg.)
Quelle ist das OVG. Und dessen Urteile sind dann doch mittelbar bindend für die Schulaufsicht und die Schulen.
§ 13 Abs. 5 APO-GOSt in Verbindung mit § 48 Abs. 4 SchulG und einem Urteil des OVG vom 08.06.2020, Az. 19 E 464/19; hier liegt auch ein älteres Urteil vom 29.08.2019 mit gleichlautendem Tenor vor (19 B 1081/19).
Ich zitiere:
"§ 48 Abs. 4 SchulG NRW [und] § 13 Abs. 5 Satz 1 APO-GOSt ermöglichen keine Nachholung von versäumten Leistungsnachweisen in größerem Umfang, wenn der Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg am Schulbesuch gehindert war und einen so erheblichen Teil des Unterrichts eines Schuljahres versäumt hat, dass eine Bewertung seiner Leistungen unmöglich ist. [...]
Es entspricht nicht dem Sinn und Zweck der Nachholung, versäumte Leistungsnachweise in größerem Umfang zu ersetzen, wenn der Schüler über einen längeren Zeitraum hinweg am Schulbesuch gehindert war und somit einen erheblichen Teil des Unterrichts versäumt hat."Das Urteil bezieht sich auf einen extremen Fall, bei dem ein Schüler nur an drei Tagen in der Schule war. Es kommt jedoch zu keinem anderen Ergebnis als bei dem Urteil von 2019, bei dem ein Schüler drei Monate gefehlt hatte (Anfang März bis Anfang Juni) - damit wären wir bei über 50% an Fehlzeiten.
Ob ein/e Schüler/in beurteilbar ist, entscheidet die Lehrkraft. Bei Anwesenheitszeiten von deutlich unter 50% dürfte das kritisch werden. Und man muss auch die SchülerInnen im Blick behalten, die immer da sind, aber eben nur in wenigen Stunden Leistungen bringen und so auf ein Defizit kommen. Will man dann einem Schüler, der nur 20% Anwesenheitsquote hat, bei drei "Sternstunden" dann ein "befriedigend" oder besser geben? (Das tun leider einige KollegInnen, weil sie Angst vor Widersprüchen haben oder völlig arglos sind.)
-
Auch dann, wenn die S sich (selbst) für alle Fehlzeiten entschuldigt haben?
Ja. Zumindest im Bereich sonstige Mitarbeit sind die Schülerinnen dann nicht bewertbar.
-
Wenn wir einmal das Personal in Kindergärten, in der OGS oder anderen Betreuungseinrichtungen als Vergleichsmaßstab nähmen, dann wären alle Lehrkräfte überqualifiziert für profane Aufsichten. Das kann ungeachtet jeder Ausbildung jede ungelernte Kraft, die man im Vorfeld instruiert hat.
-
Es geht um Schüler, die eigentlich nie im Unterricht sind, bei den Klausuren überraschend gute Resultate haben und bei denen man weiß, dass sie nichts können. Und die werden dann womöglich noch versetzt. Und die Ehrlichen sind die Dummen.
Da kann eine Ermittlung der Anwesenheitsquote helfen. Ist diese deutlich unter 50% sind wir im Bereich der Nicht-Bewertbarkeit. Das hat für SchülerInnen mitunter ganz erhebliche Konsequenzen.
-
Ich frage mich dann immer, ob das nicht eine verquere Variante von "Survivor's Bias" ist. Das sind halt die, die wir erkennen. Wer weiß schon, wie viele es hinbekommen, die Prompts so zu formulieren oder das, was die KI ausspuckt, so anzupassen, dass es eben nicht durch diese Punkte auffällt.
Die Passagen sind sprachlich "überperfekt", sprich in einen völlig verdichteten, mit vielen Fachausdrücken gespicktem Englisch, doch gehen die Passagen oft am Thema vorbei, weil wie gesagt die KI das methodisch nicht hinbekommt.
SchülerInnen, die das im Vorfeld bei den Übungsphasen gar nicht hinbekommen - und diese Schreibproben, oder eben die KI-Betrugsversuche habe ich ja vorher schon gesehen - schaffen das auch nicht in der Klausur bzw. fallen als Betrüger auf. -
Dann muss er zumindest das Klassenzimmer aufsuchen. Es ging ja darum, ob die SL feststellt, dass alle zu Beginn eintragen und pünktlich den Unterricht beginnen.
Das Sicherstellen der korrekten Ausführung dieser dienstlichen Pflichten ist auch die Aufgabe von Schulleitung. Es kommt m.E. eher darauf an, wie man sie ausübt.
-
Zweithandy und längere Klogänge, oder neben einer Wand sitzen, so dass man das Handy zwischen Oberschenkel und Wand nicht sehen kann. Dieses Schema haben wir dann früher oder später bemerkt.
Als ich die jeweiligen Personen dann mittig und vorne platziert habe, war Ruhe. Interessanterweise kam trotz KI dasselbe (unterdurchschnittliche) Ergebnis heraus wie mit KI.
Die KI kann in der Regel die inhaltlich-methodische Bearbeitung gar nicht so hinbekommen wie das in einer Klausur sein soll. Insbesondere dann, wenn der Text nicht vorher der KI "gefüttert" wurde.
Man kann auch alle Schüler einmal bitten, ihre Handys mit beiden Händen über den Kopf zu heben - dann sieht man schnell die Smartwatches...
-
Ich habe zunehmend den Eindruck, dass hier ist wieder einmal ein "Ich habe keinen Bock auf digitales Klassenbuch und erfinde jetzt Probleme, weil ich nicht möchte, dass irgendjemand überprüfen kann, ob ich meine Arbeit mache"-Thread.
Auch ich kann mich nicht dieser Deutung entziehen.
Eine solche Diskussion um das digitale Klassenbuch gabe es an den beiden Schulen, an denen ich das erlebt habe, nicht.
Es gibt Admin-Zugänge, unter anderem für die SL, und wir können natürlich sehen, ob jemand etwas eingetragen hat und wann das war. Das wäre bei einem Blick in analoge Klassenbücher nicht anders. Und ja, es ist die Aufgabe der SL so etwas zu kontrollieren. -
Gemessen an den schnellen und teils großen Autos, für die man mit einem "normalen" Auto selbst bei geringfügigem Überschreiten der Höchstgeschwindigkeit als Verkehrshindernis erachtet wird, machen diese "Mopedautos" doch einen verschwindend geringen Anteil aus. Da sind die PicNic-Fahrzeuge, die auf 50km/h reduziert sind, von der Häufigkeit her schlimmer...
-
Ich finde es gerade amüsant, dass Trump und Musk auch nur daran denken konnten, miteinander arbeiten zu können.
Solange beide einander von Nutzen waren...
-
Was da gerade läuft ist ... interessant. Und kindisch. Irgendwie.
Eine Frage, die in diesem Zusammenhang von Musk gestellt wurde, finde ich aber wirklich interessant, soweit mich die US-parteienpolitik interessiert: "Braucht (US-)Amerika eine neue Partei, die die Mitte vertritt?"
Das würde voraussetzen, dass es diese Mitte gibt und dass die Demokraten diese Mitte nicht abbilden bzw. abdecken. Ich hätte die Demokraten jetzt eher in der Mitte verortet - zumindest nach unseren Maßstäben.
Werbung